Test 2017: S-Pedelecs

8 schnelle S-Pedelecs im Highspeed-Test

  • Uli Frieß

Weil man mit wenig Kraft extra flott vorankommt, erweitern S-Pedelecs den Aktionsradius enorm. Motorkraft ist aber nur die halbe Miete, denn ­Konstruktion und Ausrüstung müssen hohen Geschwindigkeiten standhalten. Acht schnelle Pedelecs haben sich unserem Highspeed-Test gestellt.

Mal so richtig Gas geben – mit der eigenen Muskelkraft und einem halben Kilowatt Motorleistung. Wen reizt das nicht? S-Pedelecs versprechen Fahrspaß und können auf längeren Strecken zudem eine sinnvolle ­Alternative zu anderen Verkehrsmitteln sein. Wer mit der schnellen Klasse liebäugelt, muss allerdings umdenken. Denn S-Pedelecs erscheinen zwar wie extraschnelle Fahr­räder, sind rechtlich gesehen aber zulassungs- und versicherungspflichtige Kleinkrafträder. Das bringt einerseits Speed und Lustgewinn, kann andererseits aber auch frustrierend sein. So sind Radwege tabu – aber 45 km/h Höchstgeschwindigkeit wiederum zu langsam, um in der Stadt im Auto­verkehr locker mitschwimmen zu können. Auch als Familien­transporter ist die schnelle Klasse nur bedingt geeignet, denn trotz Einstufung als Kleinkraftrad ist nur eine Person auf dem Rad erlaubt. Selbst im Anhänger dürfen Kinder nicht mitgenommen werden. Da Kleinkrafträder zulassungs­pflichtig sind, sind außerdem Umbauten tabu. Wer etwa Bremsen, Lichtanlage, Sattelstütze oder Laufräder tauschen will, verliert die Betriebserlaubnis. Erlaubt ist lediglich das, was in der Zulassungsbescheinigung auch so ausgewiesen ist – wie beim Auto.

Und doch: Die schnelle Klasse ist sinnvoll. Zwar nicht gerade im geschäftigen Stadtverkehr, denn dort bremst man allzu oft den Autoverkehr aus. Aber Pendler, die auf Landstraßen längere Strecken bewältigen müssen, bekommen mit dem S-Pedelec eine echte Alternative zum Auto. Ganz ohne Anstrengung fährt das S-Pedelec freilich nicht. Wer 45 km/h in der Ebene erreichen will, muss je nach ­Antrieb und Rad mit etwa 120 bis 150 Watt in die Pedale treten. Durchschnittlich trainierte Fahrer können mit dem S-Pedelec auf längeren Strecken im Schnitt 28 bis 35 km/h erreichen. Gegenüber normalen Fahrrädern oder Pedelecs ist das also richtig flott.



Die Testergebnisse dieser S-Pedelecs finden Sie rechts und unten in der Artikelstrecke:

  • Flyer T8.2 HS
  • Hercules Alassio E-45
  • Kalkhoff Integrale i10 Speed
  • Koga E-XLR8
  • Riese & Müller Delite GT Touring HS (E-BIKE Testsieger)
  • Stevens E-Triton 45
  • Stromer ST1X
  • Victoria E-Spezial 10.7

Test 2017: S-Pedelecs

8 Bilder

Weil man mit wenig Kraft extra flott vorankommt, erweitern S-Pedelecs den Aktionsradius enorm. Motorkraft ist aber nur die halbe Miete, denn Konstruktion und Ausrüstung müssen hohen Geschwindigkeiten standhalten. Acht schnelle Pedelecs haben sich unserem Highspeed Test gestellt.



Leichtbau versus Stabilität

Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h waren bis vor kurzem Mopeds und Rollern vorbehalten. Verglichen mit deren Bauart, sind S-Pedelecs viel leichtere Konstruktionen – was nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie deshalb weniger sicher sind. Energetisch betrachtet, ist der leichte Aufbau der ­Räder sogar sinnvoll. Um den auftretenden Kräften bei ­hohen Geschwindigkeiten standhalten zu können, müssen die Speed-Räder jedoch sehr stabil gebaut sein. Denn gegen­über 25 km/h erhöht sich die Bewegungsenergie bei 45 km/h um den Faktor 3,2. Steife Rahmen, robuste Gabeln und ­sichere Lenker, hochbelastbare Laufräder und jederzeit ­sichere Bremsen sind bei S-Pedelecs Pflicht.

Wir waren sehr gespannt, welche konstruktiven Ideen die Hersteller haben, um die hohen Anforderungen an die Räder zu erfüllen. Das Gewicht liefert einen ersten Anhalts­punkt, es ist aber kein durchgängiges Kriterium, das alle ­S-Pedelecs kennzeichnet. Fünf der Testräder wiegen mehr als 26 Kilo, vier sogar mehr als 28. Normale Pedelecs liegen in unserem Test-Durchschnitt bei etwa 24 Kilo. Das leichteste Rad im Test der S-Klasse (Koga E-XLR8) bringt andererseits nur knapp 23 Kilo auf die Waage, überzeugt aber dennoch mit guten Steifigkeitswerten des Rahmens beim Labortest. Den Klassensieg in Sachen Rahmensteifigkeit teilen sich Riese & Müller Delite und Stromer ST1X. Beide erreichen hervorragende Werte. Weniger steif sind dagegen die Rahmen des Stevens Triton und des Victoria 10.7, wobei sich die niedrigen Prüfstandswerte in den Fahrtests nicht negativ auswirken; beide Pedelecs sind auch bei hohem Tempo sehr fahrstabil und gut kontrollierbar.

Durchgängig positiv zu bewerten ist die Ausrüstung mit hochwertigen hydraulischen Scheibenbremsen. Außer beim leichten Koga, das vorne und hinten mit relativ kleinen 160-Millimeter-Scheiben ausgestattet ist, haben alle Räder Scheiben mit 180 Millimetern Durchmesser. Das Hercules Alassio bietet sogar 203-Millimeter-Scheiben an Vorder- und Hinterrad. Auch Vorbauten, Lenker und Sattelstützen bieten bei keinem Modell Anlass zu Kritik.

Kritisch sehen wir bei S-Pedelecs den Verzicht auf Federgabeln. Mit mehr als 40 km/h über grobe Fahrbahn­unebenheiten oder gar durch Schlaglöcher zu holpern, ist zumindest sehr unkomfortabel und kann durchaus gefährlich sein. Einerseits können grobe Schläge aufs Vorderrad einem im Extremfall den Lenker aus der Hand schlagen, andererseits werden Laufräder, Gabel und Rahmen enorm belastet. Wer sich für S-Pedelecs mit Starrgabel entscheidet  – im Test zum Beispiel Koga und Stromer –, sollte, ähnlich einem Rennradsportler, aktiv, konzentriert und kontrolliert im Sattel sitzen, um die Leistung des S-Pedelecs sicher auf die Straße zu bringen.


Leistung gleich Leistung?

Mehr als bei Pedelecs mit Unterstützung bis 25 km/h interessiert bei der schnellen Klasse die Motorleistung. Auch wenn fast alle Hersteller die maximale Nennleistung der Antriebe von 500 Watt ausreizen, gibt es doch deutliche Unterschiede bei der Leistungsentfaltung. Übrigens sind Nennleistung und Maximalleistung zwei Paar Stiefel – das offenbart ein Blick auf die Daten des Bosch-Perfomance-Line-Antriebs. Anders als seine 500-Watt-Konkurenten hat der Motor nämlich "nur" 350 Watt Nennleistung. Und doch bleibt seine Kraft keineswegs hinter der Konkurrenz zurück, im Gegenteil. In unserem Testfeld sind Stevens ­E-Triton, Koga E-XLR 8, Riese & Müller Delite und ­Victoria E-Spezial mit dem Kraftpaket ausgerüstet. Anders der 500-Watt-Panasonic-Motor am Flyer T8.2: Er geizt beim Beschleunigen etwas mit Power, bringt Rad und Radler aber ebenfalls zufriedenstellend auf Höchstgeschwindigkeit. Derby Cycle verbaut an seinem Integrale i10 die letzte Evolutionsstufe des hauseigenen Antriebs Impulse Evo RS Speed und bleibt seiner Philosophie zur Motorabstimmung treu: gute, aber nicht übermäßige Kraftentfaltung, sowie feinfühlige und effektive Schaltunterbrechung. Typisch für den Impulse-­Antrieb ist auch das sehr gute Energiemanagement: Der Antrieb fiel bei unserem Reichweitentest durch einen sehr niedrigem Energieverbrauch auf.

Im Vergleich zu den Mittelmotoren fallen die beiden Hinterrad-Nabenmotoren im Testfeld mit einem spürbaren Leistungsplus auf. Weil keine Reibungsverluste durch Kette, Kettenblätter und Ritzel entstehen, können sie ihre Kraft voll auf die Nabe übertragen. Normalerweise benötigen die ­Direktläufer dafür jedoch mehr Energie als Mittelmotoren. Überrascht hat uns deshalb, dass sich der Energiehunger des Cyro-­Antriebs am Stromer stark in Grenzen hält; er ist nicht größer als bei der Mittelmotor-Konkurrenz. Dagegen saugte der sonst sehr gelungene SR-Suntour-Motor des ­Hercules während unseres Reichweitentests gut 20 Prozent mehr Energie aus dem Akku.

Umstellen muss sich, wer bei S-Pedelecs eine Schiebe­hilfe erwartet, wie man sie von Pedelecs kennt. Die meisten Hersteller ersetzen sie durch eine sogenannte Anfahrhilfe, die das S-Pedelec auf Knopfdruck bis teilweise auf etwa 20 km/h beschleunigt (s. Interview S. 68). Wer den entsprechenden Knopf drückt, sollte tunlichst auf dem Rad sitzen. Wer nebenher läuft, verliert schnell die Kontrolle.


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S-Pedelecs: Die Details der Testräder


Die Details der Testräder:

Beim Stromer ST1X ist das Display ins Oberrohr integriert. Sieht gut aus, zum Ablesen muss man aber den Blick von der Straße nehmen.

Kombischaltung: SRAM kombiniert in der DD3 eine Ketten- mit einer Nabenschaltung. Ihre drei Nabengänge ersetzen ein Dreifach-­Kettenblatt.

Vollfederung: Die aufwendige Hinterrad-Schwinge verwandelt das R & M Delite in eine Sänfte und erhöht damit gleich­zeitig die Fahrsicherheit.

Tagfahrlicht brauchen S-Pedelecs laut StVZO nicht. Weil Dauerbeleuchtung sinnvoll ist, statten viele Hersteller die Räder damit aus.


S-Pedelecs – Spaß oder Angst? Meinung einer Testerin


Meinung einer Testerin: Spaß oder Angst? 


von Anette Jacoby, BIKE Assistenz und begeisterte Dauertesterin

Was das Pedelec-Fahren betrifft, bin ich hin- und hergerissen. Ich durfte bereits diverse S-Pedelecs über mehrere Monate testen und habe damit auch an vielen Sommertagen meinen Arbeitsweg zurückgelegt: mehr als 40 Kilometer vom Land an den ­Südrand von München und zurück. Begeistert hat mich, wie schnell man auch längere Strecken ohne große Anstrengung überwinden kann. Mit Gepäcktasche am Rad lassen sich außerdem kleinere Einkäufe erledigen – eine super Alternative zum Auto. Und wer sich schon einmal mit eigener Pedalkraft und der vehementen Unterstützung aus 500 Watt Motorleistung auf 45 km/h katapultiert hat, weiß: Es macht auch einfach Spaß.

Flott unterwegs: Auf Landstraßen machen die schnellen Räder am meisten Spaß.

Angst macht mir jedoch die mangelhafte Aufklärung anderer ­Verkehrsteilnehmer – egal ob Autofahrer, Fußgänger oder un­motorisierter Radfahrer –, die mit den lautlosen Pedal-Raketen (noch) nichts anfangen können: Fast immer reagieren die Mitmenschen im Straßenverkehr überrascht bis erschrocken. Bei Überhol­vorgängen auf Landstraßen verschätzen sich Autofahrer, weil sie nicht darauf achten, was für ein Rad da vor ihnen fährt, nicht ­wissen, was ein S-Pedelec überhaupt ist (Oh, ein Kennzeichen? Warum??), und nicht damit rechnen, dass ein ganz normal aussehendes Fahrrad in einem Tempo daherkommt, das selbst top trainierte Rennradler nur unter erheblicher Anstrengung er­reichen. Da fühle ich mich auf dem Motorrad sicherer.

In der City würde ich mit dem S-Pedelec nur in Ausnahmefällen fahren – und im sanften Eco-Modus. Das Problem in Städten: Auf der Straße wird man zum Hass-Objekt. Autofahrer hupen einen an und verweisen auf die Radwege – aber die darf man nicht ­benutzen (es wäre für andere Radler und Fußgänger auch lebensgefährlich). Die oberste Regel in der Stadt ist also: defensiv fahren!


Mein Fazit: Wenn die Umstände passen – man wohnt auf dem Land, pendelt über radweglose Landstraßen und arbeitet am Stadtrand – sind S-Pedelecs eine absolute Bereicherung. Wenn E-Bikes künftig hinsichtlich technischer Finessen und Akkus noch zuverlässiger werden, wird neben meinem Mountainbike auch dauerhaft ein S-Pedelec in der Garage stehen. Wichtiger für die Allgemeinheit und zukunftsträchtiger wäre es jedoch, mit den vereinten Kräften von Herstellern, E-Bikern und Gesetzgeber das Tempolimit normaler E-Bikes und Pedelecs von 25 auf 30 km/h anzuheben, um diese Radgattung attraktiver zu machen und ein besseres "Mitschwimmen" im Stadtverkehr zu ermöglichen.

Über Land: Mit S-Pedelecs wirken lange Distanzen halb so weit.


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S-Pedelecs – Was ist erlaubt? Interview mit dem TÜV Süd


Was geht – und was nicht? – INTERVIEW mit Julian Zwick, Tüv Süd

Wie S-Pedelecs ausgerüstet sein müssen und wo man mit ihnen fahren darf, darüber gibt es derzeit widersprüchliche Aussagen. wir wollten es genau wissen und haben beim TÜV SÜD in München nachgefragt.


E-BIKE Welche Art Helm für S-Pedelec-Fahrer vorgeschrieben ist, wird kontrovers diskutiert. Reicht ein Fahrradhelm?
Zwick S-Pedelecs sind wegen ­ihrer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h per Gesetz in Deutschland ganz klar als Kleinkrafträder eingestuft. Wer so ein Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt, benötigt deshalb auch einen Helm wie er für vergleichbare Fahrzeuge, zum Beispiel Motorroller, vorgeschrieben ist.

Sicher ist sicher: Ein normaler Fahrradhelm ist für S-Pedelec-Fahrer nicht aus­reichend. Der Gesetzgeber verlangt einen Helm, der für Kleinkrafträder zugelassen ist 


Wie alt muss man sein, um S-Pedelec zu fahren? Braucht man ­einen Führerschein?
Wegen der Einstufung als Kleinkraftrad braucht man den Führerschein Klasse AM. Dieser ersetzt seit 2013 die alten Klassen S und M beziehungs­weise 4 und 5, man kann ihn mit 16 Jahren machen. Im Auto-Führerschein ist er enthalten.


Auf normalen Pedelecs dürfen Kinder im ­Kindersitz oder Anhänger mitgenommen werden. Gilt das auch für S-Pedelecs?
S-Pedelecs sind bis dato meist nur für eine Person konstruktiv ausgelegt und zugelassen. Um Gewissheit zu haben, hilft ein Blick in die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs, ob ein zweiter Sitzplatz genehmigt wurde. Falls ja, gelten für diesen alle gesetzlichen Anforderungen wie beim konven­tionellen zweisitzigen Kleinkraftrad auch. Dies gilt beispielsweise auch im Hinblick darauf, ob ein spezieller Kindersitz montiert werden darf oder nicht. Im An­hänger eines S-Pedelecs oder klassischen Kleinkraftrads dürfen keine Kinder transportiert werden, da das Personenbeförderungsgesetz, das bei Kraftfahrzeugen gilt, Personen im Anhänger während der Fahrt grundsätzlich verbietet. Es gibt zwar Ausnahmen, diese gelten aber meist nur für Fahrzeuge wie Omnibusse, die dann auch spezielle Anforderungen erfüllen müssen. Normale Lastenanhänger dürfen übrigens nur mit einer für S-Pedelecs bzw. Kleinkrafträder zugelassenen Kupplung ­betrieben werden, deren ­Anbau gewissen gesetzlichen Vorschriften unterliegt und gegebenenfalls in die Fahr­zeug­betriebserlaubnis eingetragen werden muss.


Dürfen S-Pedelecs auf Radwege, die für Mofas freigegeben sind?
S-Pedelecs haben eine Höchstgeschwindig­keit von 45 km/h. Damit sind zumindest die neu zugelassenen Fahrzeuge zu schnell, um auf Fahrradwegen bewegt werden zu dürfen, auch wenn diese für Mofas freigegeben sind. Übrigens dürfen S-Pedelecs auch nicht für Fahrräder freigegebene Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren. Das gleiche gilt für Forst- und Wirtschaftswege, die für Motorfahrzeuge gesperrt sind.

Versichert: Weil S-Pedelecs als Kleinkrafträder eingestuft sind, brauchen sie eine Zulassung und ein Versicherungskennzeichen.


Müssen S-Pedelecs mit Tagfahrlicht und Bremslicht ausgerüstet sein?
Es gelten die Vorschriften für Kleinkrafträder, ein spezifisches, zusätzliches Tagfahrlicht wäre möglich, ist aber nicht verpflichtend. Beleuchtungstechnisch muss das S-Pedelec wie ein Motorroller ausgerüstet sein. Ein Bremslicht ist laut StVZO für zweirädrige Kleinkrafträder mit nationaler Betriebserlaubnis bis 50 km/h nicht erforderlich, aber zulässig. Wenn ein Bremslicht verbaut ist, müssen allerdings Kriterien wie bauart­genehmigte Ausführung, Anbauhöhe oder Beleuchtungs­stärke eingehalten werden.


Viele S-Pedelecs haben eine sogenannte Anfahrhilfe. Sie wird wie die Schiebehilfe beim Pedelec über einen Taster bedient, beschleunigt das Rad aber weit über die beim Pedelec erlaubten 6 km/h hinaus. Wie schnell darf ein S-Pedelec damit selbstständig fahren?
Problematisch ist, dass zulassungsseitig derzeit noch nicht zwischen S-Pedelec und ­E-Bike unterschieden wird. Ob mittels Taster oder Drehgriff, grundsätzlich dürfte das Fahrzeug, da es gesetzlich ein Kleinkraftrad darstellt, damit bis 45 km/h beschleunigt werden. Wohl aus Gründen der Produkthaftung verzichten viele Hersteller jedoch darauf.


Ein Ärgernis kann bei S-Pedelecs der selbsttätig einklappende Ständer werden. Es reicht oft ein kleiner Schubs, und der Ständer klappt am abgestellten Rad ein. Ist das Pflicht oder wäre auch ein Schalter zulässig, der einen Motorstart bei ausgeklapptem Ständer verhindert?
Theoretisch könnte auch ein Motorstopp-Schalter statt des selbst einklappenden Ständers verbaut werden. Es muss sicher­gestellt sein, dass der Antrieb bei ausgeklapptem Ständer nicht aktiviert werden kann – wie beim Motorrad.


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Testergebnis Flyer T8.2 HS


Flyer T8.2 HS

Nicht viele Hersteller ­haben für S-Pedelecs einen Rahmen mit tiefem Durchstieg im Programm, Flyer gehört traditionell dazu. Dass die mögliche hohe Geschwindigkeit den Rahmen über­fordern könnte, muss man beim T8.2 HS nicht befürchten. Das Pedelec überzeugt mit hoher Rahmen­steifigkeit und einer für dieses Rahmendesign sehr guten Gewichtsverteilung. So folgt das Flyer auch bei schnellem Tempo willig und ohne Mucken der gewählten Spur; es ist angenehm wendig und lenkt sich neutral. Der nur wenig gekröpfte Lenker erleichtert die Kontrolle. Damit eignet sich das Rad auch für ­Gelegenheitsfahrer oder Einsteiger in die schnelle Klasse. Auch die relativ aufrechte Körperhaltung und der gute Fahrkomfort tragen dazu bei. Mit dem Speedlifter am Vorbau lässt sich die Lenkerhöhe zudem an  verschiedene Fahrer anpassen. Auch der Panasonic-Antrieb eignet sich gut für Ungeübte, er geht ­sensibel und sanft zu Werke. Gut zum Antrieb passt die kombinierte Naben-/Kettenschaltung von SRAM, sie erweitert das Übersetzungsspektrum bei gleichzeitig kleinen Gangabstufungen deutlich.


Fazit: Unkomplizierter ­Einstieg in die schnelle Klasse. Sehr guter Rahmen mit tiefem Durchstieg, fahrstabil

Flyer T8.2 HS  


Gesamtwertung*  1,6


Komfort  2,1
Gabel   SR Suntour NCX
Federung   Teleskop-Sattelstütze


Sicherheit 1,4
Bremsen 
 Scheibe, Magura MT4e
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  2,0
Motorsystem/Akku*** 
 Panasonic MM/540, 648 Wh
Kettenschaltung/Getriebe   SRAM DD3, 9-fach; 11-34
Schiebehilfe   ja, bis 5 km/h


Praxis   1,8
Reifen 
 Schwalbe Marathon Plus Reflex 40-622
Gewicht (v/h in %**)   28,9 kg (42/58)


Service   1,0
Garantie 
 10 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.208 mm
Sattelhöhe über Grund   1.008 mm
Durchstieghöhe   461 mm
Sitzlänge (min/max)   33/113 mm
Lenkerüberhöhung (min/max)  17/163 mm
Lenkerbreite   620 mm
Rahmengrößen***  45, 50, 55, 60 cm
zulässiges Gesamtgewicht   149 kg


Preis   3.999 Euro
Bezug/Info    www.flyer-bikes.com



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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Testergebnis Hercules Alassio E-45


Hercules Alassio E-45

Zur Erhöhung der Rahmensteifigkeit trägt der Alassio-Rahmen ein zusätzliches Rohr. Daran wird auch der große Akku befestigt, der sich zugleich gut gesichert am Unterrohr abstützt. Der aufwendige Rahmen und der große 670-Wh-Akku steigern das Gewicht: 30 Kilo machen das Hercules nach dem R & M Delite zum zweitschwersten Rad im Test. Der neue SR-Suntour-Nabenmotor im Hinterrad hat jedoch genug Power, die Masse fällt beim Fahren kaum auf. Auch sonst überzeugt der Antrieb mit ungewöhnlich guter Reaktion auf den Tritt ins Pedal. Das Hercules ist auf stabilen Geradeauslauf getrimmt. Es wehrt sich etwas gegen das Einlenken, fährt sich aber noch ausreichend wendig. Gut gefallen haben uns die Sichtfenster zur Kontrolle des Hydrauliköls an den Tektro-Bremshebeln. Weniger gut finden wir, dass die Abdeckung der Motorelektronik keine Dichtung ­aufweist und das Innenleben somit nur unzureichend gegen Feuchtigkeit schützt.


Fazit: Sehr steifer Rahmen und verlässlich stabile Fahreigenschaften. ­Leistungsstarker, gut geregelter ­Hinterrad-Nabenmotor


Alternative: Das Hercules Alassio gibt‘s auch mit Damenrahmen. Mit gleicher Ausrüstung zum gleichen Preis.

Hercules Alassio E-45  


Gesamtwertung*  1,8


Komfort  2,2
Gabel   Suntour MT E-45
Federung   keine


Sicherheit   1,4
Bremsen 
 Scheibe, Tektro Dorado
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  1,7
Motorsystem/Akku 
SR Suntour HR-Nabe / 670 Wh
Kettenschaltung   Shimano Deore XT, 10-fach; 48; 11-34
Anfahrhilfe   ja, bis 18 km/h


Praxis   2,2
Reifen 
 Schwalbe Energizer Plus Reflex 47-622
Gewicht (v/h in %**)   30,0 kg (42/58)


Service   3,5
Garantie   
2 Jahre
CE   ja


Geometrie
Radstand   
1.120 mm
Sattelhöhe über Grund   1.010 mm
Sitzlänge (min/max)   615/689 mm
Lenkerüberhöhung (min/max)  13/101 mm
Lenkerbreite   630 mm
Rahmengrößen***  50, 55, 60 cm
zulässiges Gesamtgewicht  135 kg


Preis   3.999 Euro
Bezug/Info    www.hercules-bikes.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 1/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App ( iTunes   und  Google Play ) laden oder im  DK-Shop   bestellen. 


Testergebnis Kalkhoff Integrale i10 Speed


Kalkhoff Integrale i10 Speed

Die Integration des Akkus ins Rahmenrohr sieht nicht nur gut aus, die Konstruk­tion dürfte auch Anteil an der hohen Rahmensteifigkeit haben. Zusammen mit der perfekten Gewichtsverteilung – jeweils 50 Prozent lasten auf Vorder- und ­Hinterrad – überzeugt das Rad mit agilem und gleichzeitig sehr spurstabilem Fahrverhalten. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten lässt sich das Integrale kaum aus der Spur bringen, was auch das Verdienst der Luftfedergabel ist, die Fahrbahnschlägen wirksam die Härte nimmt, auf kleine Unebenheiten hingegen weniger sensibel reagiert. Sehr gut funktioniert das ­Zusammenspiel des Antriebs mit der XT-Kettenschaltung. Die Sensorik des Impulse-Motors erkennt Gangwechsel im Ansatz und reduziert dafür kurz die Motorleistung. Damit gelingen sehr sanfte Schaltvorgänge. Leider münden die Kabel der Bremslichtschalter in die Magura-Bremshebel und sind bruchgefährdet. ­Insgesamt ein sehr ausgewogenes Rad, das auch für lange Strecken prädestiniert ist.


Fazit: Sehr agil und spurtreu zu fahren, effizienter Antrieb mit Schaltunterbrechung. Klares Design.


Alternative: Auch das Integrale gibt es in einer Damen­version. Mit gleicher Ausstattung zum identischen Preis.

Kalkhoff Integrale i10 Speed  


Gesamtwertung*  1,4


Komfort  2,2
Gabel   RST Puls Air, blockierbar
Federung   keine


Sicherheit   1,2
Bremsen   Scheibe, Magura MT5
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  1,4
Motorsystem/Akku
   Impulse Evo RS Speed/603 Wh
Kettenschaltung   Shimano XT, 10-fach; 44; 11-34
Anfahrhilfe   ja, bis 8 km/h


Praxis   1,6
Reifen 
 Schwalbe Big Ben Reflex 50-622
Gewicht (v/h in %**)   26,2 kg (50/50)


Service   1,0
Garantie 
  10 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.112 mm
Sattelhöhe über Grund   1.018 mm
Sitzlänge (min/max)   634/685 mm
Lenkerüberhöhung (min/max)   -58/56 mm
Lenkerbreite   690 mm
Rahmengrößen***  47, 50, 55, 60 cm
zulässiges Gesamtgewicht  130 kg


Bezug/Info    www.kalkhoff-bikes.com



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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Testergebnis Koga E-XLR8


Koga E-XLR8

Die Sitzposition des E-XLR 8 animiert zum schnellen ­Fahren. Man sitzt relativ ­gestreckt im Sattel, es lastet viel Gewicht auf den Handgelenken und damit auf dem Vorderrad. Damit ist das Koga sehr spurtreu und gleichzeitig recht wendig. Lenkerform und Ergogriffe bringen Hände und Hand­gelenke in eine angenehme Position, die Starrgabel leitet Schläge jedoch fast ungefiltert in die Arme.

Auch deshalb gehört das Koga in die Hände sportlich orientierter Fahrer, die zugunsten des agilen Fahr­verhaltens auf Komfort verzichten können und kleine Unebenheiten mir ihrer Körperspannung abfedern. Wer damit zurechtkommt, erlebt ein Rad, das dank steifem Rahmen, niedrigem Gewicht und ausgewogener Gewichtsverteilung im besten Sinne als handlich gelten kann. Sauber verschliffene Schweißnähte ­sowie die sinnvoll gewählte Ausrüstung runden das Bild des sehr schön verarbeiteten Rades ab. Nicht ­gefallen hat uns die Kabelführung der Bremslichtschalter. Sie münden in den beweglichen Teil des Bremshebels und sind ­damit ständigen Biegebelastungen ausgesetzt, die irgendwann zum Bruch führen können.


Fazit: Sportliches S-Pedelec, hart, aber sehr agil. Leichtes, handliches Rad, sehr schön verarbeitet.

Koga E-XLR8  


Gesamtwertung*  1,8


Komfort  3,1
Gabel   Koga Pinza DB Carbon starr
Federung   keine


Sicherheit  1,6
Bremsen 
 Scheibe, Magura MTE
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  1,9
Motorsystem/Akku 
 Bosch Performance/400 Wh
Kettenschaltung   Shimano SLX, 10-fach; 11-36
Anfahrhilfe   ja, bis 14 km/h


Praxis   1,2
Reifen 
 Vredestein Perfect-E Reflex 40-622
Gewicht (v/h in %**)   22,8 kg (44/56)


Service   3,3
Garantie
    2 Jahre
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.077 mm
Sattelhöhe über Grund   1.002 mm
Sitzlänge   683 mm
Lenkerüberhöhung   -8 mm
Lenkerbreite   620 mm
Rahmengrößen***   50, 54, 57, 60 cm
zulässiges Gesamtgewicht    keine Angabe


Preis   3.999 Euro
Bezug/Info    www.koga.com



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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Testergebnis Riese & Müller Delite GT Touring HS


Riese & Müller Delite GT Touring HS

Das Delite GT Touring ist zwar das teuerste Rad im Test, dürfte aber auch die derzeit konsequenteste Interpretation eines S-Pedelecs sein. Mit Vollfederung, aufwendiger Hinterbauschwinge, Breitreifen und zwei 500-Wh-Akkus ähnelt es mehr einem Kleinkraftrad. Die Konstruktion wirkt sich spürbar positiv aufs Fahrverhalten aus: Das Delite läuft stabil und sicher, fährt sich äußerst komfortabel – und erzielt obendrein eine große Reichweite. Trotz des hohen ­Gewichts von beinahe 32 Kilo lässt sich das Rad spielend bewegen, ist bei hohen Geschwindigkeiten spurtreu und spritzig und auch jenseits der 40 km/h sicher zu kontrollieren. Hier machen sich der steife Rahmen und die sensibel agierende Vollfederung bemerkbar. Das Delite ist bis ins Detail perfekt verarbeitet und allwettertauglich ausgerüstet. Nicht zuletzt das Bosch-Nyon-Display mit Navigationssystem und Fitnessfunktionen prädestiniert das Delite GT Touring für Viel- und Weitfahrer.


Fazit: Innovatives Konzept für die schnelle Klasse. Hoher Komfort auch bei schneller Gangart, perfekt ausgerüstet und verarbeitet

Riese & Müller Delite GT Touring HS   


Gesamtwertung*     1,3


Komfort  1,2
Gabel   Suntour Aion L0-R
Federung   X-Fusion 02


Sicherheit   1,2
Bremsen 
 Scheibe, Magura MT4
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  1,4
Motorsystem/Akku*** 
 Bosch Performance/**500, 1.000 Wh
Kettenschaltung    Shimano SLX, 11-fach; 11-42
Anfahrhilfe   ja, bis 14 km/h


Praxis   1,6
Reifen
  Schwalbe Super Moto-X 62-584
Gewicht (v/h in %**)   31,7 kg (46/54)


Service  2,0
Garantie 
 5 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.217 mm
Sattelhöhe über Grund   1.029 mm
Sitzlänge   669 mm
Lenkerüberhöhung   43 mm
Lenkerbreite   650 mm
Rahmengrößen***   49, 54, 56 cm
zulässiges Gesamtgewicht  140 kg


Preis   6.297 Euro
Bezug/Info    www.r-m.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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Testergebnis Stevens E-Triton 45


Stevens E-Triton 45

Den Spagat zwischen der klassischen Anmutung eines Fahrrads bei ausgewogenem Fahrverhalten und hoher Fahrsicherheit eines schnellen E-Bikes schafft das Stevens im Wortsinn mit Leichtigkeit. Das E-Triton wiegt nur gut 23 Kilo, läuft sehr gut geradeaus und ist wendig zugleich. Auf dem Prüfstand fällt die Rahmensteifigkeit relativ gering aus, dennoch fährt sich das Rad auch bei hohem Tempo sehr sicher und spurtreu. Die gemäßigt sportliche Sitzposition, eine sensible Federgabel, der bequeme Sattel und ein angenehm breiter Lenker machen die Fahrt mit dem Rad angenehm. Wie beim ebenfalls recht leichten Koga beschleunigt der Bosch-Performance-Antrieb ausgesprochen flott. Die Ausrüstung ist hochwertig, die Verarbeitung ebenfalls. Das E-Triton kombiniert sportliche Gene mit hoher Alltagstauglichkeit und eignet sich auch für längere Strecken.


Fazit: Leichtes Pedelec mit sportlich ausgewogenem Fahrverhalten. Ausrüstung und Verarbeitung sind top


Alternative: Die Damen-Version des E-Triton ist identisch ausgestattet und kostet genauso viel wie das Herrenrad.

Stevens E-Triton 45  


Gesamtwertung*  1,8


Komfort   2,2
Gabel  SR Suntour NCX E RLR Air
Federung   keine


Sicherheit  2,0
Bremsen 
 Scheibe, Tektro Dorado
Flattersicherheit   hoch


Antrieb  1,6
Motorsystem/Akku 
 Bosch Performance/500 Wh
Kettenschaltung   Shimano XT, 10-fach; 11-32
Anfahrhilfe   ja, bis 15 km/h


Praxis   1,4
Reifen 
Schwalbe Marathon Green Guard 40-622
Gewicht (v/h in %**)   23,2 kg (48/52)


Service  2,5
Garantie
  5 Jahre Rahmen und Gabel
CE   ja


Geometrie
Radstand
   1.142 mm
Sattelhöhe über Grund   1.006 mm
Sitzlänge   678 mm
Lenkerüberhöhung   58 mm
Lenkerbreite   660 mm
Rahmengrößen***  52, 55, 58, 61 cm
zulässiges Gesamtgewicht  140 kg


Preis   3.699 Euro
Bezug/Info    www.stevensbikes.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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Testergebnis Stromer ST1X


Stromer ST1X

Das Stromer ST1 X richtet sich an sportlich veranlagte Pedelec-Fans. Der sehr ­steife, gedrungen wirkende Rahmen mit kurzem Radstand und die 26-Zoll-Reifen ­machen das Bike ungemein agil. Kehrseite der sportlichen Auslegung mit Starr­gabel und Rennsattel: kaum Fahrkomfort – auch wenn die 55 Millimeter breiten Reifen die schlimmsten Schläge auf Handgelenke und Sitzfleisch dämpfen. ­Das Stromer lässt sich wieselflink um engste Radien zirkeln. Gut zur sportlichen Auslegung passt der Cyro-­Hinterrad-Nabenmotor. Er spricht gut an und läuft nur wenig nach, wenn man zu Treten aufhört. Beim ­beherzten Tritt in die Pedale entfaltet sich die Leistung erst gemäßigt und setzt nach etwa einer halben Pedalumdrehung voll ein; dann geizt der Antrieb nicht mit Kraft und beschleunigt das gut 28 Kilo schwere Pedelec zügig. Das Display haben die Schweizer ins Oberrohr integriert – damit liegt es beim Fahren außer­halb des gewohnten Sichtfelds; zum Ablesen muss man mehr als üblich den Blick von der Straße wenden.


Fazit: Wieselflinker und agiler 26-Zöller mit viel Power. Supersteifer Rahmen, ­dafür eingeschränkter Fahrkomfort


Alternative: Das Stromer ist auch mit Trapezrahmen erhältlich. Mit gleicher Ausrüstung zum gleichen Preis.

Stromer ST1X  


Gesamtwertung*  1,8


Komfort  3,0
Gabel 
 Alu, starr
Federung   keine


Sicherheit   1,3
Bremsen 
 Scheibe, Tektro Dorado
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  1,8
Motorsystem /Akku*** 
 Cyro Drive / 618, 814 Wh
Kettenschaltung   Shimano  SLX, 10-fach; 52; 11-42
Anfahrhilfe   ja, bis 20 km/h


Praxis   2,5
Reifen 
 Schwalbe Ballon Big Ben 55-559
Gewicht (v/h in %**)   28,1 kg (42/58)


Service   3,0
Garantie 
 3 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.065 mm
Sattelhöhe über Grund   1.009 mm
Sitzlänge   681 mm
Lenkerüberhöhung   10 mm
Lenkerbreite   640 mm
Rahmengrößen***  17, 20, 22 Zoll
zulässiges Gesamtgewicht   140 kg


Preis   4.990 Euro
Bezug/Info    www.stromerbike.com



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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Testergebnis Victoria E-Spezial 10.7


Victoria E-Spezial 10.7

Wer ein alltagstaugliches Pendler-Rad sucht, liegt mit dem Victoria E-Spezial richtig. Das sinnvoll ausgestattete und 24 Kilo leichte Rad ist unkompliziert und einfach zu handhaben. Das liegt nicht zuletzt am gut abgestimmten ­Antriebsstrang mit Bosch-Motor und Shimanos XT-Kettenschaltung. Der Rahmen des E-Spezial bringt es zwar nur auf einen geringen Steifigkeitswert, dem guten Fahrverhalten tut das aber keinen Abbruch. ­Geradeaus läuft das Pedelec vertrauenerweckend fahrstabil und spurtreu, auch schnelle Kurvenfahrten verträgt das Victoria, ohne nervös zu reagieren. Die Stärke des E-Spezial ist sein guter Fahrkomfort: Eine bequeme Sitzposition und die sensible Federgabel lassen auch längere Touren nicht zur Tortur werden. Gut gefallen haben uns der sauber verarbeitete Rahmen und der solide Gepäckträger.


Fazit: Unkompliziertes Alltagsrad mit gutem Fahrkomfort. Stimmig ausgestattet und ­sauber verarbeitet


Alternative: Die Damen-Variante des E-Spezial 10.7 ist mit gleicher Ausstattung zum gleichen Preis zu haben.

Victoria E-Spezial 10.7


Gesamtwertung*  1,9


Komfort    2,2
Gabel 
 RST Pulse Remote Lockout
Federung   keine


Sicherheit   2,1
Bremsen 
 Scheibe, Magura MT5
Flattersicherheit   hoch


Antrieb  1,6
Motorsystem/Akku 
 Bosch Performance/500 Wh
Kettenschaltung  Shimano XT, 10-fach; 11-32
Anfahrhilfe  ja, bis 15 km/h


Praxis   1,2
Reifen
   Schwalbe Durano E Reflex 40-622
Gewicht (v/h in %**)   23,8 kg (49,51)


Service   3,0
Garantie 
 5 Jahre Rahmen und Gabel
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.115 mm
Sattelhöhe über Grund   1.014 mm
Sitzlänge (min/max)   648/684 mm
Lenkerüberhöhung (min/max)   56/117 mm
Lenkerbreite   620 mm
Rahmengrößen***  50, 55, 60 cm
zulässiges Gesamtgewicht  130 kg


Preis   3.699 Euro
Bezug/Info   
www.victoria-fahrrad.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 69. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft).
**Prozentuale Gewichtsverteilung Vorderrad zu Hinterrad, gibt Aufschluss über die Schwerpunktlage des Rades.
***Fett gedruckt sind die Werte des Testmodells.


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