Ratgeber: E-BIKE Displays & Bediensysteme

Bewertung Impulse Evo Navigations-App

Matthias Schwindt am 31.03.2017
Ratgeber: E-BIKE Displays & Bediensysteme
Herstellerfoto

E-BIKE Navigation: Ganz großes Lenkerkino

IMPULSE EVO NAVIGATIONS-APP

Das Display des Impulse-Antriebs wird durch die  passende App fürs Smartphone zum digitalen Wegweiser. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Die Derby Cycle Gruppe verwendet bei den E-Bikes der Marken Kalkhoff und Raleigh den hauseigenen Impulse-Antrieb. Für die Navigation wird auf das sogenannte Second-­Display-Prinzip gesetzt, das heißt: Die eigentliche Anwendung steckt in einer mobilen App fürs Smartphone, das Display am Rad fungiert als Anzeige. Vorteil: Das empfindliche Smartphone kann gut geschützt in der Tasche ­bleiben und schickt die Navigationsanweisungen per Bluetooth-Verbindung auf das Evo-Smart-Display. Die Zielführung beschränkt sich auf einen Pfeil mit der nächsten Richtungs­änderung, eine Entfernungsangabe bis zur Abzweigung und den Namen der kommenden Straße. Bei Fahrten über Land stößt diese Form der ­Navigation allerdings schnell an ihre Grenzen; kurz hintereinander folgende Anweisungen lassen sich mangels konkreter Anhaltspunkte im Gelände nicht ohne weiteres nachvollziehen. Dagegen fühlt sich das System in der Stadt deutlich wohler, auch deshalb, weil Straßennamen – in der Anzeige und auf Schildern – bei der Orientierung helfen. Insofern passt diese Form der Navigation zu unserem S-Pedelec-Testrad von Kalkhoff; das Integrale 10 ist nach unserer Erfahrung ein ausgezeichnetes Pendlerrad für die Stadt.

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Kompakt: Auf dem Im­­pulse-­Display konkurrieren viele Infos.

Die Navigations-App fürs Smartphone gibt es kostenlos für die beiden Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS. Sie basiert auf der relativ weitverbreiteten Fahrrad-App Naviki und bietet neben der spezifischen ­Impulse-Optik einige Extras gratis, die in der kostenlosen Naviki-App nicht enthalten sind, zum Beispiel zusätzliche Profile für die Planung von Stadtfahrten, Überland- oder Mountainbike-Touren. Die zusätzlichen Möglichkeiten der kostenpflichtigen Premium-Version von Naviki lassen sich in der Impulse-App allerdings nicht nutzen. Wer die Naviki-App aber bereits nutzt und darin geplante Touren hinterlegt hat, kann diese mit der Impulse-App verwenden, neben der klassischen Zieleingabe über ­Adresse, Sonderziele oder die Karte.

Nachteil der Impulse-App ist der fehlende Offline-Modus für Karten. Die Neuberechnung der Route, beispielsweise nach dem Verlassen der geplanten Strecke, erfolgt stark ver­zögert. Da kann es passieren, dass man an der nächsten vorgesehenen Abzweigung schon vorbei gefahren ist, was sofort wieder eine Neu­berechnung auslöst.

Fazit: Ein vollwertiges Navigationssystem kann die Impulse-App in Verbindung mit dem vorhandenen Display am Rad nicht ersetzen; die einfache Pfeilnavigation ist oft nicht eindeutig und zu langsam. 

Fotostrecke: Impulse Evo Navigations-App


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 1/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App (iTunes  und Google Play) laden oder im DK-Shop  bestellen. 


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Matthias Schwindt am 31.03.2017

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