FitnessWelcher Motivationstyp sind Sie?

Anja Reiter

 · 14.05.2021

Welcher Motivationstyp sind Sie?Foto: Adobe Stock

Die Mentaltrainerin unterscheidet vier Haupt-Motive, warum sich Menschen bewegen. Wer die Quelle der eigenen Motivation kennt, kann den inneren Schweinehund am besten austricksen. Eine kleine Typologie der Motivation.

INTRINSISCHE MOTIVATION
„Wer intrinsisch motiviert ist, schwingt sich gerne auf das Fahrrad, weil ihm die Bewegung Spaß bereitet , erklärt Alexandra Albert. Die sportliche Betätigung wird von positiven Emotionen wie Lust, Spaß oder Genuss begleitet. Schon während der Trainingseinheit werden intrinsisch motivierte Personen belohnt, weil ihr Gehirn Dopamin, Serotonin und Endorphine ausschüttet. Extrinsische Quellen der Motivation wie Wettbewerb oder Gewichtsreduktion sind für diesen Typen nicht unbedingt nötig. Bei Mischtypen können sie die Motivation aber zusätzlich verstärken.

SOZIALE MOTIVATION
Bei dieser Form der Motivation überwiegt der Aspekt des sozialen Miteinanders. „Menschen mit sozialer Motivation fällt es leichter, ein Ziel zu erreichen, wenn sie es als Teil einer Gruppe verfolgen können“, so Alexandra Albert. Wer sozial motiviert ist, sollte sich am besten mit anderen verabreden – ob zum Training, zum gemein samen Ausfug oder zum Fahrradpendeln. Die Corona-Pandemie macht das freilich schwierig. Hier gilt es kreativ zu werden: Warum rufen Sie Ihren Trainingspartner nicht einfach vom Hometrainer aus an?

LEISTUNGSMOTIVATION
Sie fühlen sich besonders motiviert, wenn Sie sich im Training oder Wettkampf mit einem Kumpel oder einer Kollegin messen können? Sie vergleichen gerne, wie sich die Zahl Ihrer gependelten Kilometer im Vergleich zum Vorjahr verändert hat? Wahrscheinlich überwiegt bei Ihnen das leistungsorientierte Motiv. „Diese Menschen finden Spaß an Anstrengung und sportlichen Herausforderungen und streben nach Erfolgserlebnissen in Form von sportlichen Bestleistungen, so Alexandra Albert. Eine Motivationssteigerung erleben Sie, wenn Sie sich Ziele und Zwischenziele stecken – etwa die Teilnahme an einem Radmarathon.

MACHTMOTIVATION
Ob das Anleiten von Einsteigern oder die Übernahme von Verantwortung in einem Sportsverein: Auch das Ausüben von Macht kann motivierend sein. „Viele Menschen haben ein negatives Bild von Macht, sagt Alexandra Albert, „dabei brauchen wir auch im Sport Menschen, die Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus kann bei diesem Typ auch das Ausüben von Macht über den eigenen Körper eine motivierende Rolle spielen.