Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?

8 stylische Pedelecs im Realitäts-CheckDie Details der Design-E-Bikes im TestTestergebnis Bikeasy SparrowTestergebnis Coboc One SohoTestergebnis Conway EMRetro RaceTestergebnis Diamant Juna Deluxe+Testergebnis Electra Townie Go!Testergebnis Geero Cream SodaTestergebnis M1 SchwabingTestergebnis Neox City

  • Uli Frieß

Vor wenigen Jahren noch mussten stil­bewusste Pedelec-Fahrer in Sachen Optik eher beide Augen zudrücken. Heute gibt es E-Bikes auch in cool. Aber achten Sie das Design-Prinzip „form follows function“? Wir haben acht stylische Pedelecs getestet.

Guter Stil öffnet Türen, heißt es. Und wer Stil hat, zeigt das gern. Dass neben schöner Anmutung auch gute Funktion stilprägend ist, wird dabei manchmal vergessen – und oft gehen Äußerlichkeiten auf Kosten der Qualität. Jenseits subjektiver Schönheitsideale waren wir deshalb gespannt, welche Figur unsere acht Style-Pedelecs unter qualitativen und funktionalen Aspekten machen.

Unsere Testbikes lassen sich grob in drei Gruppen einteilen. Diamant Juna+ und Electra Townie Go fallen in die Kategorie aufgehübschter Klassiker; innovative Ansätze bieten Neox City, M1 Schwabing und teilweise auch Conway EMRetro. Die dritte Kategorie sind stylische Singlespeeder, denen man ihr E-Interieur möglichst nicht ansehen soll.



Diese Design-E-Bikes haben wir getestet:

  • Bikeasy Sparrow
  • Coboc One Soho
  • Conway EMRetro Race (E-BIKE Testsieger)
  • Diamant Juna Deluxe+
  • Electra Townie Go!
  • Geero Cream Soda
  • M1 Schwabing
  • Neox City

Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein?

8 Bilder

Vor wenigen Jahren noch mussten stilbewusste Pedelec-Fahrer in Sachen Optik eher beide Augen zudrücken. Heute gibt es E-Bikes auch in cool. Aber achten Sie das Design-Prinzip "form follows function"? Wir haben acht stylische Pedelecs getestet.



Altbewährt und Innovativ

Das Electra Townie ist ein klassischer Cruiser mit langem Radstand und zurückversetzter Sitzposition. Das Rad ist relativ einfach aufgebaut und hätte mit seiner nicht mehr ganz taufrischen Machart schon vor 15 Jahren im Radladen stehen können. Einzig der kraftvolle Bosch-Performance-Antrieb ist ein Zugeständnis an moderne Technik. Cruiser-Fans werden den Antrieb schätzen, er verleiht dem Townie eine für diese Radgattung ganz neue Dynamik. Das Bäckerrad neu interpretiert hat der Traditionshersteller Diamant. Das Juna+ ist ein Hingucker: schön gestalteter Rahmen, klassische Anleihen bei ­Beleuchtung und Reifen, hübsche Farbpalette. Und: Es beweist, dass eine ­moderne, sinnvolle Ausstattung mit Scheibenbremsen auch an Klassikern harmonisch aussehen kann.

Technischer Innovationsgeist steckt im italienischen Neox City. Das kompakte 26-Zoll-Rad mit bulliger Bereifung überzeugt mit einem neuen Antriebs­konzept: Motor, Achtgang-Getriebe und Antriebsstrang stecken gekapselt in einer Einarmstrebe. Das setzt optische ­Akzente und hat technische Vorteile: Das gesamte Antriebssystem ist vor Witterungs­einflüssen gut geschützt und damit wartungsarm. Die Einarm-Kettenstrebe erlaubt zudem den sekundenschnellen Aus- und Einbau des Hinterrads. Ein weiteres Highlight ist die elektronische Wegfahrsperre. Langzeit­erfahrungen gibt es mit dem innovativen Antriebskonzept allerdings noch nicht.

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Extravagant oder Understatement

M1 Sporttechnik hat sich auf den Werkstoff Carbon spezialisiert. Das hochfeste, leichte Material ermöglicht spannende Konstruktionen, wie den Rahmen des Schwabing ohne durchgehendes Sitzrohr. Dass das Bike trotzdem mehr als 28 Kilo auf die Waage bringt, liegt hauptsächlich am großen und deshalb schweren 880-Wh-Akku. Wer gerne viel PS unter der Haube hat, wird vom Schwabing begeistert sein. Das Cleanmobile-Aggregat dürfte trotz bescheidener Abmessungen der derzeit leistungsstärkste Pedelec-Antrieb sein. Die Nuvinci-Getriebenabe ist allerdings eine Fehlbesetzung. Sie ist mit der Kraft des Antriebs schlichtweg überfordert.

Am EMRetro von Conway finden sich weniger innovative Ideen, aber bewährte und zuverlässige Technik. Das Pedelec fällt durch formschönes Rahmen­design und harmonische Rohrübergänge auf – eigenständig, aber nicht polarisierend. Wer vor der Eisdiele Punkte sammeln, aber nicht auf gute Technik verzichten möchte, findet im Conway ein solides, stilsicher konzipiertes Gefährt.

Bei den Singlespeed-Bikes unseres Testfelds dagegen offenbaren sich deutliche Unstimmigkeiten zwischen Optik und Technik. An dem edlen, akkurat gefertigten Titanrahmen des Bikeasy Sparrow wurden Bremsen aus Campagnolos Einsteigergruppe Veloce montiert. Schlecht abgestimmte Bremshebel und Züge bremsen deren an sich gute Leistung im Wortsinne ein. Die Verzögerung ist also nicht überzeugend – zum Glück ist das Rad mit zwölf Kilogramm ein echtes Leicht­gewicht. Die groben Sechskant-Nabenmuttern wirken am Ende der edlen Titangabel etwas lieblos ausgewählt. Einen ­Kontrapunkt zur sonst so ­fragilen Optik setzt der Zehus Hinterrad-Nabenmotor. Er funktioniert gut, fügt sich mit seinem silbrigen Schimmer gut ein, der große Durchmesser ist jedoch etwas wuchtig für den feinen Rahmen.

Unauffälliger ist da der Antrieb des Coboc One Soho. Seine kleinen Abmessungen unterstreichen den Singlespeed-Charakter. Ihm ist es zu verdanken, dass das Pedelec auch auf den zweiten Blick nur kaum als solches zu erkennen ist. Zudem funktioniert seine Drehmomentsteuerung erfreulich intuitiv. Zwar hat das Coboc keine Markenbremsen, doch sie funktionieren gut – dank hochwertiger Bremshebel und qualitativ guter Bremszüge.

Das Geero Cream Soda schließlich ist zwar kein Singlespeed, gehört aber ebenso in die Hipster-Klasse wie das Sparrow und One Soho. Mit knapp 2.400 Euro ist es das günstigste Pedelec dieses Testfelds. Allerdings wurde auch hier zu Lasten der Funktion gespart. Die Leistung der Felgen­bremsen lässt zu wünschen übrig und das Antriebssystem mit Trittfrequenzsensor bietet nur ein sehr einfaches Bedienteil.

Auswahl: Designbikes gibt’s mittlerweile für jeden Geschmack.


Schön und Gut

Die schöne Erkenntnis: All diese Pedelecs funktionieren, keines hat gravierende Defizite. Die Unterschiede liegen hauptsächlich in der Ausstattung. Während das Conway EMRetro, Diamant Juna+, M1 Schwabing und Neox City erfreulich harmonisch aufgebaut sind, war man bei den Singlespeed-Pedelecs und dem Geero nicht ganz so konsequent. Das Electra Townie ist konstruktiv nicht ganz up-to-date, funktioniert aber gut. Wer seinem Stil nur etwas Speed verleihen möchte, wird bestimmt Spaß haben.



Fazit Uli Frieß, E-BIKE Testredakteur:  "Ohne große Schönheitsfehler: Alle Design-Pedelecs unseres Tests funktionieren, keines hat gravierende Defizite. Die Unterschiede liegen hauptsächlich in der Verarbeitung und der Ausstattung." 


###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Die Details der Design-E-Bikes im Test


DIE DETAILS DER TESTRÄDER:

Schnellverschluss: Am Neox lässt sich nach Abschrauben des großen Handrads das Hinterrad einfach von der Nabe ziehen.

Gut geschützt: Der Verbindungsstecker des Geero-Motor­kabels sitzt in einer Aussparung der Kettenstrebe.

Zugraspel: Der Bremszug des Sparrow reibt an der Einstell­schraube; das erhöht die Bremskraft und sägt am Kabel.


###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Testergebnis Bikeasy Sparrow


Bikeasy Sparrow

Mit dem Sparrow beweist ­Bik­easy, dass man auch leichte Pedelecs bauen kann – mit ­Titan und konsequenter Reduzierung. Kontrapunkt zum fragilen Rahmendesign des Singlespeeders: der wuchtige Zehus-Antrieb im Hinter­rad. Im Gehäuse sitzen die Motorsteuerung und der kleine 160-Wh-Akku. Es gibt weder Bedieninstrument noch Display, die Unter­stützungs­stufen variiert man per Smartphone-App. Damit lassen sich auch zahlreiche weitere Funktionen anzeigen und steuern. Der Antrieb ist trittfrequenzgesteuert und kraftvoll, für einen Nabenmotor aber nicht ­gerade leise. Optisch ist der Rahmen ein Highlight – mit tadel­losem Oberflächenfinish und sauberen Schweißnähten. Allerdings ist die Konstruktion wenig steif. Das und die motorbedingt hecklastige Gewichts­verteilung wirken sich auf das Fahrverhalten aus: Nimmt man die Hände vom Lenker, bringen Fahrbahn­uneben­heiten spürbare ­Unruhe in die Rahmenfront. Ansonsten fährt sich der Singlespeeder ­souverän. Dass das Rad kein Komfortwunder ist, sieht man ihm schon an. Ein echter Schwachpunkt aber sind die Bremsen: Um aus hoher Geschwindigkeit schnell abzubremsen, muss man ordentlich zupacken.


Fazit: Schickes, leichtes Pedelec, dem man sein "E" kaum ansieht – aber anhört. Der Rahmen könnte etwas steifer sein

Bikeasy Sparrow  


Gesamtwertung*  3,2


Komfort  3,5
Gabel 
 Starrgabel Titan
Federung   keine


Sicherheit   3,6
Bremsen
   Felge, Campagnolo Veloce
Flattersicherheit    befriedigend


Antrieb  2,1
Motorsystem/Akku 
 Zehus HR-Nabe/160 Wh
Schaltung   Singlespeed, 45/17
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   nein


Praxis   2,6
Reifen 
 Continental Grand Prix Classic  25-622
Gewicht (v/h in %**)   11,8 kg (34/66)


Service  4,8
Garantie 
 2 Jahre
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 985 mm
Sattelhöhe über Grund   1.028 mm
Sitzlänge   673 mm
Lenkerüberhöhung   -66 mm
Lenkerbreite   500 mm
Rahmengrößen   56 cm
zulässiges Gesamtgewicht   115 kg


Preis   3.499 Euro
Bezug/Info    www.bikeasy.eu



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 2/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App ( iTunes   und  Google Play ) laden oder im  DK-Shop   bestellen. 


###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Testergebnis Coboc One Soho


Coboc One Soho

Freunde sportlicher Singleespeed-Bikes werden das One Soho lieben. Die Sitzposition auf dem Rad ist richtig dynamisch, das Fahr­gefühl auch. Steifer Rahmen, schmale ­Bereifung und ein bequemer, aber harter Rennsattel: Das One Soho ist keine Sänfte – will es auch nicht sein. Optisch tritt das One Soho sehr reduziert auf, auch die Ausrüstung beschränkt sich aufs Nötigste. Der Akku sitzt unsichtbar im etwas voluminöseren Unterrohr des gebürsteten Alu-Rahmens; nur der kleine ­Hinterrad-Nabenmotor verrät, dass sich der Fahrer etwas schieben lässt. Ein Bedieninstrument oder Display gibt es nicht, fünf dezente LEDs am vorderen Ende des Oberrohrs informieren über Akkuladestand und Betriebszustand des Antriebs. Eingeschaltet wird das System mit einem Taster an der Unterseite des Oberrohrs. Der Antrieb bietet nur eine Unterstützungsstufe, doch die ist vollkommen ausreichend – der Drehmomentsensor steuert sensibel. Ansprech-und Abschaltverhalten sind gut, der Motor arbeitet kraftvoll. Beim Anfahren hilft er effektiv über die ersten Kurbelumdrehungen, die bei einem Rad ohne Gangschaltung sonst eher mühsam sind.


Fazit: Das Titelmodell dieser Ausgabe. Der Single­speeder ist extrem sportlich ausgelegt

Coboc One Soho  


Gesamtwertung*  2,4


Komfort  3,6
Gabel 
 Starrgabel Alu
Federung   keine


Sicherheit 2,4
Bremsen 
 Felge, N. N.
Flattersicherheit   hoch


Antrieb  1,9
Motorsystem/Akku 
 Coboc Drive HR-Nabe/352 Wh
Getriebenabe   Singlespeed, 48/17
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   nein


Praxis   2,6
Reifen 
 Continental Grand Prix Classic 622-25
Gewicht (v/h in %**)   13,9 (42/58)


Service   2,8
Garantie 
 5 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand
   990 mm
Sattelhöhe über Grund   1.015 mm
Sitzlänge   659 mm
Lenkerüberhöhung   -105 mm
Lenkerbreite   420 mm
Rahmengrößen***   S, M, L
zulässiges Gesamtgewicht   130 kg


Preis   3.999 Euro
Bezug/Info   
www.coboc.biz



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


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###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Testergebnis Conway EMRetro Race


Conway EMRetro Race

Der Modellname täuscht: ­Weder Rahmenform, Technik noch Fahreigenschaften dieses ­Pedelecs sind retro. Auffälligstes Stil­element ist das leicht geschwungene, stark abfallende Oberrohr, das sich hinter der Sattelstütze teilt und nahtlos in die Sitzstreben übergeht – das wirkt elegant und sportlich zugleich. Im Rahmen­dreieck hängt eine Kunststoffbox, die neben dem Akku etwas Platz für Gepäck bietet. Dämpferelemente gibt es nicht, dafür läuft das 26-Zoll-Rad auf 62 Millimeter breiten Reifen. Pumpt man sie nur mit dem angegebenen ­Minimaldruck auf, genießt man schon dezenten Federkomfort. Die Sitzposition ist sportlich, wegen der ­geringen Lenkerüberhöhung lastet relativ viel Gewicht auf den Handgelenken. Das Gute daran: Die Gewichts­verteilung verschiebt sich etwas nach vorne, das Rad lässt sich gut manövrieren – wendig, aber nicht zappelig. Und: Dank des steifen Rahmenverbunds fährt es sehr spurstabil. Auf der Ausrüstungsliste stehen neben dem Bosch-Performance-Antrieb mit Nyon-Display eine Alfine-Achtgang-Nabe.


Fazit: Elegantes 26-Zoll-Rad mit ausgewogenen Fahr­eigenschaften und hochwertiger Ausrüstung

Conway EMRetro Race (E-BIKE Testsieger)  


Gesamtwertung*  1,7


Komfort  2,5
Gabel 
 Starrgabel Alu
Federung   keine


Sicherheit  1,3
Bremsen 
 Scheibe,  Shimano Deore BR-M615
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb  1,6
Motorsystem/Akku 
 Bosch Performance/500 Wh
Getriebenabe   Shimano Alfine 8-Gang
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   2,2
Reifen
   Schwalbe Super Moto X 62-584
Gewicht (v/h in %**)   25,0 kg (45/55)


Service   2,0
Garantie 
 5 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand
   1.141 mm
Sattelhöhe über Grund   1.024 mm
Sitzlänge   688 mm
Lenkerüberhöhung   2 mm
Lenkerbreite   610 mm
Rahmengrößen***   44, 48, 52, 56 mm
zulässiges Gesamtgewicht   130 kg


Preis   3.999 Euro
Bezug/Info    www.conway-bikes.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


Der komplette Artikel stand in E-BIKE Ausgabe 2/2017. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App ( iTunes   und  Google Play ) laden oder im  DK-Shop   bestellen. 


###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Testergebnis Diamant Juna Deluxe+


Diamant Juna Deluxe+

Mit klassischer Bäckerrad-Optik und nostalgisch designter ­Beleuchtungsanlage schwimmt das Juna erfrischend gutaussehend auf der Retro-Welle. Sinnvolle konstruktive Details wie Verstärkungsbleche zwischen den dünnen, parallel laufenden Oberrohren und Satteltaschen­streben stören den klassischen Stil nicht, sogar die Scheibenbremsen passen ins Bild. Auch die Fahreigenschaften geben keinen Anlass zur Kritik. Der Damenrahmen ist ausreichend stabil, die Gewichtsverteilung sehr gut. Damit fährt sich das Diamant Juna spurstabil und zugleich überraschend agil. Nicht nur optisch ist es ein typisches Stadtrad. Auch Boschs Active-Motor, 400-Wh-Akku und Nexus-Getriebenabe prädestinieren es für Kurzstrecken. Dank voluminöser Bereifung und Teleskopsattelstütze ist der Komfort okay. Der Front­gepäckträger ist praktisch, viel mehr als eine große Handtasche sollte darauf aber nicht transportiert werden – sonst lenkt es sich nicht mehr so gut. Doch auch Satteltaschen gibt es ja im Retro-Look.


Fazit: Gelungener Klassiker mit unkomplizierten Fahreigenschaften und hübscher Optik

Diamant Juna Deluxe+  


Gesamtwertung*  1,9


Komfort  2,5
Gabel 
 Starrgabel Stahl
Federung   Teleskopsattelstütze


Sicherheit  1,8
Bremsen 
 Scheibe, Tektro Vela
Flattersicherheit   hoch


Antrieb  2,0
Motorsystem/Akku*** 
 Bosch Active/400, 500 Wh
Getriebenabe   Shimano Nexus 8-Gang
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   2,2
Reifen   
Schwalbe Fat Frank Kevlar Guard Reflex 50-622
Gewicht (v/h in %**)   26,2 kg (46/54)


Service   1,0
Garantie 
 40 Jahre Rahmen + Gabel
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.156 mm
Sattelhöhe über Grund   968 mm
Durchstieghöhe   569 mm
Sitzlänge   662 mm
Lenkerüberhöhung   80 mm
Lenkerbreite   630 mm
Rahmengrößen***   45, 50 cm
zulässiges Gesamtgewicht  170 kg


Preis   2.599 Euro
Bezug/Info    www.diamantrad.com



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


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###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Testergebnis Electra Townie Go!


Electra Townie Go!

Das Townie überträgt klassische Choppereigenschaften aufs Fahrrad. Der lange Radstand und der weit zurück­gesetzte Sattel rücken das Tretlager nach vorn, die Position der Pedale weit vor der Sattelspitze ist deshalb anfangs etwas ungewohnt. Zum Chopper-Feeling passt auch die aufrechte Sitzposition. Das Townie verführt eher zum gemütlichen Cruisen als zum sportlichen Ritt. Dennoch hat das Pedelec mit dem kräftigen Bosch-Performance-Motor genug Power für flotte Überholmanöver. Federgabel oder Teleskopsattelstütze gibt‘s nicht; die 60-Millimeter-Bereifung und der weiche Sattel bessern den Fahrkomfort zwar etwas auf, trotzdem fährt sich das Rad etwas hart. Konstruktiv ist das Electra relativ einfach gestrickt, auch technisch etwas retro und die Verarbeitung wirkt hier und da etwas nachlässig. Beispielsweise stößt das vordere Schutzblech beidseitig an die Gabel, was beim Fahren unschön klappert.


Fazit: Gemäßigter Chopper, einfach aufgebaut, mit leichten Schwächen bei der Verarbeitung. Potenter Antrieb für flottes Cruisen

Electra Townie Go!  


Gesamtwertung*  2,3


Komfort  2,7
Gabel 
 Starrgabel Alu
Federung   keine


Sicherheit   2,6
Bremsen 
 Rollenbremse Shimano Nexus BR-C6000 F
Flattersicherheit   hoch

Antrieb  1,8
Motorsystem/Akku***   Bosch Performance/400, 500 Wh
Getriebenabe   Shimano Nexus 8-Gang
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   2,4
Reifen
   Schwalbe Balloon Fat Frank 60-559
Gewicht (v/h in %**)   26,6 kg (47/53)


Service   1,0
Garantie 
 15 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand 
 1.210 mm
Sattelhöhe über Grund   926 mm
Sitzlänge   731 mm
Lenkerüberhöhung (min/max)   89 mm
Lenkerbreite   660 mm
Rahmengrößen***  52, 55 cm
zulässiges Gesamtgewicht  135 kg


Preis   2.699 Euro
Bezug/Info    www.electrabike.com



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


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###new-page### Test 2017: Design-E-Bikes - Schöner Schein? Testergebnis Geero Cream Soda


Geero Cream Soda

Wie das Sparrow treibt auch das Geero Cream Soda ein durch die Trittfrequenz gesteuerter Hinterrad­nabenmotor an: Er schiebt, sobald sich die Kurbel dreht. Die Trittkraft spielt dabei keine Rolle, die Motorleistung lässt sich nur über die Unterstützungsstufen regeln. Das Antriebssystem ist relativ simpel aufgebaut, das Bedieninstrument ohne separates Display zeigt nur Akku-Ladestand und Unterstützungsstufe. Ansprech- und Abschaltverhalten des Motors sind in Ordnung, der kleine Antrieb hat ordentlich Power und ist beinahe lautlos. Mit dem Akku im Unterrohr ist das Geero kaum als Pedelec zu erkennen. Ohne zusätz­liche Federelemente fährt sich das Rad entsprechend sportlich. Der Rahmen ist steif und fahrstabil, man fühlt sich auf dem schicken Teil sofort wohl und lässt sich gut gelaunt zum schnellen Fahren verführen. Wer ­Unterstützung schätzt und keinen Hightech-Antrieb braucht, wird begeistert sein – mit einer Einschränkung: Die Bremsen sind für ein so dynamisches E-Bike eigentlich zu schwach.


Fazit: Hübscher Flitzer mit kleinem und kräftigem, aber einfachem Antrieb. Schwächen bei der Bremsanlage


Alternative: Das Geero ist auch mit Damenrahmen erhältlich. Mit gleicher Ausrüstung zum gleichen Preis.

Geero Cream Soda  


Gesamtwertung*  2,7


Komfort  3,3
Gabel 
 Starrgabel Alu
Federung   keine


Sicherheit   2,4
Bremsen
   Felge, Light Weight
Flattersicherheit   sehr hoch


Antrieb   2,3
Motorsystem/Akku 
 Geero HR-Nabe/420 Wh
Kettenschaltung   Shimano Sora, 9-fach; 11-32
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   nein


Praxis   3,3
Reifen
   Kenda KwickRoller Sport  700-32
Gewicht (v/h in %**)   16,4 kg (44/56)


Service   3,0
Garantie
   5 Jahre Rahmen
CE   nein


Geometrie
Radstand
   1.069 mm
Sattelhöhe über Grund   1.002 mm
Sitzlänge   695 mm
Lenkerüberhöhung   -47 mm
Lenkerbreite   630 mm
Rahmengrößen***   54 mm
zulässiges Gesamtgewicht   100 kg


Preis   2.399 Euro
Bezug/Info    www.geero.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


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M1 Schwabing

Der Carbonrahmen des Schwabing von M1 Sporttechnik ist ein Hingucker: Das Sattelrohr wurde weggelassen, die Sattelstütze steckt im oberen Ende der massiven Sattelstreben. Der Sattel scheint überm Tretlager zu schweben. Trotzdem ist die Konstruktion sehr steif, das Fahrgefühl sehr stabil. Unser Testrad ist ein gedrosseltes S-Pedelec, sein Cleanmobile-Antrieb schiebt in der höchsten Unterstützungs­stufe brachial an, um dann bei etwas über 25 km/h unvermittelt die Arbeit einzustellen. So fühlt man sich etwas ausgebremst. Der kraftvolle Antrieb passt sicher besser zur S-Pedelec-Version des Schwabing. Mit der stufen­losen Nuvinci-Nabe haben die Konstrukteure daneben gegriffen: ­Unter Last lässt sie sich gar nicht schalten. Nimmt man die Tret- und damit Motorkraft zurück, gelingt zwar ein Übersetzungssprung, von stufenlos kann jedoch keine Rede sein. Die Nabe ist mit der Power des Motors schlicht überfordert. ­Ansonsten ist das Schwabing sinnvoll und hochwertig ausgestattet, ein Carbonriemen ersetzt die Kette.


Fazit: Interessantes Rahmenkonzept trifft brachiale Motorkraft. Tolle Ausstattung – nur leider passt die Automatiknabe nicht zum Antrieb

M1 Schwabing  


Gesamtwertung*  1,8


Komfort   2,8
Gabel 
 Starrgabel Carbon
Federung   keine


Sicherheit  1,4
Bremsen
   Scheibe, Magura MT5
Flattersicherheit    sehr hoch


Antrieb  1,6
Motorsystem/Akku*** 
 Cleanmobile/880, 1.100 Wh
Getriebenabe   Nuvinci N380
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   2,3
Reifen
   Schwalbe Balloon Big Ben 50-622
Gewicht (v/h in %**)   28,6 kg (43/57)


Service   1,8
Garantie 
10 Jahre Rahmen
CE   ja


Geometrie
Radstand
   1.153 mm
Sattelhöhe über Grund   1.001 mm
Durchstieghöhe   473 mm
Sitzlänge   715 mm
Lenkerüberhöhung   71 mm
Lenkerbreite   660 mm
Rahmengrößen***   M, L
zulässiges Gesamtgewicht  130 kg


Preis   6.399 Euro
Bezug/Info    www.m1-sporttechnik.de



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


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Neox City

Auffälligstes Merkmal des Neox ist die voluminöse Einarm-Kettenstrebe. Sie versteckt Motor, Schaltgetriebe und Antriebsstrang in einem Gehäuse. Der Clou: Das Hinterrad lässt sich nach Lösen einer einzigen Schraube einfach von der Achse abziehen. Innovativ ist das integrierte Schaltgetriebe, das direkt am Motor ange­koppelt ist. Es lässt sich vom Lenker aus elektromechanisch schalten. Die Gangabstufung erscheint allerdings etwas weit, und beim Runterschalten muss man dem Getriebe etwas Zeit geben, bis der Gang einrastet. Einen guten Diebstahlschutz bietet die im Antriebssystem integrierte Wegfahrsperre: Ohne die vorherige Eingabe der richtigen PIN bleibt das Antriebssystem im Freilauf und das Rad ist nicht fahrbar. Wegen des voluminösen Unterrohrs mit integriertem Akku ist der Unisex-Rahmen sehr steif, das Rad läuft spurstabil, die kleinen 26-Zoll-Reifen machen es schön agil. Auch der Komfort kommt auf dem Neox nicht zu kurz: Mit Federgabel, Breitreifen und sehr gutem ­Sattel lassen sich auch längere Strecken bequem bewältigen.


Fazit: Innovativer Italiener mit gekapseltem, einteiligem ­Antriebsstrang. Komfortabel, spurstabil und agil

Neox City


Gesamtwertung*  1,8


Komfort  2,1
Gabel 
 SR Suntour
Federung   keine


Sicherheit   1,7
Bremsen
   Scheibe, Tektro Auriga
Flattersicherheit   hoch


Antrieb  2,1
Motorsystem/Akku 
 Neox Mittelmotor/500 Wh
Getriebenabe   Neox integriert, 8-Gang
Anfahr- bzw. Schiebehilfe   ja


Praxis   2,2
Reifen 
Vittoria Tattoo Light  58-559
Gewicht (v/h in %**)   26,3 kg (46/54)


Service   1,0
Garantie
   5 Jahre Rahmen + Antrieb
CE   ja


Geometrie
Radstand
   1.103 mm
Sattelhöhe über Grund   1.008 mm
Durchstieghöhe   606 mm
Sitzlänge   678 mm
Lenkerüberhöhung   4 mm
Lenkerbreite   670 mm
Rahmengrößen***   48 cm
zulässiges Gesamtgewicht   130 kg


Preis   4.590 Euro
Bezug/Info    www.myneox.it



*Das E-BIKE-Urteil ist preisunabhängig, Gewichtung der Einzelnoten siehe Tabelle Seite 58. Notenschlüssel nach Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). 


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Schlagwörter: Bikeasy Coboc Conway Design-E-Bike Design-Räder Diamant Electra Geero M1 Neox Test


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