Service: Schmierflecken entfernen

Schmutzarbeit

Die fiesesten Flecken an den Radklamotten hinterlässt Kettenschmiere. Was hilft? Wir haben die zahllosen Tipps gesichtet und acht davon ausprobiert.

Jörg Spaniol am 15.10.2013
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Jörg Spaniol

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Kettenschmiere ist ein besonders gemeiner Verschmutzer, weil sie die gewollt haftstarken Schmieröle mit mikrofeinem Metallabrieb vom Antriebsstrang und angeklebtem Straßenschmutz vermengt. Die wunderbar saugfähigen Fasern eines Radtrikots saugen das Fett auf, das wiederum die Metallpartikel bindet. Und die sind schwarz, und sie trennen sich durch normales Waschmittel nicht von den Fasern.

Alle Reinigungstipps gehen davon aus, dass man die verschmutzte Stelle vorbehandelt und das Trikot anschließend normal wäscht. Sie unterscheiden sich aber in ihrem grundlegenden Ansatz: Während die Vorbehandlung mit Butter, Ballistol oder Speiseöl das Kettenfett mit einem leichter löslichen, auswaschbaren Fett "verdünnt", zielen die seifigen Mittel darauf, die Molekülstruktur des Öls zu knacken, um es dann von der Faser zu trennen. Ein Ausreißer aus dieser Logik ist der Vorschlag, den Fleck mit Stärke, Talkum oder Kreide zu bestäuben. Das feine Pulver soll das Fett mit Kapillarkraft weitgehend aus dem Textil saugen. Um es gleich vorwegzunehmen: Bei einem Butterfleck auf der Seidenbluse mag das wirklich helfen – gegen die schwarzen Metallteilchen der Kettenschmiere müssen härtere Maßnahmen her.

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Jörg Spaniol am 15.10.2013

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