Armin Herb
, Sandra Schuberth
· 31.12.2022
Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit – vor allem im Herbst und Winter. MYBIKE stellt High Visibility-Produkte, also Bekleidung und Teile für hohe Sichtbarkeit vor, von Kopf bis Fuß vor, mit denen Fahrradfahrer besser gesehen werden.
Eine zugelassene und korrekt eingestellte Fahrradbeleuchtung ist das eine, auffällige Kleidung, die sich farblich vom Hintergrund unterscheidet, das andere, um im Straßenverkehr für Sichtbarkeit als Fahrradfahrer zu sorgen. Neonfarben, fluoreszierende Streifen und Reflexelemente sind gerade bei widrigen Sichtverhältnissen besser wahrnehmbar als dunkle Kleidung, die sich in der Dämmerung kaum vom Hintergrund abhebt. Achten Sie mal drauf, wie Sie andere Menschen im Straßenverkehr wahrnehmen. Ab wann sehen Sie eine Person auf einem Fahrrad, die dunkel gekleidet ist? Ab wann eine in leuchtenden Farben oder mit speziellen High Visibility Klamotten?
MYBIKE hat Kleidungsstücke und Accessoires von Kopf bis Fuß sowie Fahrradzubehör zusammengetragen, die die Sichtbarkeit erhöhen.
Mittlerweile gibt es immer mehr Fahrradhelme mit integriertem oder ansteckbaren Rücklicht. Die rote Lampe ersetzt zwar nicht das Fahrradrücklicht, aber sorgt für zusätzliche Sichtbarkeit. Noch sichtbarer wird ein Helm durch Reflexstreifen oder Neonfarben. Ein Beispiel ist der Alpina Helm Haga Be Visible* in neongelb (auch in schwarz oder anderen Farben erhältlich), der neben reflektierenden Elementen auch über ein LED-Rücklicht verfügt. Laut Hersteller kostet der Helm knapp 100 Euro, ganz so tief muss man aber nicht in die Tasche greifen. Ein weiterer Hi-Vis Fahrradhelm mit Rücklicht ist der leichte Mehrzweckhelm MET Allroad Safety Yellow*, dessen Einsatzzwecke von Trekkingbike bis Rennrad reichen. Beleuchtungssysteme an Radhelmen bekommen aktuell immer mehr Funktionen. So wurde kürzlich der La Mokka plus Sensor von Scott vorgestellt, der eine Bremslichtfunktion hat >> hier erhältlich*.
Wer nicht gleich in einen neuen Helm investieren will oder sich vor Regen, der durch den Helm tropft, schützen möchte, kann zu einem wasserdichten Helmüberzug greifen. Für 13 Euro ist das Vaude Helmet Raincover erhältlich*. Der leuchtfarbende Helmüberzug sorgt nicht nur für Sichtbarkeit, sondern schützt auch vor Kälte und Regen.
Nach dem Kopf kommt der Hals. Multifunktionstücher gibt es wie Sand am Meer. Sie sind, wie der Name schon sagt, vielfältig einsetzbar und lassen sich als Halstuch, als Mütze und Stirnband tragen oder sie können vor Mund und Nase gezogen werden, um vor Kälte zu schützen. Ein solches Schlauchtuch, welches die Sichtbarkeit erhöht, ist das P.A.C. Reflector neon*. Neben der neongelben Variante ist es auch, wie auf dem Foto, in Neonpink und anderen Farbvarianten erhältlich.
Windwesten schützen den Oberkörper vor Auskühlen, indem sie Wind und Fahrtwind abhalten. Eine Hi-Vis Radweste ist die leichte Windweste Endura Pakagilet I* mit sehr kleinem Packmaß (Preis: 50 Euro).
Craft hat mit der Visibility Vest Unisex* eine ähnliche Weste im Sortiment, ihre Reflektoren sind jedoch deutlich größer dimensioniert und ihr Aussehen erinnert an eine klassische Warnweste (Preis: 45 Euro).
Auch für Radfahrerinnen und Radfahrer, die keinen Windschutz benötigen, sondern eine möglichst luftige und leichte Weste zum Überziehen haben möchten, gibt es Lösungen. Modelle wie die Löffler Reflex Vest* verfügen über große Reflektorflächen sowie leuchtende Farbgebung. Die Reflexweste von Löffler wiegt nur 50 Gramm und kostet 20 Euro. Auch von ProViz gibt neben jeder Menge anderer reflektierender Kleidungsstücke, eine leichte Hi-Vis Weste zum Überziehen*. Sie können sich zudem im Laufsportbereich umschauen, der Hersteller Nathan hat verschiedene solcher Westen im Sortiment.
Für alle Gelegenheiten gibt es passende Fahrradjacken. Zum Beispiel ist die Commuter Lightweight Jacke von Rapha* eine leichte, atmungsaktive Windjacke zum Pendeln. Die Jacke hat eine Kapuze und wird mit Packbeutel geliefert. Preis: 100 Euro. Für Regenwetter macht eine wasserdichte Jacke die täglichen Wege mit dem Fahrrad angenehmer. Die Ride Easy Radjacke von Odlo* (Preis 220 Euro) gibt es in einem Leuchtgelb. Zusätzlich reflektieren Details der Jacke und sie hat eine Kapuze. Sinken die Temperaturen, halten Softshell-Jacken oder radspezifische Isolationsjacken warm. Die Gore Wear Tempest Gore-Tex Infinium Softshelljacke* ist sportlich geschnitten, ist in leuchtenden Farben erhältlich, verfügt über reflektierende Details und ist wasser- und winddicht (Preis: 150 Euro).
Wer schon voll ausgestattet ist mit schwarzen und grauen Jacken, aber trotzdem gut gesehen werden möchte auf dem Fahrrad, kann einen gut sichtbaren Rucksack, wie zum Beispiel den Ortlieb Velocity High Visibility* (Preis: 140 Euro) nutzen. Praktisch an diesem Ortlieb-Rucksack: Er ist wasserdicht und hat ein separates Fach, in das sich ein Laptop schieben lässt. Alternativ und kostengünstiger lässt sich die Sichtbarkeit eines Rucksacks mit einer Regenhülle verbessern - und vor Wasser und Schmutz schützen. Das Deuter Rain Cover I* ist für 22 Euro erhältlich.
Handschuhe halten nicht nur die Hände warm. Wenn sie über Reflektoren verfügen und vielleicht sogar in Leuchtfarben gestaltet sind, dann sorgen sie auch für die Extraportion Sichtbarkeit im Straßenverkehr für Fahrradfahrer. Insbesondere mit den Händen angezeigte Richtungsänderungen werden dadurch präsenter.
Viele Firmen, die Handschuhe im Sortiment haben, bieten auch welche in hochsichtbaren Farben oder mit reflektierenden Elementen an. Ein Beispiel sind die GripGrap Ride Windproof Hi-Vis Winter Handschuhe*, die mit einer einer Windstopper-Membran und reflektierenden Details ausgestattet sind (Preis: 45 Euro).
Wer das Bewegungsmuster der Pedalierbewegung sieht, kann direkt einschätzen, dass es sich um einen Menschen auf einem Fahrrad handelt. Deshalb sollten auch die Beine und Füße gut sichtbar sein.
Es gibt verschiedene Commuter-Hosen, bei denen, unten umgeschlagen, reflektierende Aufdrucke zum Vorschein kommen. Eine andere Möglichkeit, die Beine sichtbarer zu machen, sind reflektierende Arm- oder Hosenbänder. Die Vaude Reflective Cuffs* lassen sich in Sekunden mit Klettverschluss am Knöchel fixieren und machen die Pedalierbewegung sichtbar (Preis: 12 Euro).
Wind- und wasserdichte Überschuhe halten erfolgreich Dreck und Spritzwasser von den Schuhen ab, so dass diese nach dem Arbeitsweg getrost auch im Büro getragen werden können. Die C3 Gore-Tex Überschuhe von Gore Wear* sind solche wind- und wasserdichten Überschuhe - ideal für die kalte und feuchte Jahreszeit. Preis: 85 Euro.
Auch das Fahrrad an sich kann durch Zubehör sichtbarer werden. Wir zeigen Teile fürs Rad, die im Straßenverkehr auffallen und die Sicherheit bei Dunkelheit erhöhen.
Speichenreflektoren, Katzenaugen oder ein durchgehender Reflexstreifen am Reifen sind Pflicht, damit das Rad StVZO-konform ist. Von 3M gibt es 36 dieser unauffälligen Speichenreflektoren Sekuclip Compact für 6 Euro*.
Die vier Liter große Satteltasche Saddle Bag Two High-Visibility* bietet Platz für Werkzeug und Schlauch, damit ist man im Falle einer Panne bestens ausgestattet. Auch eine Regenjacke lässt sich darin verstauen. Preis: 65 Euro.
Früher sah man sie noch häufig, dann immer seltener und aktuell sind sie wieder öfter auf den Straßen zu sehen: Abstandshalter. Diese reflektierenden Kellen werden hinten am Fahrrad montiert - auf der linken Seite (bei Rechtsverkehr wie in Deutschland). Vorne ist ein weißer und hinten einen roten Rückstrahler, der für Sicherheit sorgt. Die Abstandskelle lässt sich ans Rad heranklappen und für den Straßenverkehr im 90 Grad Winkel zum Rad herausklappen. Dadurch sollen Autofahrer ans Abstandhalten erinnert werden. Vorgeschrieben sind innerorts mindestens 1,5 Meter und außerhalb von Ortschaften mindestens 2 Meter Abstand. Beispielsweise gibt es von Busch + Müller einen Abstandshalter für 7 Euro*.
Ein Heckrückstrahler lässt sich am Fahrrad oder auch am Rucksack befestigen. Der Rückstrahler M313/1K von Busch + Müller* wird mit Kabelbindern angebracht. Preis: 4 Euro.
Leider sind weder Fahrradbeleuchtung noch reflektierende Elemente oder Leuchtfarben ein Garant dafür, dass man von anderen Verkehrsteilnehmern als Fahrradfahrer wahrgenommen wird. Immer wieder übersehen Autofahrer Menschen auf E-Bikes oder Fahrrädern. Und dann hilft auch der Fahrradhelm häufig nicht mehr viel.