Der Deutsche Fahrradpreis

Deutscher Fahrradpreis 2018: Das sind die Preisträger

Infrastruktur, Kommunikation und Service: In diesen Kategorien wurde vergangene Woche der Deutsche Fahrradpreis 2018 verliehen.

Birgit Ankerl am 27.02.2018
Deutscher Fahrradpreise 2018
Roland Breitschuh

Der Wettbewerb der Bundesregierung zeichnet jährlich Good-Practice-Beispiele der Radverkehrsförderung aus, um sie zum Vorbild für weitere Projekte und Maßnahmen zu machen, das Image des Fahrrads aufzuwerten und mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren anzuregen.


Bremen überzeugt in Sachen Infrastruktur

In der Kategorie Infrastruktur konnte das Bremer Projekt "Deutschlands erstes Fahrradquartier" überzeugen. Mit zahlreichen Maßnahmen, die das Miteinander von Fuß-, Rad-, Auto- und Nahverkehr sicherer, komfortabler und konfliktarmer gestalten, habe sich das Projekt zu Recht gegen die 32 Mitbewerber durchgesetzt, befand Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Plätze Zwei und Drei gingen die die Projekte "Donaubrücke Deggendorf" für die Förderung der Nahmobilität sowie an die Stadt Nordhorn für den Ausbau von Komfortradwegen.


Berliner Projekt gewinnt Kategorie Kommunikation

Mit ihrem Engagement für Berlins neues Mobilitätsgesetz ging die Initiative Volksentscheid Fahrrad als Sieger der Kategorie Kommunikation unter 64 Bewerbern hervor. "Der Volksentscheid Fahrrad zeigt auf beeindruckende Weise, dass private Initiativen, die beharrlich und mit großem Engagement verfolgt werden, auch zum Erfolg führen können", begründete Dr. Gerhard Schulz, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Entscheidung. Die Fanseite des Radschnellwegs Ruhr sicherte sich den zweiten Platz, während die E-Learning Plattform "Veloversity" für Schülerinnen und Schüler mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde.


#Bikeygees stellt mit einfachen Mitteln tollen Service unter Beweis

Der Berliner Verein #Bikeygees wurde mit dem Service-Fahrradpreis für sein Integrationsprojekt für geflüchtete Frauen ausgezeichnet. Das Projekt zeige eindrucksvoll, wie mit einfachen Mitteln eine große Wirkung erzielt werden könne, so Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen. "Mit dem Fahrrad werden die Teilnehmerinnen unabhängiger und selbstständiger und können sich so wiederum leichter auf unsere Gesellschaft zubewegen." Innerhalb der 57 Bewerbungen stachen auch das zweitplatzierte Projekt "Interkommunales Qualitätsmanagement Radwege im Oberbergischen Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis" sowie auf Platz Drei das Pedelec-Vermarktungskonzept für Pendler "Ein Rad für alle Fälle" aus dem Rhein-Sieg-Kreis besonders positiv hervor.


Weitere Auszeichnungen

Beim Video- und Fotowettbewerb zum Thema "Mein Rad kann" überzeugten in diesem Jahr die Einsendungen von Christoph Grothe (Video) und Anton Scholtalbers (Foto). Als Fahrradfreundlichste Person des öffentlichen Lebens wurde Schauspieler Hannes Jaenicke ausgezeichnet.

Birgit Ankerl am 27.02.2018

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