Reise: Frankreich

Dorfschönheiten – Radreise durch die französische Provinz

In die herausgeputzten Mittelalterdörfer wie St. Cirq-Lapopie im Lot oder Conques im Aveyron strömen die Touristen in Scharen. Abseits, auf dem Land hingegen lockt betörende Einsamkeit.

Klaus Tödt-Rübel am 19.10.2017
KTRuebel Lot Aveyron-142
Klaus Tödt-Rübel
KTRuebel Lot Aveyron-142

Fotostrecke: Radreise durch Lot und Aveyron

Die Départements Lot und Aveyron, benannt nach den gleichnamigen Flüssen, gehören zu den am dünnsten besiedelten Gegenden Frankreichs. Sie sind durchzogen von einem dichten Netz von gut asphaltierten Landstraßen, die, sobald man das Umfeld der Provinzmetropolen verlässt, über weite Strecken nahezu autofrei sind.
Wir haben die Reise in neun Etappen absolviert. Entlang der Route findet man problemlos Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preiskategorien.

Anreise 
Flug: Direktflüge mit der Lufthansa von Hamburg, Frankfurt und München nach Toulouse. Fahrradtransport als Freigepäck bis 23kg gratis, als zusätzliches Sportgepäck pro Flug 50 Euro.
Von Toulouse mit dem Mietwagen oder der Bahn SNCF in wenig mehr als einer Stunde nach Cahors.
Bahn: Die Zugfahrt von Frankfurt/Main via Paris und Montauban (mehrfach umsteigen) nach Cahors dauert etwa 12 Stunden.
Auto: Von Frankfurt via Metz, Troyes und Orléans nach Cahors sind es ca. 1150 km. Auf den französischen Autobahnen fallen Mautgebühren an.

Beste Reisezeit
Ab Mai bis Ende September. In den Ferienmonaten Juli und August herrscht abseits der Sehenswürdigkeiten deutlich weniger Betrieb als in den Ferienregionen an den Küsten oder im Gebirge.

Essen und Trinken
Die Gegend wird gerühmt für ihre ausgezeichnete Küche. Foie Gras, Stopfleber von der Ente oder der Gans, fehlt auf keiner Karte. Sie gehört per Parlamentsbeschluss zum kulinarischen Kulturerbe der "Grande Nation".
Immer mehr Köche verarbeiten Zutaten von Erzeugern aus der Nachbarschaft, oft "bio": Cabecou, der Ziegenkäse aus Rocamadour, das zarte Lammfleisch aus dem Quercy, Enten, Gänse, Kastanien, Walnüsse, Melonen und, als besondere Kostbarkeit, die Trüffel (Trüffelmarkt in Lalbenque).
Tipp: Die kleinen Bistrots, in denen die Handwerker zu Tisch gehen. Die guten erkennt man daran, dass sie rappelvoll sind. Ein "repas de midi" kostet zwischen und 10 und 15 Euro, ¼ Wein, Dessert und Café häufig inbegriffen.
Cajarc: Bistrot Le Président
St.-André-de-Najac: Relais Mont Le Viaur
Tipp: Wir aßen und übernachteten ausgezeichnet in Cabrerets, Hôtel des Grottes und Najac, L’Oustal-del-Barry

Literatur, Karten, Info
"Lot, Tarn-et-Garonne", Michelin Nr. 337 und "Aveyron, Tarn", Michelin Nr. 338, aus der Reihe "Départemental France", 1:150000, je 4,95 €
www.tourisme-lot.com
www.tourisme-aveyron.com


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 6/2017. Sie können die Ausgabe in der Trekkingbike-App (iTunes  und Google Play ) laden oder im DK-Shop  bestellen.

Klaus Tödt-Rübel am 19.10.2017

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