Test 2017: E-Cargo-Bikes

4 Transporträder mit E-Unterstützung im Test

  • Uli Friess

Transport-Räder feiern dank E-Unterstützung derzeit ein großes Comeback. Die Einsatzbereiche in der Stadt sind vielfältig: Wochen-Einkauf, Lieferservice, Kinder­taxi ... aber noch nicht alle Konzepte sind ausgereift.

Transporträder erleben gerade einen regelrechten Boom; in Großstädten wie München gehören sie schon zum Straßenbild. Das hat Gründe: Die Leichttransporter sind umweltfreundlich, platzsparend und – im Vergleich mit Kleinwagen – supergünstig in Anschaffung und Betrieb. Für den Transport von nicht allzu sperrigen Lasten bis etwa 70 Kilogramm auf kurzen Strecken gibt es kaum ein sinnvolleres Verkehrsmittel. Auch als Kindertaxi werden Cargo-Pedelecs immer beliebter. Dass die Transport­räder ein wertvolles Mittel zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs sind und auch der Luftqualität gut tun, haben schon manche Kommunen erkannt: Da Pedelecs von der staatlichen Elektromobilitätsförderung ausgenommen sind, legen sie eigene Programme auf. München etwa bezuschusst den Kauf eines Lastenpedelecs für Gewerbetreibende ebenso wie für Privatleute mit 25 Prozent der Nettokosten und maximal 1.000 Euro. Auch Leasingkosten sind förderfähig. Zusätzlich kann ein Abwrackbonus für das ersetzte Fahrzeug in gleicher Höhe beantragt werden. Das macht die Anschaffung für viele Nutzer attraktiv.



Diese E-Cargo-Bikes haben wir getestet:

  • Cargobike Schweden Cargobike Electric
  • i:SY E Car:Go
  • Johnny Loco  E-Cargo Brighton
  • Riese & Müller Packster Nuvinci 60 (E-BIKE Testsieger)

Test 2017: E-Cargo-Bikes

4 Bilder

Transport-Räder feiern dank E-Unterstützung derzeit ein großes Comeback. Die Einsatzbereiche in der Stadt sind vielfältig: Wochen-Einkauf, Lieferservice, Kindertaxi ... aber noch nicht alle Konzepte sind ausgereift.



Zweirad oder Dreirad

Wir haben uns vier Transport-Pedelecs genauer angesehen: zwei einspurige "Tieflader" (Riese & Müller Packster, Hartje i:SY eCargo) und zwei dreirädrige Lasten-E-Bikes mit zwei Laufrädern an der Vorderachse (Schweden Cargobike, Johnny Loco E-Cargo Brighton). Tendenziell sind einspurige Transporter etwas länger und schmaler als die Dreiräder. Die Unter­schiede sind gering, beim Abstellen aber eventuell entscheidend. So benötigt das Packster eine zirka 2,50 Meter lange Abstellfläche, das dreispurige Schweden Cargobike nur 2,30 Meter. Das Schweden Cargo ist dafür 85 Zentimeter breit, das Packster nur 71 Zenti­meter. Das Johnny Loco hat in etwa die gleichen Gesamt­abmessungen wie das Schweden Cargobike, das kompakte i:SY ist nochmal deutlich schmaler als das Packster.

Weil die Ladeflächen der Dreispur-Bikes vorne nicht vom Laufrad begrenzt werden, sind ihre Transportboxen im Verhältnis zur Gesamtlänge deutlich länger – bei unseren Testrädern etwa um 20 Zentimeter. Beim Eigengewicht liegen alle um die 50 Kilo, das Schweden Cargo ist ­jedoch mit 68 Kilo ein echtes Schwer­gewicht. Das liegt aber mehr am Material als an der Bauform. Bei einem ­zulässigen Gesamtgewicht von 200 Kilo bleiben bei diesem Rad – einen 80 Kilo schweren Fahrer vorausgesetzt – noch 52 Kilo Zuladung ­übrig. Das Packster verträgt unter der gleichen Voraussetzung 72 Kilo Zuladung, das i:SY gut 70 Kilo; beim Johnny Loco begrenzt der Hersteller das Lade­gewicht auf 50 Kilo.

Konstruktionsfehler: Der Bolzen des Lenkungsanschlags am Johnny Loco ist zu lang geraten. Wird das ­hintere Drittel der Ladefläche mit mehr als 25 Kilo belastet, senkt sich die Blechwanne auf den Bolzen. Die Folge sind ­unschöne Kratzer am Boden der Wanne, Kratzgeräusche und erschwertes Lenken.


Sprinter oder Sattelschlepper

Die beiden Konzepte ­unterscheiden sich aber nicht nur in der Form, sondern auch im Fahrverhalten. Um einen praxis­nahen Eindruck zu bekommen, haben wir die Räder für unsere Testfahrten mit 40 Kilo beladen. Wie zu erwarten, lassen sich einspurige Transporter deutlich spritziger fahren als Dreispur-Lastenräder. Das liegt hauptsächlich am Einlenkverhalten und an der Kurvenstabilität. Bei Dreispurern muss die breite Vorderachse mitsamt der Ladebox und Zuladung in die Kurve gedrückt werden – es ist also viel Masse zu bewegen. Zudem lässt sich das Rad nicht per Gewichtsverlagerung in die Kurve legen – gelenkt wird nur über die Lenkstange. Dabei kann in eng gefahrenen Kurven das kurveninnere Rad ­abheben. Das ist zwar beherrschbar, aber gewöhnungsbedürftig.

Einspurige Transporter lassen sich, von der Länge mal ­abgesehen, steuern wie normale Räder. Wegen des tiefen Schwerpunkts spürt man das hohe Gewicht schon ab niedrigen Geschwindigkeiten nicht mehr, selbst flotte Kurvenfahrten gelingen nach kurzer Eingewöhnung intuitiv. Weil das Vorderrad weit vorne liegt, lenkt man das Pedelec bei den ersten Fahrversuchen etwas zu früh ein – es ist etwa wie beim Umstieg von einem Smart For Two auf einen VW-Bus. Wiederum eher radspezifisch: Weil der Lenker nicht ­direkt mit dem Steuerrohr verbunden ist, reagiert das Vorder­rad manchmal etwas ungenau auf den Lenkimpuls. Bei Tiefladern wird die Distanz zwischen Lenker und Steuerrohr mit einem Lenkgestänge überbrückt, dadurch entsteht im Lenksystem etwas Spiel. Am Anfang neigt man deshalb zum Übersteuern, weil man intuitiv versucht, dies am Lenker zu korrigieren. Die beste Methode gegen frühes Einlenken und damit Übersteuern ist, den Blick nicht aufs Vorderrad zu richten, sondern weiter nach vorne zu schauen. Nach wenigen Kilometern kommt man dann sehr gut mit den langen Gefährten zurecht.


Ausstattung und Sicherheit

Alle Hersteller haben sinnvolles Zubehör im Programm: Abdeckplanen, Kindersitzbretter mit Anschnallgurten oder sogar Verdecke – damit die Fahrt in den Kinder­garten auch an Regentagen nicht ins Wasser fällt. Dieses ­Zubehör kostet aber meist extra. Die Ladefläche des Riese & Müller Packster ist auf Euro-Stapelboxen abgestimmt; entscheidet man sich für die Langversion des Rads, passen ­sogar zwei davon auf die Ladefläche.

Wegen des hohen Eigen- und Gesamt­gewichts der beladenen Räder sind zuverlässige Bremsen ein absolutes Muss. Scheibenbremsen sind am besten geeignet. Meistens sind sie ohnehin serienmäßig verbaut, beim Schweden Cargo­bike gegen Aufpreis zu haben. Damit einspurige Pedelecs beim Beladen sicher stehen, brauchen sie stabile und breite Ständer, die nah am Schwerpunkt montiert und hochgeklappt sicher fixiert sind. Die Ständer von Packster und i:SY bieten keinen Anlass zur Kritik, sie lassen sich leicht mit dem Fuß bedienen und klappern während der Fahrt nicht an den Transportboxen. Dreispur-Pedelecs kommen ohne Ständer aus, können aber schon an leicht ­abschüssigen Stellen von selbst ins Rollen kommen. Die Bremsen des Johnny Loco haben eine Feststellfunktion, die verhindert, dass sich das Rad selbständig macht.


Beinkraft aus der Steckdose

Kommen wir zu dem, was Lastenräder heute überhaupt so attraktiv macht: der E-Antrieb, dank dem die schwere ­Fuhre viel leichter zu bewegen ist. Damit das klappt, sollte man beim Kauf auf einen kräftigen Antrieb achten. Das i:SY ist mit dem potenten GoSwissDrive-Nabenmotor sehr gut gerüstet, ebenso das Packster mit dem drehmoment­starken Bosch Performance CX. Der Shimano Steps des Johnny Loco arbeitet nicht ganz so kraftvoll, passt aber gut zum ohnehin eher relaxten Charakter des Transporters. Der Nabenmotor des Schweden Cargobike ist mit dem schweren Rad zwar nicht überfordert, bleibt aber deutlich hinter der Leistung der drei Konkurrenten zurück. Weil Transporträder meist nur in einer Rahmengröße angeboten werden, sollten sie sich an unterschiedliche Fahrergrößen anpassen lassen. Pack­s­ter und i:SY haben dafür höhen­verstellbare Vorbauten. Bei den Dreispurmodellen ist so etwas kon­struktiv nicht möglich, die Verstellung der ­Sattelhöhe muss ausreichen. Ganz gleich, ob man sich für ein Einspur- oder Dreispur-Pedelec entscheidet: Auch bei Transporträdern klärt nur die Probefahrt, welches Rad für einen selbst das passende ist. Und: Probieren Sie die Räder unbedingt beladen aus. Nur so lässt sich wirklich realistisch beurteilen, ob Sie auch im Alltag gut damit zurechtkommen. 


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 2/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App ( iTunes   und  Google Play ) laden oder im  DK-Shop   bestellen.


Die Details der Test-Bikes


DIE DETAILS DER TESTBIKES:

State of the art: Pedelecs von Riese & Müller sind bekannt für ihre durchdachte Ausstattung. Am Packster garantiert eine ­stufenlose Nuvinci-  Getriebenabe die passende Übersetzung, ein  Riemen ersetzt die wartungs­intensive Kette.

Apropos Reichweite: Da die Akku-Reichweite bei E Cargo-Bikes je nach Zuladung stark variiert, machen wir hierzu keine Angaben. Auch die Hersteller verzichten weitgehend darauf.

Gummipuffer: Das Lenkgestänge des i:SY berührt beim starken Einlenken das Steuerrohr. Ein Gummi-Anschlag verhindert unsanftes Schaben von Metall auf Metall.


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Testergebnis Cargobike Schweden Cargobike Electric


Cargobike Schweden Cargobike Electric

Das Cargobike – laut Hersteller das meistverkaufte Lastenrad in Schweden – bietet viel Raum und variable Zuladungsmöglichkeiten. Die Holzbox ist vorn und hinten mit je einem Holzbrett ausgestattet, theoretisch können vier Kleinkinder damit transportiert werden – oder eben voluminöse Ladung. Mit einer Gesamtbreite von 85 Zentimetern und einem Leergewicht von knapp 68 Kilo ist der Transporter nicht nur sperrig, sondern auch recht schwer. Die Zuladung dürfte damit bei etwa 50 Kilo ausgereizt sein. Durch das hohe Gewicht muss man relativ engagiert lenken – vor allem, wenn man enge Kurven fährt. Der Hinterradnaben­motor ist trittfrequenzgesteuert, er schiebt an, sobald sich die Kurbel bewegt. Wegen des hohen Gewichts darf man vom Cargobike nicht zu viel Dynamik erwarten und sollte es unbedingt mit Scheibenbremsen ordern. Die 50 Millimeter breiten 20-Zoll-Reifen vorne dämpfen ausreichend, der weiche Sattel ist für Kurzstrecken auch okay. Für das Cargobike gibt’s diverse Transportboxen für unterschiedlichste Einsatzzwecke.


Fazit: Stabiles, aber schweres Dreispur-Pedelec. Große Ladefläche, aber geringe effektive Zuladung

Cargobike Schweden Cargobike Electric  


Gesamtwertung*  2,3


Komfort  2,5
Federung 
 keine


Sicherheit   1,8
Bremsen
   Scheibe, Tektro Auriga
Fahrstabilität   hoch


Antrieb   2,6
Motorsystem/Akku 
 N. N. HR-Nabe/396 Wh
Kettenschaltung   Shimano Tourney , 6-fach
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   2,5
Reifen
   Kenda Reflex; vorn  50-406, hinten  50-507
Gewicht (v/h in %**)   67,9 kg ( 76/24)


Service   4,5
Garantie
   2 Jahre
CE   k.A.


Geometrie
Radstand 
 1.274 mm
Lenkerbreite   520 mm
zulässiges Gesamtgewicht   200 kg


Preis   2.999 Euro
Bezug/Info    www.schweden-cargo.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).


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Testergebnis i:SY E Car:Go


i:SY E Car:Go

Der i:SY-Laster ist vom kompakten 20-Zoll-Stadtflitzer der Marke abgeleitet. Der Rahmen wurde auf Transportermaß verlängert, in der Hinterradnabe sitzt ein Go SwissDrive-Motor. Der kraftvolle Antrieb passt gut zum Kompakt-Transporter und gibt ihm einen überraschend guten Kick. Das informative Highend-Display von Go SwissDrive gibt’s als Serienausstattung. Das eCargo läuft tadellos fahrstabil, auch schnelle Kurven mit voller Ladung bringen es nicht aus der Spur. Dank minimalem Spiel im Lenksystem werden Lenkimpulse ­annähernd verzögerungsfrei umgesetzt, das Rad ist gut kontrollierbar. Das i:SY hat zwar keine Federelemente, die 54 Millimeter breiten Reifen dämpfen aber gut; auch Kopfsteinpflaster bringt nur minimal Unruhe in die Ladung in der Holzbox. Darin lassen sich nach Einlegen eines Sitzbretts zwei Kleinkinder transportieren, sogar an Anschnallgurte wurde gedacht – das i:SY ist also auch ein praktischer Familientransporter.


Fazit:  Flinker Tieflader mit kraftvollem Antrieb. Sehr spurstabil und wendig

i:SY E Car:Go  


Gesamtwertung*  1,8


Komfort   2,5
Gabel 
 Starrgabel Stahl
Federung   keine


Sicherheit   1,5
Bremsen 
 Scheibe, Tektro Draco 2
Fahrstabilität   sehr hoch


Antrieb  2,3
Motorsystem/Akku
   Go Swissdrive HR-Nabe/522 Wh
Kettenschaltung   Shimano Sora, 9-fach
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   1,7
Reifen 
 Schwalbe Crazy Bob 54-406
Gewicht (v/h in %**)   49,5 kg (64/36)


Service   2,0
Garantie 
 5 Jahre Rahmen + Gabel
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.772 mm
Lenkerbreite   620 mm
zulässiges Gesamtgewicht   200 kg


Preis    4.099 Euro
Bezug/Info    www.isy.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).


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Testergebnis Johnny Loco E-Cargo Brighton


Johnny Loco  E-Cargo Brighton

Mit maximal 50 Kilo hat das Johnny Loco die geringste zulässige Zuladung unserer Test-Cargos. Der Transporter bietet eine relativ große Ladefläche, ­begrenzt allerdings durch die fest installierte Kindersitzbank. Mit mehr als 20 Kilo sollte man diese jedoch nicht belasten. Bei unseren Tests senkte sich die metallene Ladewanne bereits ab einer Zuladung von 25 Kilo so weit ab, dass sie am Bolzen des Lenkungs­anschlags schliff, der senkrecht am Zentralrohr verschweißt ist; ein Konstruktionsfehler, der bei einem Transportrad nicht vorkommen sollte. Der Shimano Steps-Antrieb und die 7-Gang Nexus-Nabe passen gut zusammen, die mechanischen Scheibenbremsen an der ­Vorderachse sind ausreichend dimensioniert. Auf grobem Untergrund sollte man vorsichtig fahren, die Dämpfung der Fracht hält sich in Grenzen. Auf dem weichen, gefederten Sattel sitzt man aber bequem. Praktisch: Sperrbolzen an den Bremsgriffen verhindern, dass der abgestellte Transporter wegrollt.


Fazit:   Klassische Optik und harmonischer Antrieb. Große Ladefläche, aber wenig Zuladung. Schleifender Lenkanschlag

Johnny Loco  E-Cargo Brighton  


Gesamtwertung*  2,6


Komfort   2,3
Federung
    keine


Sicherheit   2,0
Bremsen 
 Scheibe mechanisch vorn, Rollenbremse hinten
Fahrstabilität   hoch


Antrieb  2,0
Motorsystem/Akku 
 Shimano Steps/418 Wh
Getriebenabe   Shimano Nexus 7-Gang
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   nein


Praxis   5,0
Reifen 
 Kenda Cruiser Reflex 50-507 vorn, 50-559 hinten
Gewicht (v/h in %**)   50,3 kg (68/32)


Service   3,8
Garantie
   2 Jahre
CE   ja


Geometrie
Radstand
   1.230 mm
Lenkerbreite   500 mm
zulässiges Gesamtgewicht   170 kg (Zuladung max. 50 kg)


Preis   4.299 Euro
Bezug/Info    www.johnnyloco.com



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Testergebnis Riese & Müller Packster Nuvinci 60


Riese & Müller Packster Nuvinci 60

Konstruktiv ähnelt das Packster dem Lastenrad-Klassiker von Riese & Müller – dem Load. Beim Packster wurde auf die Hinterradschwinge verzichtet, statt der Gitterrohrkonstruktion sitzen Alu-Kastenprofile unter der Ladefläche. Und: Das Packster ist schwerer. Der Clou: Es gibt das Rad mit zwei unterschiedlichen Ladelängen, entweder mit schmalem Board als Ladefläche oder mit Holzwanne – und für den Kindertransport Sitzbretter und Sicherheitsgurte. Der Bosch-Performance-Mittelmotor harmoniert gut mit der stufenlosen Nuvinci-Nabe, statt Kette ist ein Carbonriemen verbaut. Wer weite Strecken fährt, ordert das Dual-Battery-­System, die Akkukapazität steigt damit auf 1.000 Wh. Das Lenkverhalten ist etwas nervöser als beim i:SY – aber daran gewöhnt man sich schnell. Auch bei hohen Geschwindigkeiten fährt man sehr sicher. Ausrüstung und Verarbeitung sind gut, Federgabel und Parallelogramm-Sattelstütze bieten angenehmen Fahrkomfort.


Fazit:   Sehr gut ausgestattet, starker Mittelmotor. Angenehm sicheres Fahrverhalten. Relativ teuer

Riese & Müller Packster Nuvinci 60


Gesamtwertung*  1,5


Komfort   2,0
Gabel 
 Spinner Grind OS
Federung   Parallelogramm-Sattelstütze


Sicherheit   1,7
Bremsen 
 Scheibe, Tektro Dorado
Fahrstabilität   hoch


Antrieb  1,0
Motorsystem/Akku***
   Bosch Performance CX/500, 1.000 Wh
Getriebenabe   Nuvinci N380
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis  1,2
Reifen 
 Schwalbe Big Ben 55-406 vorn, Schwalbe Super Moto X 62-584 hinten
Gewicht (v/h in %**)   48,2 kg (73/27)


Service  2,3
Garanti
e   5 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand
   1.871 mm
Lenkerbreite   610 mm
zulässiges Gesamtgewicht   200 kg


Preis   6.078 Euro
Bezug/Info    www.r-m.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).


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Schlagwörter: Cargobike E-cargo-bike I_sy Johnny loco Riese & müller Test Transport-rad


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