Die richtige Körperhaltung beim Radfahren

Angelika Urbach

 · 08.11.2013

Die richtige Körperhaltung beim RadfahrenFoto: Daniel Simon
Die richtige Körperhaltung beim Radfahren.

Die Harmonie zwischen Mensch und Maschine. Ergonomen nehmen den Menschen so wie er ist – und passen die Maschine an ihn an. Wer unter dem Aspekt der Gesundheit Fahrrad fährt, sollte sorgfältig auf eine korrekte Körperhaltung achten.

Wer auf Tour unter Beschwerden wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Schmerzen leidet, findet eine Vielzahl von Produkten, die gezielte Abhilfe versprechen: Multipositionslenker, die einen kurzfristigen Positionswechsel zur Entlastung des Rückens erlauben; Griffe mit Flügelchen, die den empfindlichen Ulnarnerv an der Handaußenseite schonen und Beschwerden im Ringfinger und im kleinen Finger vorbeugen; individuell angepasste Schuheinlagen, die ein Absinken des Fußgewölbes und damit auch Taubheitsgefühle in den Zehen verhindern; Sättel in vielfältigen Formen und mit unterschiedlichen Dämpfungsmaterialien, die mehr Komfort beim Sitzen versprechen. Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortführen. Die meisten dieser Produkte machen für Radfahrer durchaus Sinn. Das einzige Problem dabei ist: Wer sie alle an sein Rad schraubt, besitzt noch lange kein ergonomisches Fahrrad. Ob das Velo unter ergonomischen Gesichtspunkten zu seinem Fahrer passt, bestimmen genau drei Punkte und deren Lage zueinander im Raum: Sattel, Griffe und Tretlager. Erst wenn die Winkel und Längenmaße dieses Dreiecks zum Körper des Fahrers passen, kann sich ein Aha-Erlebnis einstellen.

Verlagssonderveröffentlichung

„Die richtige Rahmenhöhe in Verbindung mit einem Multipositionslenker reicht dazu nicht aus“, warnt Ergonomie-Expertin Juliane Neuß. Vielmehr gehe es darum, die Geometrie des Rades so an seinen Besitzer anzupassen, dass auch auf langen Strecken keine Fehlhaltungen entstehen. Eine ergonomisch korrekte Sitzposition orientiert sich ausschließlich an den Winkeln, die Rumpf und Gliedmaßen auf dem Rad einnehmen können“, sagt Juliane Neuß. Weil jeder Körper andere Proportionen besitzt und unterschiedlich kräftig bzw. beweglich ist, muss das Rad an seinen Besitzer individuell angepasst werden.

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