Radfahren mit Hunden

Tipps vom Tierarzt

Steht eine Radtour an, geraten die meisten Hunde vor Freude aus dem Häuschen. Was ihr Herrchen beim Radfahren beachten sollte, erklärt Tierarzt Dr. Peter Dietz.

Angelika Urbach am 18.08.2014
hunderider
Eddie Wagner

Dr. Peter Dietz fährt seit über 40 Jahren mit Hunden Rad. 
Der Tierarzt betreibt eine Praxis in Recklinghausen.

Was eignet sich besser für Vierbeiner: ein Spaziergang oder eine Radtour?
Mit normalen Spaziergängen lässt sich der ungestüme Bewegungsdrang von Hunden kaum befriedigen. Da ihr Skelett für ausdauerndes, gleichförmiges Laufen geschaffen ist, bieten sich Radtouren an. Das hohe Tempo gibt den Vierbeinern die Gelegenheit, sich auszupowern.


Dazu gehört bestimmt eine gewisse Vorbereitung?
Bevor der Hund am Rad mitlaufen darf, muss er sicher an der Leine gehen und auf die Kommandos „Halt“ und „Fuß“ reagieren. Außerdem darf er keine Angst vor Fußgängern, Autos und Verkehrslärm haben. Schon im Welpenalter kann man beginnen, den Hund ans Rad zu gewöhnen. Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg: Zu Beginn reicht es, das Rad auf einer Strecke von 500 Metern neben dem Hund zu schieben.


Wie führe ich meinen Hund sicher am Rad?
Den Hund an der Leine neben sich herlaufen zu lassen ist leichtsinnig: Mit einem einzigen Satz könnte das Tier den Halter vom Rad reißen. Besser eignen sich spezielle Metallbügel, die am Rahmen befestigt werden. Daran läuft der Hund an kurzer Leine mit. Vorteil: Beide Hände bleiben am Lenker. Kleine Hunde gehören im Straßenverkehr in einen Korb. Dieser wird fest am Lenker montiert und z.B. mit Schaumstoff ausgepolstert.


Welches Rad eignet sich am besten?
Ein stabiles Trekkingrad mit zuverlässigen Bremsen, die mit beiden Händen leicht zu bedienen sind.


Benötigen Hunde auf Tour zusätzliche Nahrung?
Behandeln Sie Ihren Hund wie einen Sportler: Füttern Sie vor Antritt eine kleine, leichte Mahlzeit, dann sinkt der Blutzuckerspiegel später weniger schnell. Außerdem brauchen die Vierbeiner während langer Touren immer wieder Wasser – und Pausen zum Schnuppern!

Anleinhilfe für Hunde

Der DogRunner bietet dank seiner Spiralfeder Bewegungsraum für das Tier und verhindert gleichzeitig, dass der Hund ins Rad läuft. 45,99 Euro, www.kleinmetall.de

Angelika Urbach am 18.08.2014

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