Spike-Reifen

Spikes verhindern Fahrradstürze bei Schnee und Eisglätte

Überfrierende Nässe oder Eisplatten unter dem Schnee werden leicht zur Sturzfalle für Radfahrer. Abhilfe schaffen Spike-Reifen, in deren Stollen kleine Stifte aus Hartmetall eingearbeitet sind.

Trekkingbike am 24.02.2011
Spike-Reifen
Tom Bierl

Gerade für Alltagsradler ist dieses Plus an Sicherheit bei unerwartet vereisten Bedingungen entscheidend. Markus Hachmeyer vom Reifenhersteller Schwalbe gibt Tipps:

Müssen Spike-Reifen eingefahren werden?

Um zu verhindern, dass sich Spikes lösen, sollten die Reifen im Neuzustand rund 40 Kilometer lang eingefahren werden. Das Fahren auf festem Untergrund ohne extreme Beschleunigungen gewährleistet für die Zukunft einen sicheren Sitz.

Darf man Spikes auch auf Asphalt fahren?

Ja, selbst in schnell gefahrenen Kurven haften die Reifen gut. Allerdings fällt der Rollwiderstand im Vergleich zu einem normalen Reifen deutlich höher aus.

Was macht einen guten Spike-Reifen aus?

Es ist nicht nur die Anzahl der Spikes, sondern auch deren Anordnung. Sie sollten sich grundsätzlich eher im Zentrum befinden, um bei gerader Fahrt gut zu greifen. Doch Alltagsreifen müssen gleichzeitig auch auf Asphalt gut fahrbar sein. Das Ziel ist ein guter Kompromiss aus beidem. Tipp: Im Alltag lässt sich die Haftung durch den Reifendruck gut variieren: Weniger Druck bedeutet mehr Grip.

Warum sind Spike-Reifen so teuer?

Jeder einzelne Spike muss von Hand eingesetzt werden. Bei über 200 Spikes pro Reifen ist das ein enormer Aufwand.

Trekkingbike am 24.02.2011

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