Deutscher Fahrradpreis 2021 Deutscher Fahrradpreis 2021 Deutscher Fahrradpreis 2021

Die Gewinner stehen fest

Deutscher Fahrradpreis 2021

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Ende April ging die Auszeichnung an Projekte und die Menschen dahinter, die sich mit viel Herzblut und innovativen Ideen für besseren Radverkehr engagieren.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien Hansestadt Hamburg, Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Christine Fuchs, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS), übergaben auf dem digitalen Nationalen Radverkehrskongress in Hamburg die Gewinnerpreise.

Kategorie Infrastruktur

1. Platz: "Popup-Radwege in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg"

Über 25 km neue, geschützte Radverkehrsanlagen ergänzen die Hauptverkehrsstraßen. Laudatorin Christine Fuchs, Vorstand der AGFS lobte die schnelle Umsetzung und die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschiedlicher Verwaltungsebenen in Berlin.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

2: Platz: "Fahrradstraßen 2.0 in Münster"

In 2020 wurden acht Straßen auf einer Länge von gut 5,5 km zu Hauptstraßen für das Fahrrad umgebaut. Deutschlandweit einzigartig sind die einheitlichen Qualitätsstandards: breite Fahrgassen, eine flächige Roteinfärbung und die Bevorrechtigung der Fahrradstraße an Knotenpunkten.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

3. Platz: "Qualitätsstandards und Musterlösungen für das Radnetz Hessen – Sicher Radfahren für alle"

Das Werk des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen unterstützt Planerinnen und Planer dabei, eine attraktive Infrastruktur für den Radverkehr in Hessen zu schaffen. Es werden Pedelecs bzw. Sonderräder berücksichtigt und erstmals Qualitätsanforderungen für ein Radnetz definiert.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

Kategorie Service

1. Platz: „Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrsdaten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie" in der Region Hannover

Laudator Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien Hansestadt Hamburg: „Valide Verkehrsdaten können Gemeinden, Städten und Kommunen dabei helfen, ihre Radverkehrsinfrastruktur besser zu planen und im Sinne der Fahrradfahrenden besser zu machen. Das Projekt in Hannover verbindet geschickt das Angenehme mit dem Nützlichen: Mit Hilfe der Fahrrad-App werden anonymisiert digitale Daten zum Fahrverhalten der Radfahrerinnen und Radfahrer erhoben, gleichzeitig werden Anreize zum Fahrradfahren geschaffen, indem Radfahrende belohnt werden. Am Ende profitieren alle: Mit den erhobenen Daten können Radwege anhand ihrer tatsächlichen Nutzung leichter geplant, verbunden und verbessert werden – was wiederum den Radfahrerinnen und Radfahrern zugutekommt. Mich begeistert hier der digitale Ansatz, dass gleichzeitig GPS-Radverkehrsdaten erhoben und auf den gesamten Radverkehr hochgerechnet und analysiert werden, um zielgerichtete Maßnahmen im Radverkehr umzusetzen.“
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

2. Platz: "Proberadeln für Familien mit kleinen Kindern" des Fahrrad & Familie e.V.

Familien haben die Möglichkeit, unterschiedliche Fahrradmodule kostenlos zu testen, z. B. Fahrradanhänger, Lastenrad, Kindersitz, Lauf- und Kinderrad. Dabei steht die Mobilität der Kinder im Fokus sowie die Beratung der Eltern.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

3. Platz: „Fahrräder bewegen Bielefeld“

Hierbei werden alte Fahrräder eingesammelt und zusammen mit Bedürftigen, Geflüchteten und Jugendlichen aufgearbeitet. Zudem werden mit einer gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft und der AWO spezielle Räder betrieben, die auch beeinträchtigte Menschen wieder fahrradmobil machen.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

Kategorie Kommunikation

1. Platz: „Aktionswochenende 2020: Platz da für die nächste Generation!“ der Kidical Mess Köln

Über 22.000 kleine und große Radfahrende haben in ganz Deutschland für fahrrad- und kinderfreundliche Städte demonstriert. Die Kidical Mass hat die Vision, dass sich Kinder und Jugendliche sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. Laudator Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Rostock und Vorstandsvorsitzender der Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Kommunen Mecklenburg-Vorpommern e. V. betont, dass Kinder so früh wie möglich in die Mobilitätsentscheidung eingebunden werden müssen. Aktionen wie diese schaffen positive Erlebnisse, machen Spaß und machen die Kinder sichtbar!
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

2. Platz: „Rücksicht macht Wege breit!“ vom Landkreis und Landvolk Göttingen

Das Projekt schafft anhand von Schildern an Wirtschaftswegen ein gegenseitiges Verständnis von Landwirten und Radfahrenden. Die Beschilderung von meist privaten Feldwegen fördert einen freundlichen Umgang miteinander und hilft Konflikte zu vermeiden.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

3. Platz: „Der Berliner Straßencheck – Studie zur subjektiven Sicherheit im Radverkehr“

FixMyCity und der Tagesspiegel Berlin haben eine Erhebung zur subjektiven Sicherheit von Radinfrastruktur durchgeführt. In einer Online-Umfrage wurden über 3.000 Infrastrukturvarianten anhand von 3D-Fotos durch 21.000 Teilnehmende bewertet. So stehen erstmals Informationen zur Verfügung, auf welchen Radwegen sich Radfahrende sicher fühlen.
Das Projekt im Detail gibt es hier zum Nachlesen.

www.der-deutsche-fahrradpreis.de

Die Preisverleihung zum Nachsehen, Bilder von der Preisverleihung sowie alle ausgezeichneten Projekte stehen auf der Internetseite www.der-deutsche-fahrradpreis.de bereit.

Hintergrund: Mit dem Deutschen Fahrradpreis werden jährlich durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) die innovativsten Projekte des Landes zur Radverkehrsförderung ausgezeichnet. Verliehen wird der „Deutsche Fahrradpreis“ für die Kategorien „Infrastruktur“, „Service“ und „Kommunikation“. Zudem werden die „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ und die Gewinner des Foto- und Fahrradkulturwettbewerbs geehrt. Partner des Wettbewerbs sind der Verbund Service und Fahrrad e.V. und der Zweirad-Industrie-Verband e.V. Ausgewählt werden die neun besten Projekte von einer Expertenjury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verbänden.

Sieger*innen Foto- & Kulturwettbewerb

„Aus Liebe zum Rad“ – unter diesem Motto suchte der Deutschen Fahrradpreis die besten Fotos, Videos, Lieder, Bilder und Texte.

Im Fotowettbewerb überzeugte Anette Sander die Jury mit einer besonders ausdrucksstarken und originellen Liebesbotschaft an das Fahrrad mit dem Titel „mit Herz fotografiert“. Sie belegt den ersten Platz. Als Preis erwartet Sie eine Fahrradreise für zwei Personen in Hamburg.

Anette Sander Deutscher Fahrradpreis

Zweit- und Drittplatzierte: Kreative und gelungene Fotos reichten zudem Alice Wittrock mit einer Fotospiegelung unter dem Titel „gleichberechtigt“ (zweiter Platz) und Hendrik Nölle mit einer Darstellung einer Fahrradwandhalterung (dritter Platz) ein. Beide Preisträger dürfen sich über Fahrradtaschen von ZIMMER freuen.

Den Fahrradkulturwettbewerb gewinnt Michael Glotz-Richter (Freie Hansestadt Bremen) mit seiner Video-Vision für ein fahrradfreundliches Modellquartier in Bremen. Als Erstplatzierter darf er sich über ein E-Bike der Marke Flyer freuen.

In der Alten Neustadt Bremen entsteht Deutschlands erstes Fahrradmodellquartier; die einzelnen Bausteine im Vorher-/ Nacher-Vergleich.

Zweit- und Drittplatzierte: Lennart Speer überzeugte die Jury mit seiner Videoporträt-Serie über die urbane Fahrradmobilität und landet auf dem zweiten Platz. Er erhält einen Gutschein über 500 € bei einem Shimano Service Center. Mit dem dritten Platz wird das Video „Biken am Limit“ von Fabian Türk ausgezeichnet, prämiert mit einem Taschen- und Kofferset von Rixen & Kaul.

Die Preise für den Fotowettbewerb werden vom Verbund Service und Fahrrad e.V. und die Preise für den Fahrradkulturwettbewerb vom Zweirad-Industrie-Verband e.V. gesponsert. Alle Gewinnerbeiträge sind auf www.der-deutsche-fahrradpreis.de/wettbewerbe zu finden. Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW.

Fahrradfreundlichste Persönlichkeit

Ben Knabe „Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg!“

Die Auszeichnungen: Die „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ 2021 ist Dr. Eckart von Hirschhausen. Als Arzt, Autor und Gründer der Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“, weiß er welche Vorteile ein bewusstes Mobilitätsverhalten für den Menschen, die Gesundheit und das Klima hat. Überreicht wurde der Preis in Form einer Fahrradhelmes von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Themen: Bundesministerium für Verkehr und digitale InfrastrukturDeutscher FahrradpreisRadinfrastrukturStädtische InfrastrukturWettbewerbZIV


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