Ostern und Corona

ADFC rät von langen Radtouren ab

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An Ostern wollen viele Menschen aufs Rad steigen. Der ADFC freut sich über alle Neuaufsteiger, mahnt aber zu Rücksicht und zur Einhaltung der Corona-Regelungen.

Ausgedehntes Rennradtraining und lange Radtouren seien nicht angemessen. ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn erklärt die Lage: „Erlaubt ist es in allen Bundesländern, notwendige Fahrten zur Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Rad zu erledigen. Auch die kleine Hausrunde mit dem Rad ist nach unserer Rechtsauffassung überall möglich, wenn man sie allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts macht. Lange Radtouren sind nicht erwünscht. Und auch ausgedehnter Radsport sollte nicht mehr im Freien stattfinden.“

Beliebte Ausflugsziele meiden

Wer mit dem Rad eine Runde dreht, um frische Luft zu schnappen und in Bewegung zu bleiben, sollte beliebte Ausflugsziele und Strecken meiden. Dort wird es nach Einschätzung des ADFC besonders schwierig, die vorgeschriebenen Abstände zwischen Personen einzuhalten. Roland Huhn empfiehlt: „Auch wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte ein Ausweisdokument dabei haben, um den Wohnort nachweisen zu können.“  

E-Cycling und virtuelle Touren als Option

Mehrtägige Radreisen müssen auf die Zeit nach Corona verschoben werden, weil Unterkünfte nicht mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden dürfen. Das gilt auch für Campingplätze. Überregionale Touren sind ausdrücklich verboten, wenn sie in Gebiete führen, die für den Tourismus gesperrt sind. Dazu gehören Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und weitere Regionen in Deutschland. Für Sportlerinnen und Sportler kann E-Cycling eine Lösung sein, bei dem man auf dem Rollentrainer zu Hause vor dem Bildschirm schwitzt. Einige touristische Regionen bieten virtuelle Exkursionen an, zum Beispiel Nordrhein-Westfalen und Thüringen .

Rücksichtsvoll und mit Abstand fahren

Der ADFC appelliert an alle Radfahrenden, rücksichtsvoll und mit den vorgeschriebenen Abständen unterwegs zu sein. „Die schlechte Radinfrastruktur darf keine Ausrede dafür sein, langsamer Fahrende oder Fußgänger zu bedrängen“, mahnt Roland Huhn. An Autofahrende appelliert der ADFC, die leeren Straßen keinesfalls zum Rasen zu missbrauchen – und Radfahrende mindestens mit dem auch unter Normalbedingungen vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zu überholen. Roland Huhn weist darauf hin, dass jetzt auch viele mit dem Rad unterwegs seien, „die das lange nicht mehr gemacht haben. Auch sie müssen sicher und stressfrei zum Ziel kommen!“

Themen: ADFCCorona-VirusRadfahren


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