Spiro-Ergometrie Spiro-Ergometrie Spiro-Ergometrie

Spiro-Ergometrie

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Die Spiro-Ergometrie ist ein sehr exaktes diagnostisches
Verfahren, um die Leistungsfähigkeit eines Sportlers zu messen. Dazu wird eine stufenweise gesteigerte körperliche Belastung auf einem Ergometer oder Laufband mit der gleichzeitigen Messung der Atemgase verbunden. Der Athlet trägt eine luftdicht abschließende Atemmaske über Mund und Nase, mit der das Verhältnis von eingeatmetem Sauerstoff zu ausgeatmetem Kohlendioxid gemessen wird. Der ermittelte Wert wird als Respiratorischer Quotient bezeichnet. Er liegt unter Ruhebedingungen um 0,7 und nähert sich mit ansteigender Belastung dem Wert 1. Überschreitet er diesen Wert, bedeutet das, dass der Sportler nicht mehr Sauerstoff einatmen kann als er Kohlendioxid ausatmet. Er hat seine anaerobe Schwelle überschritten und produziert Milchsäure. Zwangsläufig führt diese Art der Energiebereitstellung zu Ermüdung und Leistungsabbruch.

Mit der Spiro-Ergometrie kann man also sowohl die maximale Ausdauerleistungsfähigkeit in Watt als auch die Leistungsfähigkeit an der anaeroben Schwelle sehr genau messen. Daraus lassen sich die für ein optimales Training einzuhaltenden Werte ermitteln. Ein weiterer wichtiger Wert, der durch Spiro-Ergometrie gemessen werden kann, ist die maximale Sauerstoffaufnahmekapazität (VO2max). Sie gibt an, wie viel Sauerstoff das Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechsel bei voller körperlicher Auslastung pro Minute umsetzen (verbrauchen) können. Sie ist ein wichtiges Maß für die Leistungsfähigkeit des Organismus und wird in der professionellen sportlichen Leistungsdiagnostik zur Beurteilung des Trainingszustandes eingesetzt. Sie wird in Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und Minute angegeben.

(Foto: Jan Greune)


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