Die Radreiseanalyse des ADFC 2018 Die Radreiseanalyse des ADFC 2018 Die Radreiseanalyse des ADFC 2018

Immer mehr Tagesausflüge

Die Radreiseanalyse des ADFC 2018

  • Sebastian Palmer-Fischer

8.700 Bundesbürger wurden vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) in Zusammenarbeit mit Travelbike zu ihrem Fahrradfahrverhalten befragt – und das bereits zum 19. Mal.

Die harten Fakten: 76 Prozent der Menschen in Deutschland fahren Fahrrad und 51 Prozent begeben sich mit ihrem Drahtesel auf Reisen und Ausflüge. Etwa 167 Millionen Tagesflüge fanden 2017 statt – eine Steigerung von knapp 11 Prozent.

Die Zahl der Radreisen war 2017 zum ersten Mal rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Schuld daran waren die teilweise extremen Wetterbedingungen in diesem Jahr – sie hemmten allerdings nicht die Lust aufs Fahrradfahren an sich, sondern führten zu Rad-Kurzreisen und Tagestourismus.

Ein typischer Tagesausflug

Zwei Drittel der Velo-Freunde beginnen ihre Tagesausflüge direkt vor der Haustür. Der Rest nutzt das Auto, die Bahn oder den ÖPNV, um Tagestouren zu beginnen. Zumeist werden hier weniger als 60 Kilometer zurückgelegt – man bleibt also gerne in seiner Region. Vielerorts steigt auch das Interesse an Angeboten für Mietfahrräder, sowohl an herkömmlichen Fahrrädern als auch an der Motor-Variante.

ADFC

Rad-Weg und -Regionen – die Lieblinge der Deutschen

Der Elberadweg hat es zum 14. Mal hintereinander auf Platz eins der beliebtesten Radwege geschafft. Ihm folgen der Weser-Radweg und der Ruhrtal-Radweg. Bei den beliebtesten Radregionen hat der Freistaat Bayern die Nase vorn. Danach konnte Nordrhein-Westfalen punkten. Ganz wichtig sieht Tourismus-Expertin Louise Böhler hier die Punkte "qualitativ hochwertige Angebote und innovatives Marketing". Es sieht also so aus, als könnte die Radtourismus-Branche der Saison 2018 relativ entspannt entgegenblicken.

Die wichtigsten Informationsquellen für Radreisende

Wer eine Radreise plant, verlässt sich gerne auf Erfahrungsberichte aus dem Freundes- und Familienkreis – auch wenn das Internet mit 86 Prozent die am meisten genutzte Vorbereitungsquelle für eine Radreise bleibt. Klassische Karten sind aber auch noch lange nicht obsolet und bringen es auf 60 Prozent. Die Bestückung der Radrouten mit aussagekräftigen Wegweisern kann mit 74 Prozent aufwarten. Das Smartphone nutzt mittlerweile jeder zweite Radreisende zur Navigation.

Interessierte finden weitere Informationen in der Kurz- oder Langversion der Radreiseanalyse des ADFC.

Themen: RadreiseRadreisenRadwege


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