Anaerobe Schwelle

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Am Vereinsstammtisch prahlt mancher damit ebenso wie mit seiner Durchschnittsgeschwindigkeit bei der letzten Ausfahrt. Dabei sagt die anaerobe Schwelle (ANS) nicht direkt etwas über die Leistungsfähigkeit aus: Sie kennzeichnet zunächst nur diejenige Belastungsstufe – gemessen bei einem leistungsdiagnostischen Test –, bei der Bildung und Abbau von Milchsäure in der Muskulatur gerade noch im Gleichgewicht sind. Das Atemvolumen steigt in Relation zum tatsächlich aufgenommenen Sauerstoff unverhältnismäßig stark an. Der Stoffwechsel schaltet in diesem Bereich von aerober Energiegewinnung (mit Sauerstoff ) auf anaerobe (unter Sauerstoffmangel) um.

Berechnungsmethoden für die ANS gibt es verwirrend viele: Am bekanntesten ist das Modell der fixen Schwellen, das die anaerobe Schwelle bei vier Millimol Laktat und den aerob-anaeroben Übergangsbereich bei zwei bis vier Millimol Laktat pro Liter Blut definiert. Oft sagen solche festen Schwellenwerte – besonders bei Ausdauertrainierten – nicht genügend über den wahren Trainingszustand aus. Mehr verraten individuelle Schwellen, in die zum Beispiel der Laktat-Ruhewert und die Steigung der Laktakurve einfließen.

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