Federung – Antriebsschwinge oder Eingelenker?

Ein Einblick in die komplizierte Technik.

  • Jörg Spaniol

Ein funktionierendes Fahrwerk kann das Rad komfortabler und sicherer machen. Etwa 30 Prozent der lästigen und schädlichen Stöße an der Wirbelsäule könne eine Vollfederung eliminieren, fand die Sporthochschule Köln heraus.

Wer je ein funktionierendes und gut eingestelltes Feder-Fahrrad gefahren ist, hält diesen Wert für untertrieben. Eine Federung kann gegen Rückenschmerzen, taube Hände und verspannten Nacken Wunder wirken.

Aber eine Vollfederung bedeutet immensen technischen Aufwand: Eine Federgabel am Vorderrad und eine gefederte Hinterbauschwinge sind Stand der Technik. Sie machen ein Mountainbike der Topklasse um ein gutes Kilo schwerer als ein ungefedertes, ein preiswertes Trekkingrad eher um zwei bis drei Kilo.

Doch die Federgegner können nur eingeschränkt mit dem Mehrgewicht argumentieren: Das Fahrradgewicht spielt nur bergauf (und auf der Kellertreppe) wirklich eine Rolle, und die wird in ihrer Bedeutung für das Tempo überschätzt. Denn was zählt, ist das „Systemgewicht“, die Summe aus Fahrer, Ausrüstung und Rad. Liegt das bei 100 Kilo, machen zwei Kilo Feder-Mehrgewicht gerade mal zwei Prozent Unterschied – und das eben nur steil bergauf.

Je billiger das Rad und je ungeübter der Fahrer, desto eher gleicht die Fuhre dem Ritt auf einem Schaukelpferd. Bei jedem Tritt wippt der Sattel. Geübte Fahrer treten rund, gute Federungen wippen ohnehin kaum. Doch etwas Unruhe im Fahrwerk bleibt bei fast jeder Konstruktion. Denn es ist immer noch nicht geglückt, eine Federung zu bauen, bei der der Druck auf das Pedal überhaupt keine Auswirkung auf die Feder hat.



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Schlagwörter: Federung Komponenten

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