Test Top-Räder 2018: Riese & Müller Packster 40 HS

Statt VW Golf

Für junge Familien in Suburbia ist das vielseitige Riese & Müller E-Lastenrad eine Alternative zum Zweitwagen. Das Packster kann fast alles genau so gut.

Jochen Donner am 09.01.2018
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Daniel Simon

Morgens die Kids zum Kindergarten, dann in die City ins Büro. Mittags ein Außentermin am Stadtrand, abends noch zu Supermarkt und Getränkeshop, dann ab nach Hause. Nun ist endlich Ruh’ – das Lastenrad Packster 40 hängt am Ladekabel, die Beine erholen sich auf dem Sofa. Dieses tägliche Hin und Her, das bisher stets ein Auto erfordert hat, erledigt sich mit dem kompakten und lastentauglichen E-Bike Packster 40 von Riese & Müller deutlich entspannter. Parkplatzsuche und CO2-Ausstoß entfallen, der Fahrer sitzt an der frischen Luft und bewegt sich beim Radeln. Ein Boschmotor bringt ihn und das 39 Kilo schwere Gefährt auf Touren, alternativ mit Limit 25 km/h oder mit Highspeed-Motor und 350 Watt Leistung bis 45 km/h. Dann jedoch wird ein Versicherungskennzeichen fällig und alle Fahrradwege fallen als Spielfeld aus: Radwege ohne Zusatz "Mofa frei" sind genauso tabu wie Einbahnstraßen mit Zusatz "Fahrrad frei", der schnelle Schlenker oder Abkürzungen durch Parks und über Waldwege. Das ist schade.

Die Fahrt mit dem E-Lastenrad Packster macht wirklich Spaß

Mit 2,35 Metern Länge ist das Rad noch gut manövrierbar, wobei das Vorderrad durch sein Lenkgestänge nach rechts einige Grad stärker einschlägt als nach links (ca. 45° zu 35°). In Fahrt dreht die Lenksäule allerdings extrem leichtgängig und mit leichter Verwindung, sodass bei einhändiger Fahrt schnell ein leichtes Aufschaukeln beginnt. Die Federgabel vorn, eine Parallelogramm-Sattelstütze und fette Reifen bügeln Unebenheiten aus.

Ein cleverer Trick ist die Dual-Battery-Technik

Hier hängen zwei 500 Wh-Akkus aneinander, die nacheinander entladen werden. Im Display werden beide Ladezustände permanent angezeigt. So kommt man laut Mitgründer und -Inhaber Heiko Müller schon mal eine ganze Woche ohne Nachladen aus. Eine konkrete Reichweite lässt sich kaum ermitteln, auch der Hersteller vermeidet Kilometerangaben. Zu unterschiedlich sind Faktoren wie eigene Tretleistung, Landschaftsprofil, Fahrbahnbeschaffenheit, Gegenwind oder Reifendruck. Mit seiner cleveren Ausstattung wie stufenloser Nabenschaltung, wartungsarmem Riemenantrieb, superheller Front- und Rückleuchte, kräftiger Scheibenbremse und stabiler 2-Bein-Stütze ist der Packster 40 in der 25 km/h-Version wohl die Ideal-Version: Ihm stehen alle Fahrradwege offen. Und damit jede Menge Fahrspaß!

Die anderen Top-Räder im Test finden Sie hier


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 1/2018. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App (iTunes  und Google Play ) laden oder im DK-Shop  bestellen.

Jochen Donner am 09.01.2018

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