Test: Top-Räder 2018

Sternstunden

Alle Klassen, alle Preise: Intensiv hat sich die Test-Redaktion mit ersten 2018er Bikes beschäftigt. Und dabei klare Trends und auch gleich ein paar Stars des kommenden Fahrrad-Jahrgangs entdeckt. Unsere zehn Testräder zeigen, wo es 2018 langgeht.

Jochen Donner am 16.01.2018
Rabeneick
Daniel Simon

Man muss kein Sternendeuter sein, um festzustellen: Auch, wenn das Fahrrad ein wenig unter den Druck boomender E-Bikes geraten ist, gibt es noch sinnvolle Innovationen, die die geniale mechanische Maschine voranbringen und verbessern. Viele Ressourcen der Bike-Branche fließen noch immer primär in den Bereich der Elektromobilität. Viele Hersteller dünnen ihr Angebot bei regulären Fahrrädern aus, konzentrieren sich auf lukrativere Felder wie eben beispielsweise Pedelecs.

Doch andere packen genau jetzt an: Neue Modelle basieren auf universell nutzbaren Rahmen, die mit Laufrädern verschiedener Größen unterschiedlichste Einsatzbereiche abdecken.

Fotostrecke: Die Top-Räder 2018

Dass Scheibenbremsen zum Standard wurden, erlaubt das Spiel mit Laufradgrößen, aber auch Reifendimensionen, was vor allem im Rennradbereich zum stark wachsenden, manchmal gar wild wuchernden Segment „Gravel“ führt. Davon wiederum wird ganz stark der Randonneur als schnelles, robustes Vielfahrer-Rad neu inspiriert. Das Bergamont RD oder der Titan-Gravel-Randonneur von Boettcher belegen das.

Auch bei Tourenrädern machen letztlich oft dicke oder dünne Reifen den Unterschied: Mit der Ausweitung des Reifenangebots in den Größen 27,5 und 28 Zoll machen vor allem Reifenhersteller durch immer leichtere und sportliche Pneus agile Fahrleistungen trotz großer Volumina und universeller Profile möglich. Und damit neue Fahrradmodelle wie Winoras Nevada oder Giants Toughroad. Hartje baut mit einer Vielzahl verschiedener Laufräder, Schaltungen aller Art und weiterer Ausstattungs-Schmankerl gleich vier verschiedene Varianten eines einzigen Modells auf. Auch Canyon mit der Commuter- oder Ghost mit der Square-Serie haben einen ähnlichen Ansatz.

Und dann dürfen wir noch eine kleine Titan-Renaissance feststellen: Nicht nur erstaunlich günstige, sondern auch erstaunlich teure Räder gehen gut. Er hatte nicht unrecht, der Lateiner: Per aspera ad astra – Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen!


Hier geht’s zu den Einzel-Tests:

Randonneur Bergamont Grandurance RD

Gravelbike Boettcher Titanium Gravel 

Designbike Canyon Commuter AL 4.0

Leichtes Tourenrad Contoura Freejack Speed

Pinion-Reiserad Falkenjagd Hoplit PI Plus

Sportliches Crossrad Ghost Square Cross 6.8

Robustes Tourenrad Giant Toughroad SLR EX

Schickes Stadtrad Rabeneick TX7

E-Lastenrad Riese & Müller Packster 40 HS

All-Terrain-Bike Winora Nevada


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 1/2018. Sie können die Ausgabe in der MYBIKE-App (iTunes  und Google Play ) laden oder im DK-Shop  bestellen.

Jochen Donner am 16.01.2018

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