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Test Top-Räder 2018: Ghost Square Crossrad

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  • Jochen Donner

Was macht mehr Spaß, als unbeschwert, intuitiv und mit leichtem Lauf durch die Lande zu surren? Simples Radfahren kann ja so schön sein…

Dazu braucht es nicht viel: Ein Rad mit leichtem Lauf, ergonomisch perfekter, entspannter Sitzposition, eine effektive Schaltung, die bergauf und bergab Potenziale hat, eine sensible und notfalls kraftvolle Bremse, griffige, leichte Reifen. So, wie das Crossrad Ghost Square.

Das abgespeckte Rädchen verzichtet auf alles, was nicht unbedingt nötig ist.

Und macht damit vieles richtig. Denn nicht verzichtet wird hier auf ein hohes Maß an Fahrsicherheit, Komfort, Simplizität und, als Konsequenz daraus, Fahrspaß. Das fängt beim Rahmen an. Die voluminösen Alurohre sind sauber in Doppellagen verschweißt (smooth welding). Große Durchmesser und ein konisches Steuerrohr erzeugen hohe Steifigkeiten, eine luftgefederte, effizient einstellbare Federgabel mit ebenfalls konischem Schaft entkoppelt das Vorderrad wirksam von ruppigem Grund.

Erstaunlich hoch auch die Dämpfung und der Rollkomfort der Conti Speedride-Pneus.

Die leichten 42er-Reifen laufen mit rund 3,5 Bar bei 72 Kilo Fahrergewicht satt und schmatzend, dass es die pure Freude ist. Ihr Diamantprofil führt mit einem charakteristischen Pfiff jedoch bei starkem Bremsen am Hinterrad früh zu – hier aber unkritischen – Haftungsabriss. Im Antrieb wirft ein SRAM-Schaltwerk die Kette hurtig zwischen 11 Ritzeln hin und her. Für normale Fahrsituationen stehen ausreichend viele und auch passende Gänge zur Verfügung. Schade ist nur, dass notgedrungen die Sprünge zwischen den Gängen teils größer als üblich sind, was sich auf langen Bergauf-Strecken schon mal bemerkbar machen kann. Bei nur einem Schalter am Lenker ist der rechte Daumen stark gefordert: Hoch, in kleinere Gänge, kann man bis zu vier Gänge mit einer Hebelbewegung schalten, abwärts in größere Gänge durch die SRAM-spezifische Trigger-Taste jedoch immer nur einen Gangsprung auslösen. Bei Umsteigern zuckt die untätige linke Hand anfangs noch etwas, aber das legt sich schnell. 1x11 hat also manche Vor-, aber auch einige Nachteile. Unbestreitbar profitieren jedoch die Hersteller durch niedrigeren Montageaufwand von den neuen Einfach-Schaltgruppen. Bei fünf- bis sechsstelligen Stückzahlen rechnet sich das durchaus. Sei’s ihnen gegönnt: Zum simplen Square Cross passt 1x11 ganz gut. Wer will, kann das Rad mit Schutzblechen und Träger einfach aufrüsten. Doch auch beim Genussradeln gilt: Nackig macht’s am meisten Spaß!

Die anderen Top-Räder im Test finden Sie hier


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Schlagwörter: 2018 Ghost Sqauer Cross 6.8 Test


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