Immer schön sauber bleiben!Foto: Daniel Simon

Immer schön sauber bleiben!

Jochen Donner

 10/18/2021, Lesezeit: 3 Minuten

Gravelbike oder Stylebikes sind reduzierte Fahrmaschinen. Doch sportive Leichtigkeit und cooler Look helfen nicht viel, wenn man bei schlechtem Wetter den Dreck abkriegt.

Wupps! Was da, auf dem Arbeitsweg kurz vor dem Büro, mit einem dumpfen Laut gegen den Hinterkopf klatscht und jetzt ziemlich genau auf Höhe erster Nackenwirbel klebt, war eben noch nicht da. Die Finger ertasten etwas Kühles, das sich weich und etwas klebrig anfühlt. Diese Passage durch die Grünanlage führt über gut fahrbare Kieswege, hier und da ein Pfützchen, weil’s heute Nacht geregnet hat. Die lassen sich aber gut umfahren, mit dem flinken Gravelbike macht das ja sogar richtig Spaß. Als ich beim Ampelstopp kurz Zeit finde, einen Blick darauf zu werfen, was die Finger da aus dem Nackenhaar gepult haben, tut mir die mittelgroße Rote Wegschnecke doch ein bisschen leid. Behutsam setze ich sie ins Gras des Grünstreifens neben der Fahrbahn. Ich wünsche ihr viel Glück. Und nehme mir vor, gleich im Internet nach einem Paar Schutzbleche zu schauen, die mir den Kopf frei halten von all dem, was die Reifen beim Rotieren so nach oben befördern.

Lesson learned, könnte man sagen. Die Mühe geht aber jetzt erst richtig los: Denn Schutzblech ist nicht gleich Schutzblech. Ein fest montiertes braucht mehr Platz an den entsprechenden Stellen als eines, das man nur auf festgeschraubte Winkel steckt. Aber welches hält am besten Spritzwasser und feuchten Schmodder ab? Und: Wo soll ich einen Radschützer fürs Hinterrad festschrauben, wenn sich da zwar ein passendes Loch für eine Schraube senkrecht im Quersteg zwischen den Sitzstreben findet, der Befestigungswinkel aber eine waagerechte Bohrung bräuchte? Am Tretlager lässt sich weder Gewinde noch Bohrung finden. Wie soll da das Schutzblech halten? Ist die Gabel nicht ein bisschen eng da über dem breiten Vorderreifen?

Ein Velcro-Band sorgt bei Topeak für eine hochfeste, aber auch maximal variable Verbindung zwischen Heckblech und Sitzrohr.Foto: Daniel Simon
Ein Velcro-Band sorgt bei Topeak für eine hochfeste, aber auch maximal variable Verbindung zwischen Heckblech und Sitzrohr.
Das Defender von Topeak ist auf der Innenseite beschichtet, damit Schmutz nicht so leicht anhaften kann und es leichter zu reinigen ist.Foto: Daniel Simon
Das Defender von Topeak ist auf der Innenseite beschichtet, damit Schmutz nicht so leicht anhaften kann und es leichter zu reinigen ist.
SKS-Modelle werden mit Velcro-Bändern an Rahmen und Gabel fixiert. Ziehen Sie die Bänder gut fest und schneiden Sie den Überstand ab.Foto: Daniel Simon
SKS-Modelle werden mit Velcro-Bändern an Rahmen und Gabel fixiert. Ziehen Sie die Bänder gut fest und schneiden Sie den Überstand ab.
Die U-Streben am Viper S werden von einer Kunststoffschlaufe gehalten. Dies hält das Blech nicht verdrehfest.Foto: Daniel Simon
Die U-Streben am Viper S werden von einer Kunststoffschlaufe gehalten. Dies hält das Blech nicht verdrehfest.
 Das Speedrocker-Heckblech ist zur optimalen Anpassung um bis zu 16 cm ausziehbar.Foto: Daniel Simon
Das Speedrocker-Heckblech ist zur optimalen Anpassung um bis zu 16 cm ausziehbar.
Topeak verwendet steife Vierkant-Alu-Streben, deren Länge per Schnellspanner stufenlos verstellbar ist.Foto: Daniel Simon
Topeak verwendet steife Vierkant-Alu-Streben, deren Länge per Schnellspanner stufenlos verstellbar ist.
Ein Velcro-Band sorgt bei Topeak für eine hochfeste, aber auch maximal variable Verbindung zwischen Heckblech und Sitzrohr.Foto: Daniel Simon
Ein Velcro-Band sorgt bei Topeak für eine hochfeste, aber auch maximal variable Verbindung zwischen Heckblech und Sitzrohr.
Das Defender von Topeak ist auf der Innenseite beschichtet, damit Schmutz nicht so leicht anhaften kann und es leichter zu reinigen ist.Foto: Daniel Simon
Das Defender von Topeak ist auf der Innenseite beschichtet, damit Schmutz nicht so leicht anhaften kann und es leichter zu reinigen ist.
Das Defender von Topeak ist auf der Innenseite beschichtet, damit Schmutz nicht so leicht anhaften kann und es leichter zu reinigen ist.
SKS-Modelle werden mit Velcro-Bändern an Rahmen und Gabel fixiert. Ziehen Sie die Bänder gut fest und schneiden Sie den Überstand ab.
Die U-Streben am Viper S werden von einer Kunststoffschlaufe gehalten. Dies hält das Blech nicht verdrehfest.
 Das Speedrocker-Heckblech ist zur optimalen Anpassung um bis zu 16 cm ausziehbar.
Topeak verwendet steife Vierkant-Alu-Streben, deren Länge per Schnellspanner stufenlos verstellbar ist.
Ein Velcro-Band sorgt bei Topeak für eine hochfeste, aber auch maximal variable Verbindung zwischen Heckblech und Sitzrohr.

Der Nachrüstmarkt für Schutzbleche ist groß

Vom Markenprodukt bis zu namenlosen Fernost-Importen ist online alles zu finden. Die Preise sind erschwinglich und liegen meist unter 50 Euro für ein Paar Schutzplanken aus Kunststoff, passende Streben und Befestigungsteile.

Was schließlich an meinem speziellen Rad auch wirklich passt und sich zuverlässig befestigen lässt, kann mir die Onlinerecherche nicht zuverlässig beantworten. Zu unterschiedlich sind Rahmen- und Rohrformen und -dimensionen, als dass Hersteller zuverlässige Aussagen zur Passform ihrer Bleche machen könnten.

Defender TX von TOPEAKFoto: Daniel Simon
Defender TX von TOPEAK
Veloflexx 55 von SKSFoto: Daniel Simon
Veloflexx 55 von SKS
Speedrocker von SKSFoto: Daniel Simon
Speedrocker von SKS
Raceblade Pro XL von SKSFoto: Daniel Simon
Raceblade Pro XL von SKS
Viper T von HEBIEFoto: Daniel Simon
Viper T von HEBIE
Swap Mix von HEBIEFoto: Daniel Simon
Swap Mix von HEBIE
Viper S von HEBIEFoto: Daniel Simon
Viper S von HEBIE
Alumee von HEBIEFoto: Daniel Simon
Alumee von HEBIE
Defender TX von TOPEAKFoto: Daniel Simon
Defender TX von TOPEAK
Veloflexx 55 von SKSFoto: Daniel Simon
Veloflexx 55 von SKS
Veloflexx 55 von SKS
Speedrocker von SKS
Raceblade Pro XL von SKS
Viper T von HEBIE
Swap Mix von HEBIE
Viper S von HEBIE
Alumee von HEBIE
Defender TX von TOPEAK

Die Schutzbleche zum Nachrüsten im Test

>> 10 Tipps zur richtigen Montage von Schutzblechen finden Sie hier

Den kompletten Vergleichstest der Schutzbleche inkl. aller Einzelbewertungen können Sie unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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