Radfahren mit Hund

Treue Begleiter

  • Angelika Urbach

Huskys rennen fürs Leben gern, der treue Schäferhund geht Touren lieber gemütlich an. Nicht jede Rasse eignet sich gleich gut zum Radfahren. Tipps vom Profi:

Ist der Hund gesund und ausgewachsen, kann ihn sein Besitzer grundsätzlich auf gemeinsame Radtouren mitnehmen. "Ob das Tier die nötige Kondition und den passenden Körperbau hat, klärt vorab ein Besuch beim Tierarzt", rät die Göttinger Hundetrainerin Andrea Hartmann. Der Arzt untersucht dabei die Gelenke des Tieres und prüft die Funktion von Herz und Lunge. Ist alles in Ordnung, gibt er grünes Licht.
Eignen sich alle Rassen für Radtouren? "Kleine, kurzbeinige Hunde sollten nicht neben dem Rad laufen", warnt die Expertin. Sie dürfen in einem oben verschließbaren Hundekorb oder im Anhänger mitkommen. Für mittelgroße bis große Hunde gilt: Rassen mit einer stromlinienartigen Körperform sind meist leidenschaftliche Läufer, während Hunde mit gedrungener Statur es lieber langsam angehen. Doch es gibt Ausnahmen. Der Windhund eignet sich nicht für Ausflüge mit dem Rad, obwohl er gerne läuft. "Windhunde sind Sichtjäger, die bei einer wahrgenommen Bewegung möglicherweise lossprinten", warnt die Hundetrainerin. Dieses genetisch bedingte Verhalten kann auf Radtouren gefährlich werden.
Das Tempo unterwegs gibt am besten der Hund vor, denn sein Laufvermögen hängt neben dem Körperbau, Alter und Trainingszustand auch stark von der Tagesform ab. "Hunde sollten das Rad maximal in Trabgeschwindigkeit begleiten", rät Andrea Hartmann. Kurze Sprinteinlagen seien erlaubt, sofern das Tier Spaß daran hat. Sofern es die Umgebung zulässt, werde der Hund dazu abgeleint. Apropos Leine: "Bitte den Hund nie am Halsband, sondern immer an einem gut sitzenden Brustgeschirr am Rad führen", sagt die Trainerin. Ebenfalls wichtig: immer Wasser fürs Tier dabei haben.

Mitläufer gesucht?
Nicht alle Hunde laufen gleich gern neben dem Rad. Unsere Expertin empfiehlt:


- Husky
- Dalmatiner
- Airdale Terrier
- Golden Retriever
- Großpudel

Nicht geeignet:
- Kurzbeiner (z.B. Dackel, Zwergpudel)
- Kurzköpfige Rassen (z.B. Bulldogge, Boxer)
- Windhund

Die Expertin: Andrea Hartmann
Hundetrainerin, betreibt die Hundeschule "Fü(h)r einander" in Göttingen. Sie besitzt Raderfahrungen mit Hunden verschiedener Rassen;  www.hundeschule-andrea-hartmann.de

Schlagwörter: Hund Radfahren


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