Radreise von Cuxhaven nach Siracusa Radreise von Cuxhaven nach Siracusa Radreise von Cuxhaven nach Siracusa

Mit dem Fahrrad durch Europa

Radreise von Cuxhaven nach Siracusa

  • Barbara Merz-Weigandt

Für unser Europa-Spezial haben wir sechst Langstrecken-radreisen quer durch den Kontinent geplant. Die längste dieser geplanten Trans-Europa-Strecken führt von der Nordsee bis an die Stiefelspitze Italiens – und noch ein Stück weiter.

Deutschland von Nord nach Süd auf direktem Weg. So ist die Deutschland-Route D9 beschrieben. Startpunkt ist Cuxhaven an der Nordsee, offizielles Ende des Radweges in Füssen im Allgäu. Platt ist das Land noch in der norddeutschen Tiefebene. Hinter Bremen durchquert die Route das Weserbergland mit seiner sanft hügeligen Mittelgebirgslandschaft. Die barocke Bischofsstadt Fulda, bildet das Tor zur Rhön.


Auf der Romantischen Straße zwischen Würzburg und Füssen ist dann schon mit saftigen Anstiegen zu rechnen, vor allem je weiter es Richtung Allgäu und Alpenvorland geht. Unterwegs bieten sich vor allem mittelalterliche Städte wie Rothenburg o.d. Tauber und barocke Schlösser wie die Würzburger Residenz und nicht zuletzt die Königsschlösser in Füssen für einen Kulturstopp an.


Die Via Claudia Augusta ist der leichteste Weg für Trekkingradler, die Alpen zu überqueren. Auch deshalb, weil während der Sommersaison für die steilen Anstiege und Passstraßen entlang der Route mehrere Bus-Shuttle zur Verfügung stehen. Ist der Reschenpass erstmal erreicht, rollt es entlang der Etsch durch Südtirol und das Trentino bis Trento fast nur bergab.
Der "Radweg der Sonne" ist einer der ersten Fernradwege Italiens. Zumindest auf dem Papier ist die Ciclopista del Sole bereits bis kurz vor Neapel fertiggestellt. Eine durchgängige Ausschilderung und verkehrsarme Streckenführung sind jedoch noch nicht vorhanden. Ein GPS-Gerät oder Smartphone mit dem korrekten Trackverlauf erspart lästige Umwege und ist deshalb Pflicht.
Auch der Streckenabschnitt durch die Toskana lotst der Track noch großteils auf den "strade bianche", den kleinen einsamen, oft nicht asphaltierten Nebensträßchen. Vorbei an den bekannten Weinorten des Chianti.
Mit mehr Autoverkehr muss man auf der Strecke zwischen Rom und Neapel und weiter Richtung Messina und Siracusa rechnen. Hier gibt es keine offiziellen Radwege mehr. So weit möglich, verläuft die geplante Route auf kleinen, meist asphaltierten Nebenstraßen.

Charakter

Bis Trento verläuft diese Strecke auf bestens ausgeschilderten Radwegen, zunächst der D9 und dann der Via Claudia Augusta. In der Toskana eignen sich die "strade bianche" perfekt zum Radfahren. Diese öffentlichen Straßen sind kaum befahren, ungeteert und mit feinem Schotter belegt.
Offizielle Radwege gibt es im südlichen Italien kaum. Hier muss man nach wie vor auf kleine Nebenstraßen ausweichen und leider immer mit mehr oder weniger Autoverkehr rechnen. Ein GPS-Gerät ist hier empfehlenswert.

Highlights

Bremerhaven: "Auswandererhaus". Von Bremerhaven aus emigrierten im 19. Jahrhundert Millionen Deutsche nach Übersee.  dah-bremerhaven.de
Weikersheim: Renaissance-Schloss mit barockem Schlossgarten und prunkvollem Rittersaal.  www.schloss-weikersheim.de
Weinverkostung im Castello di Brolio (Chianti),  www.baronericasoli.com
Pantalica-Schlucht mit ihren berühmten Höhlengräbern nahe Siracusa.

Der Artikel stand im  Europa-Spezial in Trekkingbike-Ausgabe 4/2016 . Sie können die Ausgabe in der Trekkingbike-App (iTunes und Google Play) laden oder im DK-Shop bestellen.

Trekkingbike

Themen: ItalienRadreiseRomantische StraßeTrans-EuropaVia Claudia Augusta


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