Der richtige Tritt

So feilen Sie an Ihrer Trettechnik

Der runde Tritt? Ist kaum mehr als ein Mythos. Das zeigen Messungen aus der Biomechanik.

Trekkingbike am 25.10.2010
Der richtige Tritt
Danel Simon

Während viele Radfahrer schon aus Gründen der Bequemlichkeit an ihrer Sitzposition feilen, schenken die meisten dem richtigen Tritt vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit. Trotzdem können Radfahrer einiges tun, um gesund zu pedalieren und Kraft zu sparen.

Biomechaniker unterscheiden zwei verschiedene Arten von Kräften, die vom Fuß aufs Pedal übertragen werden: die Radialkraft, die in Richtung der Kurbel wirkt, und die Tangentialkraft, die im rechten Winkel zur Kurbel wirkt. Lediglich die Tangentialkraft bringt Stoff für den Vortrieb. Aus biomechanischer Sicht wäre das Optimum also dann erreicht, wenn möglichst die gesamte Muskelkraft in tangentiale Kraft umgesetzt werden könnte, die während einer Umdrehung gleichmäßig auf die Kurbel wirkt.

Soweit die Wissenschaft. In Wirklichkeit jedoch scheitert diese theoretische Forderung an den Gegebenheiten des menschlichen Körpers. Denn: Durch das ständige Einwirken der Erdschwerkraft hat sich im Lauf der Evolution die Oberschenkelmuskulatur auf der Vorderseite viel stärker ausgebildet als auf der Rückseite. Deshalb arbeitet beim Pedalieren die Streckmuskulatur des Oberschenkels wesentlich effektiver als seine Beugemuskulatur.

Sportwissenschaftler sind davon überzeugt, dass sich die Gewöhnung an einen besseren Stil vor allem für Freizeitfahrer auszahlt. Im Gegensatz zu den eingeschliffenen Spitzenfahrern können sie ihren Tritt besonders leicht verbessern.

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Trekkingbike am 25.10.2010

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