Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2020

10 Fragen an Michael Kessler

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"Das Rad ist einfach das tollste Fortbewegungsmittel und ein absoluter Genuss." Egal ob zur Arbeit, zu Geschäftsterminen, zum Einkaufen oder zum Arzt – Schauspieler Michael Kessler legt jede Strecke mit seinem Rad zurück. Wirklich jede? Wir haben nachgefragt.


1. Unter welchen Umständen lassen Sie das Fahrrad stehen? Was ist dann Ihre Alternative?
Wasserkästen, Möbel oder Waschmaschinen mute ich meinem Gepäckträger nicht zu. Da weiche ich auf das Auto aus. Wenn ich in anderen Städten arbeite, nutze ich aber auch Busse, S- und U-Bahnen.


2. Sehen Sie sich als Fahrradbotschafter? Wie begeistern/ inspirieren Sie Ihr Umfeld mit dem Thema Fahrradfahren? 
Viele Menschen denken, dass man als Prominenter nur in Limousinen durch die Gegend kutschiert wird und sie sind dann genauso überrascht, wie die Leute, die mich beim Geschäftstermin anradeln sehen. Aber für mich ist Fahrradfahren eben ganz normal, und vielleicht ist das meine Botschaft.


3. Was war Ihre erste Reaktion auf die Auszeichnung "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2020"? 
Ich habe mich wirklich sehr gefreut und habe auf meinem Drahtesel sofort eine Ehrenrunde gedreht!


4. Welche Bedeutung hat dieser Titel für Sie? 
Da ich das Fahrrad seit meinem sechsten Lebensjahr fest in mein Leben integriert habe, freue ich mich, dass so ein Verhalten gewürdigt und ausgezeichnet wird.


5. Welche Rolle spielt das Fahrrad in Ihrem Beruf? Thematisieren Sie es bei TV-Auftritten, in Ihren Sendungen, etc.?
In meiner Sendung "Kesslers Expedition" bin ich mit einem alten Klapprad von Kopenhagen nach Berlin geradelt, habe mit einem Postrad die Alpen überquert und bin mit einem Zweirad, das auch schwimmen kann, einmal um Berlin gefahren und geschwommen. Eine bessere Werbung kann ich mir nicht vorstellen.


6. Welches Fahrrad/ welche Fahrräder fahren Sie und warum? 
Mein Fahrrad ist ein Gebrauchsgegenstand und kein Modeartikel oder Fetisch. Es hat Licht, eine Gangschaltung, Schutzbleche, einen Gepäckträger, keinen Akku, keinen Elektromotor und fährt mit seinen 18 Jahren auf dem Buckel noch immer wie eine Eins.


7. Unternehmen Sie regelmäßige Radreisen? Wie sehen diese aus?
Wenn ich urlaube, haben mein Drahtesel und meine Waden ebenfalls Urlaub. Aber ich plane für die Zukunft auch Urlaubsradtouren, dann am liebsten ganz einfach und autark.


8. Was darf beim Radfahren nie fehlen? 
Der Spaß und die nötige Aufmerksamkeit. Straßenverkehr ist immer ein Miteinander und kein Gegeneinander!


9. Welches ist das schönste und welches das unangenehmste Erlebnis mit dem Fahrrad? 
Der Moment, als die Stützräder fielen ist schon ein ganz besonderer und schöner Moment, die Stürze und Saltos eher weniger. Drei Fahrräder wurden mir gestohlen – auch das ist äußerst unangenehm.


10. Was wünschen Sie sich für die Zukunft (Stichwort Radinfrastruktur)?
Noch mehr Radwege, Radparkplätze und viel mehr Menschen, die das Fahrrad fest in ihren Alltag integrieren

Michael Kessler hat die Auszeichnung "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2020" im Rahmen der Preisverleihung des Deutschen Fahrradpreises entgegen genommen. Seit 2000 wird der Preis jedes Jahr an eine Person des öffentlichen Lebens vergeben, die sich öffentlich als Radfahrer bekennt und damit das Image des Fahrrads auf besondere Art aufwertet. Der Bekanntheitsgrad des Preisträgers soll dazu beitragen, ein breites Publikum zum Radfahren zu motivieren.


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