Edler Pendler: Roses Backroad+ im TestFoto: Daniel Simon

Edler Pendler: Roses Backroad+ im Test

Uli Frieß

 1/17/2022, Lesezeit: 3 Minuten

Commuting steht neudeutsch für die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Das Rose Backroad+ Urban hat alles, was gut und wichtig dafür ist.

Pendlerräder heißen heute Commuter. Als Bestandteil im Verkehrsmix der Zukunft sollen sie die Innenstädte vor dem Verkehrsinfarkt bewahren und helfen, das Klima zu retten. Als „Bioräder“ sind Commuter freilich nicht neu, doch mit elektrischem Rückenwind starten sie gerade als Symbiose aus Alltagsrad und leichtem Urban Styler durch. Mit den Pendler-E-Bikes lassen sich Arbeitswege bis etwa 15 Kilometer Länge in vernünftiger Zeit und ohne Schweißausbrüche zurücklegen. Damit das sicher, zuverlässig und flott funktioniert, sind die Räder voll straßentauglich ausgerüstet, leicht und kraftvoll motorisiert. Wartungsarme Komponenten wie beispielsweise Getriebenaben oder schwere Rahmen und Gabeln verbieten sich aus Gewichtsgründen, große und deshalb schwere Akkus ebenfalls. Sie sind für die meist nicht sehr langen Pendlerstrecken ohnehin überflüssig. Massive Gepäckträger für den Transport schwerer Lasten brauchen Commuter ebenfalls nicht, filigrane Packtaschenstreben reichen für das Bürogepäck locker aus. Gleichzeitig fügen sie sich unauffällig in die stylishe Optik der Räder.

  Das Backroad+ Urban von ROSEFoto: Hersteller
Das Backroad+ Urban von ROSE

Diese Komponenten machen das E-Bike kraftvoll und leicht

Das Rose Backroad+ gibt es als Randonneur, als Fitness- und Gravel-Pedelec und in einer Urban-Version. Das Rahmenset haben alle Varianten gemeinsam, sie unterscheiden sich jeweils nur in der Ausrüstung. Das Backroad+ Urban* erfüllt mit seinen gut gewählten Komponenten punktgenau die Anforderungen an einen Commuter. Mit 17,5 Kilo ist das Pedelec ein ausgewiesenes Leichtgewicht. Rahmen und Gabel aus Carbon sowie der kleine Akku mit nur 360 Wh Kapazität machen’s möglich. Eine Elffach-Schaltung mit XT-Schaltwerk und Einfachkurbel helfen ebenfalls, Gewicht zu sparen. Damit das Rad trotz des leichten Verbunds aus Gabel und Rahmen möglichst fahrstabil rollt, hat ihm Rose einen steifen Laufradsatz von DT Swiss, Steckachsen und einen voluminösen Vorbau mit integrierter Zug- und Leitungsführung spendiert.

Die Abdeckung der Ladebuchse aus weichem Kunststoff lässt sich nur fummelig schließen.Foto: Daniel Simon
Die Abdeckung der Ladebuchse aus weichem Kunststoff lässt sich nur fummelig schließen.
Aufwendig und aufgeräumt: Zug- und Kabeleinführung 
in den Vorbau.Foto: Daniel Simon
Aufwendig und aufgeräumt: Zug- und Kabeleinführung in den Vorbau.
Da klappert nichts: Stabiler Rahmenbügel zur Schutzblech-Befestigung.Foto: Daniel Simon
Da klappert nichts: Stabiler Rahmenbügel zur Schutzblech-Befestigung.
Die Abdeckung der Ladebuchse aus weichem Kunststoff lässt sich nur fummelig schließen.Foto: Daniel Simon
Die Abdeckung der Ladebuchse aus weichem Kunststoff lässt sich nur fummelig schließen.
Aufwendig und aufgeräumt: Zug- und Kabeleinführung 
in den Vorbau.Foto: Daniel Simon
Aufwendig und aufgeräumt: Zug- und Kabeleinführung in den Vorbau.
Aufwendig und aufgeräumt: Zug- und Kabeleinführung 
in den Vorbau.
Da klappert nichts: Stabiler Rahmenbügel zur Schutzblech-Befestigung.
Die Abdeckung der Ladebuchse aus weichem Kunststoff lässt sich nur fummelig schließen.

Angesichts des mit 85 Nm maximalem Drehmoment vehement nach vorn preschenden Shimano-EP8-Motors freuen sich Backroad-Urban-Fahrer über die hohe Fahrsicherheit. Das Urban richtet sich an sportlich orientierte Radfahrer, die ein agiles Rad mit direktem und präzisem Lenkverhalten schätzen. Dank breitem Flatbar-Lenker bleibt das Pedelec auch in schnellen Kurven jederzeit gut kontrollierbar. Der kräftige Shimano-Antrieb hat wenig Mühe mit dem leichten Pedelec, beim Erhöhen des Pedaldrucks entfaltet der Antrieb überproportional viel Kraft. Dynamische Antritte gelingen damit spielerisch. Fein dosierbare Bremsen mit 180-Millimeter-Scheibe vorn und 160er-Scheibe hinten bremsen das Urban zuverlässig wieder ein.

Die sportliche Ausrichtung des Backroad+ hat allerdings ihren Preis, hohen Fahrkomfort darf man trotz der flexiblen Sattelstütze und der komfortorientierten Rahmengeometrie sowie gemäßigt sportlicher Sitzposition nicht erwarten. Das mit dem Display kombinierte Motor-Bedieninstrument sitzt unscheinbar am linken Lenkerende. Damit befindet es sich zwar nicht im zentralen Blickfeld des Fahrers, ist aber dennoch gut ablesbar und informiert über die wichtigsten Fahrdaten. Der Einschaltknopf des Antriebssystems versteckt sich unterm Oberrohr. Wingee-Schutzbleche mit filigranen Packtaschenstreben, sie verkraften acht Kilo Zuladung je Seite, stören den schlanken Auftritt des Backroad+ nur wenig. Auch der leuchtstarke Litemove-Scheinwerfer fügt sich unaufdringlich ins Gesamtbild. Mit seinem voluminösen Unterrohr outet sich das Rad dennoch selbstbewusst als Pedelec. Störend platziert ist nur der Mittelständer, ein Hinterbauständer hätte besser zum Backroad+ gepasst.

Test-Fazit zum Rose Backroad+ Urban

Das Rose Backroad+ Urban ist ein leichter, stimmig aufgebauter und spritziger Commuter mit hohem Spaßfaktor.

Der Preis für das Rose Backroad+ liegt bei 4.499 Euro >> hier erhältlich*

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