Tapering

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Vor allem Triathleten bezeichnen die letzte Phase vor einem wichtigen Wettkampf als "Tapering", was im Englischen so viel heißt wie "zuspitzen". Radsporttrainer nennen den etwa sechswöchigen Zeitraum "unmittelbare Wettkampfvorbereitung" (UWV). Nach dem Trainingsexperten Wolfram Lindner beginnt sie mit einer realistischen Analyse der eigenen Leistung, zum Beispiel anhand bisheriger Saisonergebnisse. Dies ist die Grundlage für einen individuellen Plan, der mit verminderter Belastung startet; dann folgen Grundlagenausdauer- und Krafttraining.

Zirka drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt werden die höchsten Belastungen des Jahres absolviert – bei Profis oft vorbereitende Rundfahrten auf hohem Niveau, bei Breitensportlern ein Trainingswettkampf oder eine motiviert gefahrene RTF. Zwei Wochen vor dem Hauptwettkampf soll man es dagegen ruhiger angehen lassen. Der Körper braucht unbedingt Zeit und Ruhe, um die gesetzten intensiven Reize zu verdauen; es stehen lockere Regenerations- und Kompensationseinheiten auf dem Programm.

Etwa vier bis fünf Tage vor dem Tag X sollte man nochmal für einige kurze Intervalle in den Spitzen- und in den Entwicklungsbereich gehen, um die Form zu testen und den Körper an die bevorstehende Aufgabe zu erinnern. Begleitende wichtige Bausteine des Taperings sind eine kohlenhydratreiche Ernährung (Carbo-Loading) sowie die geistig-seelische und organisatorische Vorbereitung auf den Wettkampf.

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