Fahrbericht: Bombtrack Beyond

Orient-Express

  • Jörg Spaniol

Der Offroad-Tourer Bombtrack Beyond ist das Rad des Monats in Trekkingbike-Ausgabe 1/2016. Ergänzend zu unserem Technik-Check gibt es auch einen spannenden Reisebericht. Denn das Rad war schon auf großer Reise.

Ein Pin-Up mit so viel Patina verführt dazu, die Fantasie schweifen zu lassen, statt sich nüchtern auf die Hardware zu konzentrieren. Also erzählen wir zuerst die Geschichte des Rades, um dann gewohnt sachlich zur Technik zu kommen.
Marc Maurer, ein mitteljunger Kölner, war 2014 von zuhause nach Istanbul geradelt. Es muss eine ziemlich infektiöse Erfahrung gewesen sein, denn 2015 machte er da weiter, wo er im Vorjahr aufgehört hatte: Er radelte von Istanbul über die Schwarzmeerküste, Georgien und Aserbaidschan bis nach Teheran. Viertausend Kilometer, ganz überwiegend alleine. Durch den Kaukasus, durch staubige Einöden und immer wieder zu überwältigend gastfreundlichen Menschen. Seinen enthusiastischen Bericht findet man im Internet (per Link am Ende des Artikels). Marc hatte nach eigenem Empfinden alles Wichtige an Bord und war trotzdem mit weniger Ballast unterwegs als mancher auf dem Bodensee-Radweg. Und damit wären wir beim Rad und dem Konzept dahinter.

Das Bombtrack Beyond im Detail

4 Bilder


Die Kölner Marke Bombtrack hatte sich von Marc nach dessen erster Reise ein paar Anregungen geholt, was ein Rad nach seinem Geschmack haben müsste. Ein paar davon stecken im "Beyond", und so bekam Marc für seinen Ritt nach Teheran diesen Prototypen des Modells zum Testen, der nur in wenigen Details an seine speziellen Bedürfnisse angepasst wurde: Der "Flite"-Sattel ist ein Klassiker und einfach Marcs Favorit. Die serienmäßigen Breitreifen ersetzte er durch leichtlaufende Schwalbe "Marathon Supreme". Im Vorderrad dreht sich ein Nabendynamo, um die elektronischen Begleiter zur Navigation, Dokumentation und Kommunikation aufzuladen. Und weil Solisten keinen Windschatten kennen, montierte er einen Triathlon-Aufsatz auf den weit ausladenden Touren-Rennlenker. Der Rest ist serienmäßig – und bei Weitem nicht so edel, wie es echte Materialfreaks wählen würden.

Marc Maurer ist mit dem Bombtrack Beyond 4000 Kilometer von Istanbul nach Teheran gefahren. Seine Erlebnisse schildert er ausführlich in seinem Reisetagebuch. Blättern Sie rein:

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