E-Bikes 42% teurer

MYBIKE Online

 · 16.03.2022

E-Bikes 42% teurerFoto: Hersteller

In den vergangenen Jahren sind die Preise für E-Bikes und Fahrräder deutlich gestiegen. Das zeigt eine Analyse von guenstiger.de. Tendenz: weiter steigend.

Die Preise für E-Bikes sind in den vergangenen Jahren rapide im Preis gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Online-Preisvergleichs guenstiger.de hervor, bei der mehrere Tausend Fahrräder mit Elektroantrieb in ihrer preislichen Entwicklung untersucht wurden [*1]. Demnach kostete auf dem Portal 2019 ein Elektrobike im Jahresdurchschnitt ca. 2.590 Euro, während 2020 bereits 2.980 Euro fällig waren. Für das Jahr 2021 lagen die durchschnittlichen Angebotspreise dann bei rund 3.680 Euro, was einem Preisanstieg von 42 Prozent gegenüber 2019 entspricht.

Kosten für E-Bikes steigen 2022 weiter

Der Preisanstieg der vergangenen Jahre setzt sich dem Vergleichsportal zufolge auch 2022 fort. Laut Analyse lag der Durchschnittspreis für ein E-Bike in diesem Februar bei etwa 3.640 Euro, was 8 Prozent mehr sind als im Februar 2021 (rund 3.360 Euro). Aufgrund der saisonal steigenden Nachfrage in den kommenden Monaten gehen die Experten davon aus, dass der Jahresdurchschnittspreis von E-Bikes in diesem Jahr noch einmal höher ausfallen könnte als im Vorjahr.

  Quelle: guenstiger.de GmbHFoto: Hersteller
Quelle: guenstiger.de GmbH

Fahrräder ohne Elektroantrieb ebenfalls betroffen

Auch bei den normalen Fahrrädern ohne Elektromotor konnte guenstiger.de eine Preiserhöhung feststellen. 2021 stieg der Jahresdurchschnittspreis verglichen mit 2019 um 15 Prozent von rund 530 Euro auf 610 Euro. Der Durchschnitt von Februar 2022 lag mit ca. 660 Euro über dem Schnitt von Februar 2021 mit rund 610 Euro, was auf eine erneute Verteuerung in diesem Jahr hinweisen könnte.

Hohe Nachfrage, Lieferprobleme und Rohstoffmangel als Gründe

Ein steigender Bedarf bei zeitgleicher Verknappung führt in der Regel zu einem Anstieg der Preise im Handel, was sich auch bei Fahrrädern und ihrem pandemiebedingten Hype widerspiegelt. Auf dem Vergleichsportal fiel die Nachfrage 2021 mehr als doppelt so hoch aus wie im Jahr 2019 [*2]. In diesem Zeitraum kam es auf den Märkten allerdings auch zu Engpässen aufgrund von Lieferschwierigkeiten, höheren Transportkosten und einem Mangel an Rohstoffen, was sich auf die Preisgestaltung mit auszuwirken schien.

*1: guenstiger.de hat die preisliche Entwicklung von über 4.300 Fahrrädern, darunter rund 3.500 E-Bikes, von Januar 2019 bis Februar 2022 untersucht.
*2: Nachfrageanstieg auf guenstiger.de von 101 Prozent in der Gesamtkategorie Fahrräder im Jahresvergleich 2019/2021.