Ratgeber: Kupplungsträger für schwere E-Bikes

Sicherheitstipps für den Fahrradtransport am Autoheck

Matthias Borchers am 31.07.2017
Ratgeber: Kupplungsträger für schwere E-Bikes
Markus Greber

Ratgeber: Kupplungsträger für schwere E-Bikes

TIPPS ZUR SICHERHEIT 

• Zwar sind sowohl Träger wie ­Haltearme abschließbar, ­sicheren Diebstahlschutz bieten die ­einfach zu knackenden Schlösser jedoch nicht. Es empfiehlt sich daher, die ­Räder zusätzlich mit einem robusten Fahrradschloss am Träger zu sichern.

• Für eine einwandfreie Klemmverbindung muss der Kugelkopf am Auto fettfrei und sauber sein. Kontrollieren Sie zudem die vom Hersteller vorgeschriebene Klemmkraft am Kupplungshebel und justieren Sie ­die Klemmung gemäß den Vorgaben in der Bedienungsanleitung.

• Durch Setzbewegung während der Fahrt kann sich die Fahrrad-Fracht auf dem Träger lockern. Kontrollieren Sie deshalb bei jedem Stopp ­Riemen und Halterarme auf festen Sitz.

• Anders als beim Wohnwagen- oder Anhänger-Betrieb gibt es in Deutschland kein Tempolimit für Auto plus Fahrradträger. Ratsam ist es jedoch, seine Fahrweise dem leicht veränderten Fahrverhalten anzupassen und eine moderate Geschwindigkeit von 120 bis 130 km/h zu wählen. So empfehlen es die Hersteller auch in den Bedienungsanleitungen.

• Im europäischen Ausland gelten teils sehr unterschiedliche Bestimmungen zum Thema Kennzeichen- und Kennzeichnungspflicht des Radträgers. In Italien etwa muss die Fuhre mit einer Warntafel nach hinten ­ge­sichert sein. In Deutschland ist es ­erlaubt, ein drittes, nicht gestempeltes Nummernschild am Träger zu montieren, in Kroatien oder Slowenien offiziell nicht. Informieren Sie sich vor Reiseantritt über die geltenden ­Gesetze in Transit- und Reiseländern.

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Kennzeichnung – In Italien Pflicht: die Sicherung des Radträgers mit einer Warntafel


DAS SOLLTEN SIE BEACHTEN 

• Stützlast: Auch wenn die Anbieter mit ­ausreichend Nutzlast werben, der limitierende Faktor ist immer die ­zulässige Kupplungs-Stützlast, die beispielsweise 75 Kilo betragen kann. Entsprechend dürfte ein 20 Kilo schwerer Träger nicht mit zwei 30 Kilo schweren E-Bikes beladen werden. Reserven verschafft man sich, indem man Akkus, Pack­taschen oder dergleichen demontiert und im Auto verstaut.

• Auffahrrampe: Insbesondere an einem hohen SUV kann das Beladen des Trägers ohne helfende Hände zum Kraftakt werden. Optional erhältliche Auffahrrampen, die einfach am Träger angedockt werden, erleichtern diese Aufgabe.

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Rampe – Eine Auffahrrinne ermöglicht die rückenschonende Montage.

• Enge: Der Abstand zwischen den einzelnen Rädern beträgt bauart­bedingt kaum mehr als 20 Zenti­meter, weshalb Pedalarme oder ­Gepäckträger gegenseitig leicht kollidieren können. Etwas reibungsloser funktioniert es, wenn man die Pedal­arme zuvor in eine kollisionsfreie Stellung zueinander bringt und die Räder mal mit dem Vorderrad rechts, mal entgegengesetzt und leicht versetzt in den Reifenschuhen verzurrt. Zudem sollte man potenzielle Scheuerstellen immer mit ­etwas Polstermaterial schützen.

• Das Dickicht vieler hintereinander stehender Rahmenrohre erschwert oft die kollisionsfreie Montage der ­Halte­arme. Hat man die Wahl, sollte fahrzeugseitig immer das Rad mit tiefem Durchstieg stehen. So ­werden die Haltearme fürs zweite oder dritte Rad nicht unnötig von einem störenden Oberrohr blockiert.

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ENGE  – Stehen die Bikes sehr eng, montiert man sie am besten versetzt.


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 3/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App (iTunes  und Google Play) laden oder im DK-Shop  bestellen. 


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Matthias Borchers am 31.07.2017

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