Aktion Stadtradeln Aktion Stadtradeln Aktion Stadtradeln

In zwei Wochen geht es los

Aktion Stadtradeln

Fürs Klima - für die Gesundheit! Das Klima-Bündnis ruft Kommunen und deren Bürger dazu auf, im Alltag mehr Rad zu fahren.

Wer aufs Fahrrad verzichtet, verzichtet auf Klimaschutz, weniger Feinstaub und weniger Lärm, auf die Förderung der eigenen Gesundheit und mehr Geld im Portemonnaie. Fahrradfahrer wissen das.
Und für all diejenigen, die das nicht wissen, gibt es zahlreiche Aktionen, um sie darauf aufmerksam zu machen. Eine davon ist das Stadradeln , eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis . Statt nur über die Vorteile vom Fahrradfahren zu sprechen, lautet hier die Devise: Selber ausprobieren!

Der Wettbewerb, zu dem sich bundesweit alle Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen anmelden können, findet 2020 bereits zum 13. Mal statt. Er verfolgt das Ziel, an 21 aufeinander folgenden Tage, zwischen dem 1. Mai und dem 31.Oktober, möglichst viele Alltagskilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen und aufs Autos zu verzichten. Innerhalb dieses Zeitraums verbinden einige Kommunen diese Kampange mit anderen Aktionen, wie dem Aktionstag „ Mobil ohne Auto “ (dieses Jahr am 21. Juni) oder der Europäischen Mobilitätswoche (jedes Jahr vom 16.-22. September).

Was ist Stadtradeln?

Die Aktion Stadtradeln möchte mehr Menschen zum Radfahren motivieren und gleichzeitig den Kommunen dabei helfen, die Radinfrastruktur vor Ort zu optimieren. Für die Teilnehmer gibt es deshalb die Möglichkeit, online oder über die Funktion RADar! der Stadtradeln-App Radwege in schlechtem Zustand melden. Beispielhafte Mängel können sein: unübersichtliche Verkehrsführung, plötzlich endende Radwege, Baumwurzeln, die für Unebenheiten sorgen, unzureichende Beleuchtung bei Nacht, fehlende Fahrradparklätze, uvm.

Idealerweise nutzen Kommunalverwaltungen diese Bürgerbeteiligungsplattform für ihre zukünftige Radverkehrsplanung, um für Besserung zu sorgen. Die Stadtradeln-App ermöglicht außerdem, die gefahrenen Strecken der Teilnehmer zu tracken. Es erfolgt eine anonymisierte Auswertung, die unter anderem darüber Auskunft gibt, wann, wo, wieviel und wie schnell gefahren wird.
Deshalb sind vor allem die Kommunalpolitiker zur Teilnahme aufgerufen. „Sie sind die Entscheidungsträger, wenn es um die Radinfrastruktur und damit praktischen Klimaschutz vor Ort geht“, begründet das Klima-Bündnis.

Kommunen, die am Stadtradeln teilnehmen wollen, können sich ab sofort bis einschließlich drei Wochen vor Ablauf der Kampagne hier anmelden.

Wer kann teilnehmen?

Jeder, der in einer teilnehmenden Kommune wohnt, arbeitet, eine (Hoch-)Schule besucht oder einem Verein angehört, kann mitradeln. Auf www.stadtradeln.de erfährt man, welche Kommunen mitmachen und wann der dreiwöchige Aktionszeitraum stattfindet. Außerdem kann man sich dort als Teilnehmer registrieren (Voraussetzung fürs Kilometersammeln), einem bereits vorhandenen Team beitreten oder ein eigenes Team gründen. Alternativ ist das auch über die Stadtradeln-App möglich. Teamlos radeln geht nicht, denn, so heißt es auf der Kampagnen-Website, „Klimaschutz und Radförderung sind Teamarbeit“. Auch zwei Personen bilden bereits ein Team.
Zugelassen sind übrigens alle Fahrzeuge, die im Sinne der StVO als Fahrrad gelten – auch Pedelecs bis 250 Watt.

Jung, alt, groß, klein - jeder kann beim Stadtradeln mitmachen.

Wie funktioniert das Kilometersammeln?

Jeder Teilnehmer, kann seine zurückgelegten Kilometer während der dreiwöchigen Aktionszeit online unter stadtradeln.de eintragen oder direkt über die Stadtradeln-App tracken. Radfahrer ohne Internetzugang haben die Möglichkeit, wöchentlich bei ihrer örtlichen Koordinationsstelle einen Kilometer-Erfassungsbogen auszufüllen. Wie detailliert jemand seine Radstrecken erfasst (einzeln, täglich, erst am Ende der Aktionszeit) liegt im Ermessen jedes Einzelnen.
Wo jemand seine Radkilometer zurücklegt, ist irrelevant. Denn Klimaschutz endet nicht an der Gemeinde-/ Stadt- oder Landesgrenze. Jedoch nicht erlaubt sind (Rad-)Wettkämpfe oder Trainingsfahrten (auch auf stationären Fahrrädern wie Indoorbikes, Spinbikes etc.).

Ob allein oder gemeinsam: Beim Stadtradeln geht es darum, so viele Alltagskilometer wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Wer gewinnt beim Stadtradeln?

„Das Klima, die Umwelt und wir alle“, sagt das Klima-Bündnis, denn jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt werde, erspare der Umwelt 142 Gramm CO2 (Umweltbundesamt). Außerdem sinken neben der Verkehrsbelastung die Abgaswerte sowie der Lärmpegel, was zu lebenswerteren Kommunen führe.
Konkret zeichnet das Klima-Bündnis Kommunen in fünf Größenklassen (abhängig von der Einwohnerzahl) in folgenden Kategorien aus:

  • Fahrradaktivstes Kommunalparlament (km pro Parlamentarier*in in Abhängigkeit zur Beteiligungsquote der Parlamentarier*innen)
  • Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolute Gesamtkilometer)
  • Beste Newcomer-Kommune

Das Klimabündnis hält jede Kommune außerdem dazu an, vor Ort die fleißigsten Teams und Radelnden in folgenden Kategorien zu prämieren:

  • Größtes Team: Das Team mit den meisten Teilnehmern
  • Radelaktivstes Team: Das Team, das die meisten Fahrradkilometer gesammelt hat (absolut)
  • Team mit den radelaktivsten Teilnehmenden: Das Team, das pro Teilnehmer*in die meisten Kilometer geradelt ist (Durchschnittswert)
  • Aktivste Radelnde: Personen mit den meisten Kilometern

Die Kommunen- und Teamergebnisse werden unter stadtradeln.de/ergebnisse bzw. auf der Unterseite der Kommunen veröffentlicht.

Sonderkategorie Schulradeln und Stadtradeln-Stars

Als Ergänzung zu oben genannten Wettbewerbskategorien gibt es seit 2014 auch das Schulradeln , bei dem sich Schülerteams miteinander messen können.

Alle Teilnehmer beim Stadtradeln sind dazu angehalten, privat und beruflich so oft wie möglich mit dem Fahrrad zu fahren. Die Nutzung vom PKW ist allerdings nicht „verboten“. Wohingegen die Teilnehmer der Sonderkategorie Stadtradeln-Star im Aktionszeitraum demonstrativ auf das Auto verzichten sollen – ÖPNV- und Zugfahrten sind erlaubt. Oft sind die Stadtradeln-Stars Personen des öffentlichen Lebens, zum Beispiel: Mitglieder der Kommunalparlamente, Bürgermeister, Landräte, Dezernenten,... oder örtliche Promis. Von der (lokalen) Presse begleitet, stoßen ihre Statements/ Erfahrungen auf ein größeres öffentliches Interesse. Hat der jeweilige Stadtradeln-Star ein Auto, wird es traditionell zu Beginn des Aktionszeitraums "eingemottet" und am Ende wieder "ausgemottet".
Unter allen Stadtradeln-Stars, die sich 21 Tage lang an die Vorgaben gehalten haben, werden attraktive Preise verlost, u.a. ein Stevens-(E-)Bike.

Damit sie nicht in Versuchung geraten: Die Autos der Stadtradeln-Stars werden zu Beginn des Aktionszeitraum eingemottet.

Stadtradeln-Botschafter und Stadtradeln-Promi

Prominente Unterstützung erhält die Aktion Stadtradeln jährlich von einer deutschlandweit bekannten Person, beispielsweise von Schauspielern, Musikern oder Moderatoren; darunter oft auch die Fahrradfreundlichste Persönlichkeit des Jahres, wie dieses Jahr Schauspieler, Autor und Comedian Michael Kessler. Stadtradeln-Promis der vergangenen Jahre waren unter anderem Max Raabe, Hannes Jaenicke, Sebastian Krumbiegel oder Heike Götz. (Die gesamte Liste der Stadtradeln-Promis findet ihr hier .)

Seit 2011 gibt es auch einen Stadtradeln-Botschafter . Rainer Fumpfei ist leidenschaftlicher Radfahrer und tourt jährlich in seinem Sommerurlaub vier Wochen durch Deutschland. Er reist zwar mit dem Zug an, ist aber ansonsten mit dem Fahrrad (oder zu Fuß) untewegs. Damit will er zeigen: Es geht! Das Rad ist nicht nur ein umweltfreundliches Verkehrsmittel, sondern bietet auch eine echte Alternative zu PKW, Bus und Co. Auf seiner Tour besucht er Teilnehmer-Kommunen und unterstützt dabei Stadtradeln-Kampagnen vor Ort.
Die diesjährige Stadradeln-Tour findet vom 26. Juli bis zum 21. August 2020 statt.

Auf Deutschlandtour: Stadtradeln-Botschafter Rainer Fumpfei besucht Teilnehmer-Kommunen.


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