Test Top-Räder 2018: Contoura Freejack

Mach mir einen Plan!

Das Freejack ist nicht nur ein leichtes Tourenrad, sondern ein planvolles Konzept: Gleich vier verschiedene Modelle lassen sich aus einer Plattform realisieren.

Jochen Donner am 09.01.2018
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Daniel Simon

Die Ausstattungsliste ist endlos lang, die der Modellvarianten des neuen Freejack-Konzepts aus Hoya in Niedersachsen umfasst acht Seiten: Aus eins mach vier – der verführerische Gedanke, ein einmal konsequent durchdachtes und maximal vielseitig gerüstetes Rahmen-/Gabel-Set in vier eigenständige Modelle zu verpacken, nutzt Ressourcen sinnvoll aus und beschert dem Fachhändler eine Plattform aus einer Hand, mit der er gut 60% der meistverkauften Fahrradtypen abbilden kann.

Das „normale“ Freejack ist ein voll StVO-ausgestattetes Alltagsrad.

Der Freejack Scrambler als Tourer mit Ketten- oder Nabenschaltung bis hin zur Rohloff, das Freejack Cross ein reduzierter, sportlicher Kettenschalter für leichte Offroad-Einsätze, und schließlich das leichte Speed für sportliche Pendler und Tourenfahrer.

Aus 13 Schaltungen kann man Kettenschaltungen mit 1x10, 1x11 oder 2x11-Stufung sowie Nexus-, Alfine- oder Rohloff-Naben mit Ketten- oder Gates-Antrieb auswählen. 15 Pulver-Farben stehen zur Wahl, mannigfaltige weitere Optionen bei Licht, Sattel, Lenkern, Griffen. Für Entscheidungsschwache der pure Graus! Der Händler führt durch den Dschungel, der Kunde zahlt günstig kalkulierte Preise und hat immer die Option, auch nachträglich wieder umzurüsten.

Im Tourenrad „Speed“ konnten wir die Theorie mal testen:

Der Rahmen ist sauber verarbeitet, die vielen Optionen sind klug und optisch nicht zu penetrant untergebracht. Das Speed platziert seinen Fahrer sportlich, mit leichter Streckung, mit Sattel auf Lenkerniveau. Auffällig ist die leichtgängige Lenkung, die dem 12 Kilo leichten Rad einen spielerischen Charakter verleiht. Der Freejack liegt gut in der Hand und hängt gleichermaßen gut am Gas: Leichte Laufräder, Reifen und eine knackige Deore 1x10-Schaltung sorgen für stürmischen Vortrieb. Die Übersetzung ist leicht ausgelegt, der schwerste Gang kommt bei leichtem Rückenwind schon in der Ebene zum Einsatz. Hochwertige Magura-Discs bremsen erfolgreich wieder ein, falls das Temperament mit einem durchgeht. Leichte, aber etwas schmale Alubleche, ein solider Racktime-Markenträger mit Snap It-System für Korb oder Taschen und die dezente, aber sehr helle Akku-Lichtanlage von Busch & Müller schaffen praxisnahen Mehrwert für den Alltag. So gesehen, macht der Freejack richtig Lust, auch seine anderen Brüder kennenzulernen.

Die anderen Top-Räder im Test finden Sie hier


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 1/2018. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App (iTunes  und Google Play ) laden oder im DK-Shop  bestellen.

Jochen Donner am 09.01.2018

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