Report: Velotraum Ergonomierad

Erkenntnisse aus zehntausend Messungen an Kunden

Hochgeklappte Vorbauten, verdrehte Lenkerhörnchen, stapelweise Spacer? Die neue Komfortgeometrie von Velotraum beendet die Bastelstunde.

Jörg Spaniol am 27.02.2013
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Und sie zeigt exemplarisch, wie kompliziert der Weg zu einer neuen Rahmenform ist. Die notwendige Kombination von hohem Lenker und möglichst guten Fahreigenschaften zwang zu einem neuen Rahmendesign.

Nach 15 Jahren mit eigener Radmarke ist sich Velotraum-Chef Stefan Stiener sicher, dass selbst ambitionierte Trekkingradler sich nicht verbiegen wollen. Gleichzeitig lieferten ihm das Positionsmessgerät im firmeneigenen Laden und die ausgefüllten Datenblätter der Velotraum-Händler immer mehr Hinweise auf eine Versorgungslücke, die kein gängiger Rahmen schließen kann.

„Die übliche Trekking-Geometrie orientiert sich an sportlichen Fahrern, etwa am Mountainbiker. Das ist für die Hälfte der Kunden okay – aber eben nur für die Hälfte. Alle anderen improvisieren mit sämtlichen Anbauteilen, die der Markt hergibt, bis sie halbwegs passend sitzen. Das sieht aber weder gut aus, noch ist es sicher oder dem Fahrverhalten zuträglich“, resümiert Stiener die Ergebnisse seiner gesammelten Beratungsdaten. Also machte er sich dran, das Velotraum-Rad neu zu erfinden – und entdeckte bei seinen Forschungen am Komfort-Radler beinahe einen eigenen Menschentyp: den fleischigen Sitzriesen.

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Jörg Spaniol am 27.02.2013