Gesundheit: Fitness-Trends

Crossfit, Zumba, Pilates, Bouldern im Praxistest

  • Angelika Urbach

Herbst und Winter sind gute Freunde unserer Fitness. Denn jetzt ist genügend Zeit fürs Ausgleichstraining zum Radfahren. Wir haben vier Trendsportarten auf diesen Nutzen hin getestet.

Wer im Sommer die Natur vom Rad aus erleben will, hat neben langen Touren und Trainingseinheiten kaum Zeit für ein Ausgleichstraining. Dabei verlangt die einseitige und gleichförmige Belastung des Körpers beim Treten geradezu nach einem alternativen Bewegungsprogramm. Warum also nicht die nasskalten Monate nutzen, in denen das Rad öfter als sonst im Keller steht?

Sinnvoll ist nahezu jede Aktivität, die einen anderen Bewegungsablauf als Pedalieren erfordert und dadurch neue Reize setzt. Um gezielt an individuellen Defiziten zu arbeiten, sollten Radfahrer einige wenige Punkte beachten: 1. Das langfristige Dehnen jener Muskeln, die auf dem Rad beansprucht werden und zu Verkürzungen neigen. In der Regel sind das die Vorder- und Rückseiten der Oberschenkel, Hüftbeuger, Gesäß und Waden. 2. Das Kräftigen jeder Körperregionen, die auf Tour wenig trainiert werden und deshalb Überlastungsbeschwerden hervorrufen können, z.B. Bauch und Rücken. 3. Das Training koordinativer Fähigkeiten, die durch die simple und durchs Pedal geführte Bewegung kaum gefördert werden. Koordinationstraining schafft viele neue Verbindungen im Gehirn und gilt als wesentlicher Faktor für mentale Fitness bis ins hohe Alter.
Der maßgeschneiderte Plan eines (Personal-)Trainers ist eine gute Taktik, um Schwachstellen zu bessern. Wer dagegen die Dynamik und die Motivation einer Gruppe bevorzugt, findet diesen Winter einige neue bzw. wiederbelebte Trends. Moderne Studios sprießen mitunter in umgebauten Fabrikhallen und sehen aus wie ein Loft. Wir haben vier Angebote für unterschiedliche Geschmäcker auf ihre Tauglichkeit als Ausgleichstraining für Radfahrer getestet. Dazu stellten wir einen festen Fragenkatalog an die jeweiligen Trainer, um den Nutzen jeder Sportart z.B. in Sachen Kräftigung oder Rückenprävention besser vergleichbar zu machen. Darüber hinaus schickten wir zwei Radfahrer als Testpersonen ins Rennen. Von wegen lockeres Ausgleichstraining: Sie kamen schweißgebadet und mit brennenden Muskeln von ihren Einsätzen zurück.
Ob unter den vorgestellten Sportarten Ihr ganz persönlicher Favorit steckt, kann nur eine Probestunde zeigen. Die meisten Fitness-Studios bieten kostenlose Schnupperstunden an. Achten Sie dabei darauf, ob Sie die Bewegungsformen mögen – und ob Ihnen die Räumlichkeiten, das Personal und auch die Mitglieder liegen. Dieser Wohlfühlfaktor kann nicht hoch genug geschätzt werden: Nur wer Spaß am Sport hat, wird ihn einen ganzen Winter lang regelmäßig ausüben und im nächsten Sommer von der neu gewonnenen Fitness profitieren.

Crossfit

CrossFit ist eine moderne Art von Zirkeltraining. Es überträgt traditionelle Übungen aus Gewichtheben, Turnen und allgemeiner Athletik in eine neue Form – und wird mit anderen Sportarten wie Schwimmen, Laufen und Rudern kombiniert. Durch das Zusammenführen vieler Bewegungsformen ändern sich die Anforderungen ständig und Muskeln und Nerven werden ganzheitlich beansprucht. Gewichte und Intensität lassen sich individuell abstimmen.

Pilates

Pilates ist ein ganzheitliches Körpertraining. Es beansprucht tief liegende Muskeln, die im Alltag kaum gestärkt werden. Jede Stunde konzentriert sich auf das "Powerhouse": die Muskulatur der Körpermitte. Das Training schließt Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung ein. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, um Muskeln und Gelenke zu schonen. Mit den Übungen kann man gezielt an Schwachpunkten wie dem Rücken arbeiten.

Tanzworkout

Jane Fonda brachte einst Aerobic unters Volk, in jüngster Zeit beschert Zumba den Tanzworkouts eine Renaissance. Wer heute im Fitness- oder Tanzstudio nach Gruppenkursen sucht, findet viele musikalische Stilrichtungen: Latin und Hip Hop, Jazzdance und Musical. Radfahrer trainieren beim Tanzen koordinative Fähigkeiten, die beim gleichförmigen Pedalieren auf dem Rad komplett vernachlässigt werden. Allein die mitreißenden Rhythmen und der Spaß in der Gruppe sind das Training wert. Nicht umsonst gilt Tanzen als höchster Ausdruck von Lebensfreude!

Bouldern

Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe, ohne Seil und Sicherung. Man kann es alleine oder in der Gruppe ausüben. Die Wände sind meist bis zu vier Meter hoch, bei Stürzen schützen dicke Bodenmatten. In den letzten Jahren hat sich Bouldern von einer Randsportart zum Trend entwickelt. Moderne Hallen bieten Kletterstrecken für Anfänger und Fortgeschrittene. Bouldern kann bei Rückenbeschwerden helfen: Es kräftigt die Rumpfmuskulatur und beugt Schmerzen bei Saisonbeginn vor.

Den Artikel aus Ausgabe 5/2014 in voller Länge erhalten Sie als PDF-Download. 

Schlagwörter: Bouldern Crossfit Fitness Pilates Zumba

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