Ratgeber: Rund um den Akku am Pedelec

Das müssen Sie über einen E-Bike Akku wissen

Der Akku ist der Kraftquell jedes Pedelecs – hier finden Sie die wichtgsten Fakten rund um den Stromtank im Überblick.

Uli Frieß am 30.03.2017
Ratgeber: Rund um den Akku am Pedelec
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Ratgeber: Rund um den Akku am Pedelec

Die derzeit üblichen Lithium-Ionen-Akkus für Pedelecs sind kleine Wunderwerke der Technik  – einerseits. Seit Beginn ihrer Entwicklng Anfang der 1990er-Jahre hat sich ihre Stromspeicherfähigkeit bezogen aufs Gewicht ­verdoppelt, den früheren Blei- oder Nickel-Cadmium-­Batterien sind sie haushoch überlegen. Andererseits: Die Möglichkeiten auch dieser Technik dürften endlich sein.  Fachleute schätzen, dass noch etwa 25 Prozent mehr Leistung bei gleichem Gewicht möglich sind.

Was für die Zukunft des Elektro-Automobils Fragen aufwirft, dürfte für die allermeisten Pedelec-Pedaleure eine eher untergeordnete Rolle spielen. Wer nicht gerade ambi­tionierte Mountainbike-Touren mit vielen tausend Höhenmetern mit Elektro-Schub bewältigen will, wird eher selten von der Reichweite des Rades gebremst. Tourenradler, die den Antrieb ihres E-Bikes mit Bedacht einsetzen, berichten davon, dass ihr Akku auch nach 100 Kilometern noch über genug Reserven verfügt, um das Ziel zu erreichen.

Dennoch arbeitet die Industrie natürlich intensiv ­daran, die Leistungsfähigkeit der Akkus weiter zu ver­bessern. "Durch Innovationen ist es möglich, die Energiedichte des Akkus jährlich um 5 bis 10 Prozent zu steigern", sagt ­Tamara Winograd, Marketing- und Kommunikationsleiterin bei Bosch eBike Systems. E-Bike-Käufer können sich also darauf freuen, dass die Akkus künftig bei gleichem ­Gewicht und Preis mehr Kilometer unter Strom setzen.


Immer mehr Power?

Viele potenzielle Pedelec-Käufer achten fast ausschließlich auf die Akku-Kapazität und verlangen immer mehr Wattstunden (Wh) für möglichst viel Reichweite. 500 Wh gelten vielen inzwischen schon als zu wenig. Ein größerer Akku ist aber auch immer ein schwerer Akku (und teurer). Ein Citybike, das in seinem Fahrrad­leben nie weiter als 50 Kilometer am Stück fährt, ist mit einem kleineren Akku eventuell sinnvoller bestückt, weil es dadurch insgesamt leichter wird: leichter zu tragen, leichter zu rangieren, leichter zu fahren (und günstiger).


Was kostet der Spaß eigentlich?

Je nach Akku-Kapazität und Strompreis Ihres Anbieters kostet die Voll-Ladung eines handelsüblichen Akkus 10 bis 15 Cent.


Die 8 goldenen Regeln fürs Powerpaket


1. Öfter ist besser
Hängen Sie Ihren E-Bike-Akku ruhig oft an die Steckdose. Häufiges Teilladen schadet nicht und hat keine Auswirkungen auf die Gesamtlebensdauer Ihres Akkus.

2. Richtig pausieren
Wenn Sie Ihr E-Bike länger nicht benutzen, sollte der Akku mit 50 bis 60 Prozent seiner Kapazität geladen sein und an einem trockenen Ort bei 10 bis 15 Grad lagern.

3. Sparsam radeln
Den größten Einfluss auf die Reichweite hat der Radler. Fahren Sie vorausschauend, schalten Sie viel, treten Sie flüssig, wählen Sie die Unterstützungsstufe bescheiden und kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck.

4. Sicher verstauen
Beim E-Bike-Transport am Auto gehört der Akku rutschsicher verstaut in den Innenraum.

5. Nicht öffnen
Bohren Sie einen Akku nicht an, klemmen Sie nichts daran fest und versuchen Sie nicht, ihn zu öffnen. Nie!

6. Trocken halten
Laden Sie den Akku nicht im Freien, wenn es nebelfeucht ist oder regnet, und auch nicht in der prallen Sonne.

7. Nicht fliegen
Pedelec-Akkus gelten als Gefahrgut und dürfen nicht im Flugzeug transportiert werden

8. Korrekt entsorgen
Ein verbrauchter Akku gehört weder in den Hausmüll noch auf den Wertstoffhof. Bringen Sie ihn zu Ihrem Radhändler, er nimmt ihn kostenfrei zurück und entsorgt ihn fachgerecht.


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 1/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App (iTunes  und Google Play) laden oder im DK-Shop  bestellen. 

 

Uli Frieß am 30.03.2017

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