Systemvergleich: Felgenbremsen Scheibenbremsen Nabenbremsen

Acht verschieden Konstruktionen

Sind Sie sparsam und bastelfreudig oder bedingungslos scharf auf Bremskraft? Legen Sie Wert auf Wartungsarmut und Allwetter-Tauglichkeit?

Jörg Spaniol am 03.06.2004
Systemvergleich: Felgenbremsen, Scheibenbremsen, Nabenbremsen
Daniel Simon

Neue Bremsanlagen wie die „Rollerbrake“ von Shimano sind eigens für den Einsatz an Trekkingrädern entwickelt worden. Die Wahl der richtigen Stopper macht Ihr Rad spürbar besser. TREKKINGBIKE hilft bei der Auswahl .

Systemvergleich: Felgenbremsen, Scheibenbremsen, Nabenbremsen

Woran liegt es eigentlich, dass mancher Radreisende die Pässe lieber bergauf als bergab fährt? Sicher liegt es an der mit der Höhe zunehmenden Aussicht, am intensiven Körpergefühl, dass diese Schinderei vermittelt, am heroischen Erreichen der letzten Kuppe. Doch manchmal gründet die relative Freude am Anstieg auch in der Angst vor der Abfahrt, im mangelnden Vertrauen in die Bremsen. Wer die Abfahrt scheut, hat nur den halben Genuss. Immerhin hat jede Rundtour genauso viele Abfahrts- wie Anstiegshöhenmeter! Ein guter Grund, sich um die passende Bremse zu kümmern.

Systemvergleich: Felgenbremsen, Scheibenbremsen, Nabenbremsen

Bei keinem Bauteil ist die Vielzahl der Konstruktionen so groß wie bei den Stoppern. An der Felge, in der Nabe oder auf einer Bremsscheibe verwandeln sie Tempo in Temperatur. Felgenbremsen aller Art sind ein umstrittener Klassiker. Im Grunde handelt es sich bei ihnen um eine Variante der Scheibenbremse, bei der der Reifen außen auf der Bremsscheibe sitzt. Die Felge als doppelt genutztes Bauteil, als Bremsscheibe und rollendes Material. Eine Doppelnutzung, mindestens so clever wie die Verwendung eines 17er Gabelschlüssels als Schraubwerkzeug und als Flaschenöffner.

Doch diese Nutzung geriet in die Kritik: Bei durchgebremster Felgenflanke kann der Reifen von der Felge springen und der Schlauch platzen. Die Felge, so das Argument der Kritiker, sollte besser keine Bremsscheibe mehr sein – oder wenigstens sichtbar anzeigen, wann sie zum Bersten dünn ist. Eine Problematik, die der technischen Entwicklung folgt. Einer der beiden „Reibpartner“ Felge und Bremsbelag muss sich nämlich verschleißen, um die Fuhre zu verlangsamen.

Solange Stahlfelgen der Standard waren, lagen die Verluste auf Seiten der Bremsbeläge. Ungefährlich. Doch Gewicht und Nassbremsverhalten sprechen klar für die weicheren Aluminiumfelgen. Vor allem Bremsbeläge mit Stärken bei Nässe greifen jedoch die Felgen stark an. Die Kombination solcher Bremsbeläge mit der mangelhaften Fahrtechnik vieler Radler bringt die Felge in besondere Bedrängnis.

Die Bremsysteme im Vergleich:

Point 600 AD2, Point 331 ADV; V-Felgenbremse mit Seilzug

Shimano Cantilever-Bremse; Seilzug-Felgenbrese mit Querzug

Magura HS 33; Hydraulische Felgenbremse

Shimano Deore Disc; Mechanische Scheibenbremse

Magura Julie; Hydraulische Scheibenbremse

SRAM I-Brake; Mechanische Trommelbremse

Shimano Rollerbrake; Mechanische Trommelbremse

SRAM T3; Rücktrittbremse

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Jörg Spaniol am 03.06.2004

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