Fahrradreise: Nordthailand

Exotisches Radlerland

Wer im Winter einen Radurlaub machen möchte, hat in Europa wenig Auswahl. Zehn Flugstunden entfernt, wartet Thailand als exotisches Radlerland. Chefredakteur Tom Bierl berichtet über seine Tour durch den bergigen Norden.

Tom Bierl am 09.12.2015
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Tom Bierl

Fotostrecke: Fahrradreise Nordthailand

Die touristische Infrastruktur für Radfahrer ist in Nordthailand gut. Auf Nebenstrecken herrscht wenig Verkehr, Hauptstraßen verfügen meist über einen breiten Seitenstreifen. Die Länge unserer reinen Etappentour von Chiang Mai nach Kamphaeng Phet liegt bei gut 900 Kilometern. Wir drehten aber an lohnenden Orten zusätzlich schöne, meist einsame Tagesrunden.

Beste Reisezeit
Unsere Wintermonate sind für Nordthailand die beste Jahreszeit für Radfahrer. Im Flachland ist es sommerlich heiß, aber trocken. Im Bergland kann es dagegen sogar recht kühl werden. Beachte: An den Tagen über Neujahr fahren alle Thais zu ihren Familien. Hier sind die Attraktionen überfüllt und die Quartiere oft ausgebucht.

Anreise
Flug: Wir nutzten eine komfortable Gabelflugverbindung von Thai Airways,  www.thaiair.de  über Bangkok nach Chiang Mai und zurück von Bangkok.
Räder müssen verpackt und angemeldet werden, sind aber im Gepäck von 30 Kilo frei.
Weitere Reiseverbindungen am besten nachschlagen unter: www.skyscanner.de/nachrichten/fahrradmitnahme-im-flieger-alle-infos-auf-einen-blick

Unterkunft-Tipps
Moderne Touristikportale wie Tripadvisor.com, airbnb.com und bedandbreakfast.eu erleichtern Radfahrern die ortsbezogene Unterkunftssuche enorm. Alle vom Autor genutzten Unterkünfte sind als Wegpunkte im gpx-Track erfasst und empfehlenswert. Zudem sind einige entdeckte Alternativen vermerkt.
Originellste Unterkunft: "Galabag – Homestay for Cyclists" in Thoen zwei Tagesetappen vor Sukhothai.

Räder und Ausrüstung
Wir waren mit zwei robusten Reiserädern von Velotraum (Pinion) und Tout Terrain (Kettenschaltung) unterwegs. Eine Übersetzung mit kleinem Berggang ist in Nordthailand Pflicht. Die Straßen können extrem steil sein. Wir haben immer in soliden Unterkünften übernachtet und brachten damit alles in jeweils zwei Packtaschen unter. 

Literatur / Karten
Der Reiseführer Stefan Loose "Thailand" erwies sich als die beste Infolektüre. www.stefan-loose.de
Als Karte für den Überblick leistete die Nelles Map "Thailand" im Maßstab 1:1.500.000 gute Dienste.
www.nelles-verlag.de

Essen und Trinken
Die Versorgung mit bestem Essen ist in Thailand auch für Radfahrer unproblematisch. In jeder Häuser­ansammlung gibt es zumindest eine Suppenküche, die die einheimische Bevölkerung versorgt.

Reiseplanung
Mit Hilfe von digitalen Karten, sowie Google Earth und Google Maps, lassen sich auch verkehrsarme Strecken bereits im Vorfeld zuverlässig planen. Tipp: Nordthailand ist komplett in Google Streetview erfasst. Vor Ort diente ein Garmin GPSmap62 zur Orientierung. Unsere Reiseroute wurde damit exakt dokumentiert und steht als kostenloser gpx-Track zum Download zur Verfügung. Die digitale Karte für Rechner und Gerät gibt es ebenfalls kostenlos unter garmin.openstreetmap.nl

Alternative
Wer will, kann die Reise als auch Rundtour von und nach Chiang Mai planen. Im Tourenportal von gpsies.com finden sich für den letzten Abschnitt diverse Routen. Problemlos lassen sich auch Zwischenstrecken mit günstigen Transfers erledigen. Wir charterten meist einen lokalen Pickup-Truck für wenig Geld. 

Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 1/2016. Sie können das gesamte Heft in der Trekkingbike-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop bestellen.

Chefredakteur Tom Bierl führte auf seiner Reise ein Tagebuch. Interessierte können sich die 74 Seiten hier kostenlos herunterladen. 

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Tom Bierl am 09.12.2015

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