So bewegt sich Europa durch die Coronazeit So bewegt sich Europa durch die Coronazeit So bewegt sich Europa durch die Coronazeit

Individueller Mobilität - Umfrage-Ergebnisse

So bewegt sich Europa durch die Coronazeit

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Europäer fahren mehr Fahrrad und Auto. Außerdem gehen sie öfter zu Fuß. Bahn, (Fern-)Busse, Mitfahrgelegenheiten und Flugzeuge meiden sie nach wie vor.

Das Auto gehört europaweit zu den Gewinnern der Corona-Krise. Das geht aus einer Umfrage unter knapp 6.000 Nutzern von AutoScout24 in Österreich, Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden hervor*. Demnach zählt neben dem Auto auch das Fahrrad zu den Krisengewinnern. Auf der Verliererseite stehen: Flugzeuge, der öffentliche Nahverkehr und Züge. Noch mehr als das Auto oder Rad nutzen die Befragten allerdings die eigene Muskelkraft: Europaweit wird gerade deutlich mehr zu Fuß gegangen als vor der Krise.

In Österreich wird am meisten Auto gefahren

Die Österreicher setzen im Ländervergleich am stärksten auf das Auto: 34 Prozent der Befragten haben in den vergangenen Monaten das Auto öfter genutzt, in Deutschland waren es 32 Prozent. Rund jeder fünfte Befragte hat in den Niederlanden (27 Prozent), Italien (26 Prozent) sowie Belgien (24 Prozent) häufiger das eigene Gefährt zurückgegriffen, um Wege zurückzulegen.

Schlappe für Fernbusse und Mitfahrgelegenheiten

In Österreich nutzen 9 Prozent der Befragten seltener die Dienste eines Fernbusses. Ein erheblicher Anteil von 11 Prozent gibt aus gegebenem Anlass Fernbussfahrten sogar komplett auf. Ähnlich sieht es bei den deutschen Nachbarn aus: Hier schwören 9 Prozent den Fernbusfahrten aktuell vollständig ab. Auch bei einer Mitfahrgelegenheit haben 5 Prozent der Österreicher ihre Bedenken, 7 Prozent verzichten aufgrund der aktuellen Situation sogar ganz auf dieses Verkehrsmittel.

E-Roller gewinnen italienische Herzen

Einen interessanten Ausreißer bei den Verkehrsmitteln verzeichnet Italien: Hier nutzen ganze 11 Prozent der Befragten häufiger einen E-Roller als vor Corona. Zum Vergleich: In Österreich sind es nur 6 Prozent.

Niederlande setzt auf Rad und Fuß

Zwar wird das Auto von vielen Befragten häufiger genutzt. Doch es gibt auch Gruppen, die es gerade in der Corona-Krise verstärkt in der Garage stehen lassen. So geben 17 Prozent der österreichischen Umfrageteilnehmer an, im Rahmen der Pandemie weniger Auto zu fahren. Das gleiche gilt für Deutschland, wo nur 18 Prozent das Auto weniger häufig nutzen und Italien, wo sogar nur jeder Zehnte (10 Prozent) das eigene Fahrzeug häufiger stehen lässt als vor der Pandemie. Anders sieht es in den Niederlanden aus: Hier verzichtet jeder Dritte (33 Prozent) verstärkt auf Autofahrten – damit ist die Gruppe derjenigen größer, die seltener fahren als diejenige, die es häufiger tun (27 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich in Belgien. Fußgänger erleben in den kleinen Flächenstaaten ebenfalls ein Revival: 42 Prozent der Belgier und sogar 45 Prozent der Niederländer sind aufgrund der Pandemie häufiger als früher zu Fuß anzutreffen. Auch beim Fahrradfahren liegen die Niederländer sportlich vorn, denn satte 35 Prozent radeln zurzeit mehr als in der jüngeren Vergangenheit.

Flugzeug und öffentlicher Nahverkehr europaweit seltener genutzt

Wer sind die Krisenverlierer? Auch hier ist das Bild klar: Die Europäer reduzieren das Fliegen und die Nutzung öffentlicher Transportmittel deutlich. So ist jeder zweite Österreicher, 53 Prozent der Niederländer und 49 Prozent der Belgier derzeit seltener an den Check-in-Terminals der Airports anzutreffen. In Italien schränken ebenfalls 37 Prozent ihre Flugreisen ein. Beim öffentlichen Nahverkehr haben Österreicher und Deutsche die größten Bedenken (jeweils 32 Prozent), doch auch in den Niederlanden wird mit 29 Prozent deutlich seltener Bus und U-Bahn genutzt.

*Quelle: www.autoscout24.at / Umfrage unter 5.783 AutoScout24-Nutzern, davon 1.207 aus Deutschland, 1.663 aus Italien, 672 aus Österreich, 1.147 aus Belgien und 1.094 aus den Niederlanden; Befragungszeitraum: Oktober 2020, Frage: „Hat sich dein Mobilitätsverhalten aufgrund der aktuellen Situation (Corona/Covid-19) geändert? Nutzt du folgende Verkehrsmittel jetzt anders als früher?“ Bewertung anhand der Kategorien: viel häufiger / etwas häufiger / gleich häufig / etwas seltener / viel seltener / nutze es wegen Corona nicht / früher und jetzt nie genutzt.

Themen: Corona-VirusMobilitätRadverkehrStadtverkehrUmfrageUrban MobilityVerkehrswende


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