Test: Baukasten-Räder

Custom-made: nach individuellem Kundenwunsch gebaut

Aus einem einzigen Basismodell kann Vieles werden: Cross- oder Reise-, Spaß- oder Alltagsrad. „Baukasten-System“ heißt der Weg zum individuellen Traumrad. TREKKINGBIKE hat acht Baukästen unter den Deckel geschaut.

Jörg Spaniol am 27.04.2006
Test: Baukasten-Räder
Daniel Simon

Immer samstags morgens, wenn der Radladen am vollsten ist, blockiert unweigerlich ein „Ja-Aber-Typ“ stundenlang den Verkäufer. Der Ja-Aber-Typ will ein möglichst billiges Serienrad, aber ohne die Mogelteile. Wenn das nicht gerade die Speichen sind, erfüllt der Verkäufer den Wunsch. Dann missfällt dem wählerischen Radler die Lenkerform und er diskutiert über die Kosten für Austausch und Rücknahme. Ausführlich. Und mit vielen „Ja, abers“. 

Als der Ja-Aber-Typ das massenkompatibel silbergrau lackierte Rad in dunkelgrün haben will, haben die Sonderwünsche den Preis des ursprünglichen Serienrades bereits verdoppelt (und die anderen Anwesenden bis kurz vor einen Lynchmord getrieben). Viel geschmeidiger wäre die Transaktion verlaufen, hätte der Radhändler gleich den Katalog einer Baukasten-Marke gezückt. Deren Versprechen: Das individuell passende Rad, vom Lenker bis zum Reifen, bisweilen sogar in Wunschfarbe. So etwas kann man auch als kompletten Einzelaufbau bekommen – hierbei wird jede Schraube einzeln ausgesucht und entsprechend berechnet.

Wer sich die Mühe macht, in einem Katalog den Preis seines aktuellen Rades aus Einzelteilen aufzuaddieren, sieht jedoch schnell: Das wird teuer, und es wird schwierig. Passt das Innenlager zur Kurbel? Der Bremsgriff zur Schaltung? Diese Arbeit nehmen die Baukasten-Marken ihren Kunden ab. Die meisten komponieren ein möglichst sinnvolles Komplettrad als Verhandlungs-Grundlage und lassen an bestimmten Stellen dem Kunden freie Wahl.

Die Räder im Test:

Maxcycles Roadster 2x8 GT

Maxx Roadmaxx

Patria Falcon

Red Bull Blackforest-5

Simplon Nimbus

Sinus Nevada

Steppenwolf Tao SL

Utopia Speedster


 

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Jörg Spaniol am 27.04.2006

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