Alpenüberquerung auf der Via Claudia Augusta

Dem Meer entgegen

Die Via Claudia Augusta gilt als leichteste Alpenüberquerung, wählt man Shuttle-Service und Veranstalter. Weniger Komfort, dafür mehr Abenteuer erlebten unsere Autoren mit Gravelbikes und Bikepacking

Alex Hüfner am 21.10.2019
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Alex Hüfner

720 Kilometer beträgt die gesamte Strecke, davon sind circa 300 km unbefestigt. Gerade die Passagen in den Alpen sind eine Herausforderung. Wer hier lieber auf Nummer sicher gehen möchte, der kann am Fern- sowie am Reschenpass auf einen Shuttleservice zurückgreifen. Am Fernpass ist zusätzlich zu beachten, dass es ausgeschriebene Schiebstrecken für das Fahrrad gibt, da einige Wege schwer bis gar nicht befahrbar sind.

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Historie und vielseitige Natur – dafür steht die Transalp Via Claudia Augusta. Die oftmals als leichteste Alpenüberquerung ausgeschriebene Route von Donauwörth bis nach Venedig hat es dennoch in sich, wenn man die Shuttlestrecken selbst befährt. Die Route durch Deutschland und Österreich besteht zum größten Teil aus Schotterpisten und Waldwegen.

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Gravelbikes eignen sich für die alte Handelsroute aufgrund der Bodenbeschaffenheit perfekt. Doch bei dieser Art zu reisen sollte man bei der Gepäckplanung einiges beachten. Die Anstiege sowie Abfahrten auf unbefestigtem Untergrund sind einfacher zu meistern,wenn man sich auf Minimalgepäck beschränkt. Für Gravelbikes gibt es dazu perfekte Taschenergänzungen, die man direkt am Rahmen oder Lenker des Rades befestigen kann. 

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Infos Via Claudia Augusta

Mögliche Anreise

Die Via Claudia Augusta beginnt in Donauwörth. Wer ein paar Kilometer mehr nicht scheut, fährt nach Ingolstadt mit dem ICE. Wegen begrenzter Anzahl an Fahrradplätzen Reservierung erforderlich! Von Ingolstadt aus, gelangt man auf dem Donauradweg direkt bis zum Startpunkt der Handelsroute.

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In Venedig ist das Fahren sowie Schieben von Fahrrädern verboten. Am Hauptbahnhof gibt es Abstellplätze für Bikes: Bici Park – Piazzale Roma kostenlos / Parkhaus Piazzale Roma 10 Euro pro Tag.

Auf einigen umliegenden Inseln Venedigs ist Radfahren erlaubt. Wer sein Velo gut verpackt, darf es mit dem Wasserbus bis dorthin transportieren.

Rückreise

Venedig besitzt zwei Flughäfen. Wenn möglich, den Airport Marco Polo nutzen. Dieser befindet sich direkt an der Lagunenstadt. Eine Anreise ist per Wasserbus möglich (ca. 90 Min.). Alternativ kann man sich ein Wassertaxi (Motorboot) chartern. Der Zeitaufwand verringert sich enorm. Die Kosten betragen allerdings 80 Euro. Doch das Erlebnis ist unvergesslich! www.motoscafivenezia.it/de/

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Spannende Unterkünfte

Wer den Weg als Reise sieht und spontan seine Tagesetappen und Unterkünfte plant, der darf auf dieser Route viel erwarten. Booking.com sowie AirBnB bieten eine Vielzahl außergewöhnlicher Schlafplätze. Weitere informative Webseiten:

Verträumter Bauernhof/Agriturismo: www.agriturdalcastagne.it

Weingut/Schlossanlage Roncade: www.castellodironcade.com/de/

Campingplatz am Forggensee: http://camping-forggensee.de

Campingplatz Meran: www.merano-suedtirol.it

Bed in Bus in Belluno : https://bedinbus.business.site (nicht direkt an der Strecke)

Infos & Kartenmaterial

Offizielle Seite mit allen Informationen zu den einzelnen Etappen, interaktive Karte, Radverleih, Shuttle-Services, Pauschalangebote u.v.m. www.viaclaudia.org

Alex Hüfner am 21.10.2019

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