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Test: E-Stylebikes

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  • Uli Frieß

Immer mehr Pedelecs wollen nicht nur umweltfreund­liches Nutzfahrzeug sein, sondern auch ein Statement guten ­Designs. MYBIKE klärt, wie Stil und Funktion zusammengehen. Acht Style- und Designbikes im Test

Radfahren ist nicht nur Mittel zum Zweck, es ist auch eine Lebenseinstellung. Denn ob Lastesel, Alltagsvehikel oder Sportgerät, das Fahrrad ist eines der einfachsten und gleichzeitig vielseitigsten Fortbewegungsmittel. Es existiert in unterschiedlichsten Varianten und Ausprä­gungen, und selbst Individualisten unter den Fahrradfahrern haben heute die Qual der Wahl. Liebhaber ausgefallener Formen, Puristen und technikbegeisterte Exzentriker stoßen auf ein breites Angebot an originellen Fahrmaschinen. Schön ist, dass Design- und Stylebikes heute meist alltagstauglich und sicher sind. Das war nicht immer so. Dass sich ausgefallenes Design und hochwertige, erprobte Ausrüstung nicht ausschließen, haben viele Hersteller erkannt; und seit gutes Design auch mit elektrischen Antrieben kombiniert wird, haben sich Gestaltungsvielfalt und Alltagstauglichkeit weiter erhöht.

E-Bikes mit Stil – für Alltag und Sport

Die Pedelecs unseres Tests lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Myboo Volta, Schindelhauer Heinrich und Bulls Sturmvogel sind individuell gestaltete, alltagstaugliche Räder mit hohem Nutzwert. BMC Alpenchallenge, Rotwild R.T+ Tour und Cannondale Quick Neo sprechen sportlich orientierte Fahrer an. Für Singlespeed-Fans gibt’s das Brooklyn von Coboc und das TXE Urban von Rabeneick.

Unabhängig von ihrer jeweiligen Ausrichtung sind die Testräder hochwertig ausgerüstet. Alle Pedelecs verzögern mit hydraulischen Scheibenbremsen, eine Lichtanlage fehlt nur am Coboc Brooklyn. Mit batterie- oder akkugespeistem Front- und Hecklicht darf das Brooklyn aber auch bei Dunkelheit auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Stabile Vorbauten, Lenker und Laufräder fehlen ebenfalls an keinem Rad. Dass die Stromer recht individuell aufgebaut sind, lässt sich unter anderem an den vertretenen vier unterschied­lichen Antrieben ablesen.

Unterschiedliche Antriebssysteme

Marktführer Bosch ­dominiert in diesem Test ausnahmsweise nicht. Selten, aber für den Einsatzzweck folgerichtig ausgewählt sind die unscheinbaren Hinterrad-Nabenmotoren der Eingang-Räder von Coboc und Rabeneick. Beide Bikes sind für kurze Strecken in der Stadt konzipiert. Die kleinen Aggregate bringen zwar nicht die Leistung von Brose, Bosch, Shimano und Co., beschleunigen die leichten Pedelecs aber ausreichend gut. Beim Gewicht ist das Coboc übrigens fast unschlagbar: Nur 14 Kilo machen es zu einem der leichtesten Pedelecs auf dem Markt, wofür es aber auch auf Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer verzichtet. Das Rabeneick ist umfangreicher ausgestattet und somit alltagstauglicher; Gates-Riemen und eine Übersetzung von 55/20 stellen aber auch hier einen typischen Singlespeed-Antrieb dar.

BMC, Cannondale und Rotwild sind typische Fitness-Pedelecs. Rahmengeometrien, Antriebe und Schaltgruppen prädestinieren die Räder für die Fahrt auf kurzen und mittleren Strecken. Längere Touren sind nicht ihre Stärke, dafür sind sie nicht komfortabel genug ausgelegt. Auch das Dämpfer­element im Hinterbau des BMC verbessert den Fahrkomfort mit zehn Millimeter Federweg nur geringfügig. Für längere Ausflüge eignet sich das Rotwild R.T+ Tour mit sensibel ansprechender Federgabel und voluminösen Reifen noch am besten, die sportliche Sitzposition schränkt die Tourentauglichkeit jedoch spürbar ein.

Exot – MyBoo Pedelec aus Bambusrohren

Mit einem interessanten und ­per se nachhaltigen Rahmenmaterial stellt sich das Myboo Volta der Konkurrenz. Der Rahmen aus Bambusrohren entsteht dort, wo der Rohstoff wächst, in Ghana. Die Rohre verbinden in Harz getränkte Hanfseile durch eine spezielle Wickeltechnik miteinander. Nachdem das Harz getrocknet ist, werden die Wicklungen von Hand verschliffen. Technische Vorteile bringt der nachwachsende Rohstoff zumindest in der Gestalt dieses Fahrradrahmens nicht mit sich, der Rohrverbund ist nicht besonders verwindungssteif, und er macht das Rad auch nicht erkennbar leichter. Das Sturmvogel von Bulls ist zwar noch schwerer, dafür aber auch deutlich fahrstabiler; mit dem zusätzlichen Front-Gepäckträger bietet das robust-modern gestaltete Bike beinahe schon Transportrad-Qualitäten. Ein Frontträger findet sich auch am Schindelhauer-Bike, das damit optisch Anleihen beim klassischen Bäckerrad nimmt; sitzt man im Sattel, entpuppt sich das „Heinrich“ hingegen als sportiver Flitzer, auf dem man relativ flach und gestreckt sitzt und vom potenten Antrieb zum Schnellfahren animiert wird. Damit zeigt das Schindelhauer beispielhaft, dass hochwertige Technik und anspruchsvolles Design sich problemlos kombinieren lassen.

Die E-Stylebikes im Test

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Den kompletten Vergleichstest der acht E-Stylebikes inkl. aller Testurteile und Einzelbewertungen können Sie unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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Schlagwörter: E-Bike Test

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