Einzeltest: Raleigh Rushhour 8.5

Dauerläufer

  • Jochen Donner

Solide, langlebig und wartungsarm: Rohloff und Gates sind ideale Antriebs-Partner. Hier gibt es sie im Paket günstiger.

Einen Hauch Ewigkeit verströmt das Raleigh: Seine wuchtigen Rahmenrohre mit voluminösem Tretlager-Exzenter lassen nicht nur ein üppig steifes, sondern auch ebenso langlebiges Rahmengefüge vermuten. Fällt der Blick aufs Hinterrad mit Rohloff-Nabe und den Gates CDX-Riemenantrieb, wird klar: So schnell kriegt man das Raleigh nicht klein. Gut so, denn als jüngste Ergänzung der Rushhour-Serie weckt der Rohloff-Tourer nicht wenige Erwartungen. Darunter hat Raleigh alles an Rädern zusammengefasst, was unter Sport-Trekking läuft und eine maximale Bandbreite vom morgendlichen Weg ins Büro bis zur ausgedehnten Entdeckungstour durch ferne Länder abdecken soll. Das 8.5 erzeugt mit demselben Rahmen wie sein Konzernbruder Kalkhoff Endeavour nebenan ein vergleichbar unerschütterliches, problemloses Fahrverhalten mit ausgewogener Lenkung und angenehmer Sitzposition. Am Raleigh fällt sie noch einen Hauch aufrechter aus, da das Cockpit rund einen Zentimeter höher liegt. Wer’s sportlicher mag, kann den angewinkelten Vorbau umdrehen und sitzt dann vorn tiefer. Negativer Effekt des übersteifen Rahmens ist der geringe Fahrkomfort am Sattel: Die Stütze misst 31,6 mm im Durchmesser und hat nur geringen Auszug – deshalb flext hier rein gar nichts, Stöße vom Untergrund gehen direkt ins Steißbein. Vorne schluckt Suntours hochwertige Luftgabel fast jede Unebenheit und hält das Vorderrad strikt am Boden. Unterwegs macht das Rushhour seine Sache prima: Die Rohloff schaltet perfekt, ihr Geräuschniveau liegt dank geringer Resonanzfreude des Rahmens sehr niedrig. Der CDX-Riemen überträgt jedes Quäntchen Kraft verlustfrei ans Hinterrad. Auch hier überzeugen Shimanos günstige Scheibenbremsen, diesmal aus der Deore-Serie, durch feine, präzise Ansprache und kräftige Wirkung.

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Themen: raleigh Rushhour 8.5Test

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