Ergonomie-Spezial: Ergonomische Produkte

Tolle Teile – ergonomische Griffe und Lenker

Der Ergonomie-Markt boomt. Unsere Lieblingsteile auf dieser Seite zeichnen sich dadurch aus, dass sie unterwegs spontane Wechsel von Griffhaltung und Oberkörperneigung erlauben.

Angelika Urbach, Alicia Zeller am 10.01.2018
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Daniel Simon

Humpert AHS Premium

Funktionswunder

Seine Multifunktionsgriffe lassen sich um 360 Grad drehen und in der Kröpfung von 0 bis 90 Grad einstellen. Veränderungen der Sitzposition und Umgreifen unterwegs werden damit in vielen Varianten möglich. Gut zu wissen: Die Lenkerenden sind abnehmbar, sodass auch ein Drehgriffschalter montiert werden kann.
Preis: 99,90 Euro, www.humpert.com

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Ergon GP2

Handschmeichler

Der Klassiker unter den Flügelgriffen. Das 2-Finger-Mini-Barend ist unabhängig vom Griffkörper im Winkel verstellbar und lässt sich an individuelle Bedürfnisse anpassen. Die große Auflagefläche des Griffs unterstützt eine gerade Haltung des Handgelenks und minimiert punktuellen Druck.
Preis: 44,95 Euro, www.ergon-bike.com

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SQlab Innerbarends

Griffwechsel

Neu aus der Ergo-Schmiede SQlab: Innen am Lenker montierte Hörnchen, die ein Umgreifen in sehr schmaler Armhaltung ermöglichen. Dies entlastet die Muskeln von Schultern und Armen und unterstützt eine natürliche Griffposition.
Preis: 39,95 Euro, www.sq-lab.com

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By.Schulz Speedlifter twist plus

Allroundtalent

Perfekt für Radfahrer mit wiederkehrenden Nackenproblemen: Ohne Werkzeug werden bei unterwegs auftretenden Beschwerden die Höhe des Lenkers und der Winkel des Vorbaus verstellt. Beim Modell Twist Plus lässt sich der Lenker zum Radtransport zusätzlich um 90 Grad nach links oder rechts wegdrehen.
Preis: 149,95 Euro, byschulz.com

 

Interview mit Regina Marunde, Ergonomie-Beraterin, Physiotherapeutin, Osteopathin

Für welche Radfahrer lohnt sich Feintuning durch Veränderungen der Einstellungen am Rad oder den Tausch von Teilen?

Eine Optimierung der Einstellungen am Rad lohnt sich für jeden, egal ob Vielfahrer oder Gelegenheitsradler. Wenn es Beschwerden beim Fahren gibt, sollten diese nicht als "normal" hingenommen werden.

Wie geht man dabei am besten vor?

Als erstes sollte ein Physiotherapeut, Orthopäde etc. kontaktiert werden, um auszuschließen, dass die Beschwerden durch bestimmte Krankheitsbilder ausgelöst werden. Wenn alles in Ordnung ist, weiß man, dass es sich um eine unangepasste Sitzposition handelt und kann diese neu anpassen bzw. optimieren. Falls Vorschädigungen oder Alltagsbeschwerden die Schmerzen beim Radfahren fördern, werden diese behandelt und gleichzeitig beim Einstellen der Sitzposition berücksichtigt, zum Beispiel durch eine Entlastung der Kniegelenke oder der Hüfte etc.

Wie finden Radfahrer einen passenden Lenker, Griff oder Sattel? Ist dazu immer eine Probefahrt nötig?

Für die Suche nach einem neuen Sattel ist immer eine Probefahrt erforderlich – nur durch Ausmessen oder einen kurzen Sitztest kann man nicht feststellen, ob man mit dem Modell später auch auf langen Fahrten zurechtkommen wird.

Griffe müssen in der Regel nicht Probe gefahren werden. Sie richten sich nach der Handgröße, sodass jeder Radfahrer seinen passenden Griff in einem Radladen "ergreifen" kann.

Beim Lenker gilt: Nach einer Vermessung und Empfehlung beim Bikefitter braucht dieser nicht weiter ausprobiert werden. Die Empfehlung des Experten sollte ausreichend und passend sein.

www.regina-marunde.de


Noch mehr Informationen zum Thema Ergonomie finden Sie in unserer Artikelstrecke

Artikelstrecke Ergonomie am Fahrrad


Angelika Urbach, Alicia Zeller am 10.01.2018

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