Auf der Paradiesroute durchs Südburgenland Auf der Paradiesroute durchs Südburgenland Auf der Paradiesroute durchs Südburgenland

Die schönsten Radtouren im Südburgenland

Auf der Paradiesroute durchs Südburgenland

  • Armin Herb

Die längste Radrunde im Südburgenland ist die Paradiesroute. Sie führt auf herrlichen Radwegen durchs idyllische Kellerviertel und bietet immer wieder neue Gelegenheiten, Speis’ und Trank zu genießen. Drei weitere Tipps für Tagestouren im Südburgenland stellen wir hier vor

Das Südburgenland ist unter Radlern längst kein Geheimtipp mehr in Österreich und zählt hier schon zu den bevorzugten Destinationen. Vor allem die relativ neue 260 Kilometer lange Paradiesroute (siehe Seite 25) einmal rundherum erfreut sich bei den Etappenreisenden reger Nachfrage. Und da die Region keine flache Flunder ist, sondern durchaus hügelig und bergig, hat das E-Bike hier schon längst Einzug gehalten.
Trotz vieler verlockender Radwege dürfen im Südburgenland das Kulinarische und die Muße keinesfalls zu kurz kommen – frei nach einer lokalen Lebensweisheit: „Es gibt nichts, was nicht drei Tage Zeit hat.“ Allein schon die schönen Kellerviertel in Eltendorf, Heiligenbrunn oder Moschendorf muss man einfach gesehen bzw. erlebt haben – am besten inklusive Weinverkostung und deftiger Brotzeit mit regionalen Leckereien.

Radfahren im Südburgenland

9 Bilder

E-Bike-Service

Im hügeligen Südburgenland gibt es ein Netz von mehr als 20 E-Bike-Leihmöglichkeiten mit den Hauptstationen in Oberwart und Neustift/Lafnitz. Es werden auch geführte E-Bike-Touren und Radreisen angeboten, www.ebikeparadies.at und www.ebikesuedburgenland.at

Auskunft

Südburgenland Tourismusverband Wiener Straße 2
A-7400 Oberwart
Telefon 0043/(0)3352/31761-0
www.suedburgenland.info
www.burgenland.info
www.ebikeparadies.at

Karten/Literatur

Bikeline-Radtourenbuch „Rad­region Burgenland“, Karten 1:75.000, 160 Seiten; 40-seitige Broschüre beim Tourismusbüro Südburgenland

Paradiesroute, 260 km

Eine sportliche Mehrtagestour rund ums gesamte Südburgenland – mit attraktiven Stopps an stattlichen Burgen, in idyllischen Kellervierteln und an romantischen Flussufern. Für E-Biker auf sechs Etappen ausgelegt

GPS-Daten

Sie können den GPX-Track zu dieser Tour direkt über diesen Link herunterladen oder finden ihn in der MYBIKE Collection auf komoot

Die Paradiesroute ist die „Königstour“ im Südburgenland – ein sportlich-genüsslicher Querschnitt auf 260 km durch die gesamte Region. Das Tourismusbüro hält dazu eine praktische 40-seitige Broschüre bereit mit Einteilung der Route in sechs Etappen und mit Übersichtskarten – passend im Format für die Kartentasche am Lenker. Die Radroute wurde auch gleich als E-Bike-Route konzipiert, inklusive vieler Verleih- und Ladestationen sowie Pauschalangeboten für geführte oder individuelle Radreisen inklusive Gepäcktransport. Ein Tipp für den kulinarischen Genuss sind die „Paradiesbetriebe“ – ein Zusammenschluss von Winzern, Hofläden, Gasthäusern etc. www.ein-stueck-vom-paradies.at

Attraktive Stopps

Güssing Interessant sind die Burg, die Basilika und das Auswanderermuseum
Stadtschlaining Eindrucksvolle Ritterburg Schlaining mit Friedensmuseum
Eisenberg/Deutsch-Schützen Weinblick Plattform mit Ausblick über den Eisenberg
Bad Tatzmannsdorf Freilichtmuseum und bei Spiegel die besten Pralinen des Landes

Wellness-Tipps

Nach der Tour in die Therme – mit 15 Pools und 24 Saunen. Das Avita Resort in Bad Tatzmannsdorf beherbergt zudem ein vorzügliches Restaurant und ein radfreundliches Hotel. www.avita.at

Tour-Kombinationen

Raabtal-Radweg, Eurovelo 9, Eurovelo 13, Edelserpentin-Radweg B53, Berghäuser-Radwanderweg B55, Wildpark-Radweg B61, Streuobstwiesen-Radweg B63, Uhudler-Radweg B73, Thermenradweg

Tipps zum Wein

Historisches Kellerviertel in Heiligenbrunn mit mehr als hundert Weinkellerhäuschen. www.kellerviertel-heiligenbrunn.at

Übernachten

Wein-Residenz am Eisenberg, www.weinresidenz-eisenberg.at

Landhotel Schwabenhof in ­Heiligenbrunn-Hagensdorf, www.schwabenhof.at

Pension Rosenberg in Jennersdorf, pension-rosenberg.at

Kurpension Weiss in Bad Tatz­mannsdorf, www.hotel-weiss.at
Große Auswahl auch unter www.burgenland.info

Tour 7 Edelserpentinradweg, 24 km

Auf den Spuren des grünen Schmucksteins Edelserpentin windet sich die Radroute kurz, aber knackig durch die waldigen Hügel nördlich des Thermenortes Bad Tatzmannsdorf

E-Bike-Fahrer können nur lächeln, Motorlose kommen dagegen leicht ins Schwitzen in den Hügeln zwischen Bad Tatzmannsdorf und Bernstein. Die liebliche Landschaft ist jedenfalls die kurze, sportliche Runde wert. Hinzu kommt das einzigartige Felsenmuseum im Örtchen Bernstein. Neben Einblicken in den Bergbau von damals werden hier Gefäße und Kunstwerke aus dem grün schimmernden Edelserpentin gezeigt. Der Künstler und Museumsgründer Otto Potsch ist ein absoluter Meister der Schmuckstein-Bearbeitung.

Sehenswert

Felsenmuseum im Ort Bernstein Die Geschichte des Bergbaus in der Region, dazu eine kostbare Edelserpentin-Sammlung und die Serpentin-Skulpturen des Künstlers Otto Potsch. www.felsenmuseum.at
Pfarrkirche Mariasdorf Der spätgotische Sakralbau hat seinen Ursprung im 15. Jh. und ist weit über die Grenzen des Burgenlandes hinaus bekannt.
Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf Eine ansehnliche Sammlung an historischen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden aus dem Burgenland Ende des 18. bis Anfang des 20. Jh. – inklusive gemütlichem Heurigenlokal. www.freilichtmuseum-badtatzmannsdorf.at

Tour-Infos

Tourkombinationen Vier-Jahreszeiten-Radwanderweg B50, Paradiesroute, Pinkaradweg B54
Radfreundliche Unterkunft Reduce-Hotel in Bad Tatzmannsdorf, www.reduce.at
Auskunft Gästeinformation Bad Tatzmannsdorf, www.bad.tatzmannsdorf.at

Tour 8 Streuobstwiesen-Radweg, 41 km

Schöne Rundstrecke durch die Hügellandschaft rund um den Thermenort Stegersbach – besonders attraktiv im September, wenn Tausende Bäume voller reifer Äpfel hängen

Wer in Stegersbach startet, darf sich nach der Tour gleich auf wohlige Entspannung im warmen Wasser der Therme freuen. Aber die große Erholung wird nicht unbedingt notwendig sein, da die 40-Kilometer-Runde bis auf zwei, drei Anstiege gemütlich zu fahren ist. Vor allem im Lafnitztal rollt das Rad fast von alleine durch die liebliche Auenlandschaft. Wer im September unterwegs ist, findet seine Wegzehrung in Form von saftigen, rotbackigen Äpfeln überall am Wegesrand. Ein beliebter Platz für eine Pause zwischendurch ist übrigens der Badesee mit Freizeitzentrum in Rauchwart.

Sehenswert

Therme Stegersbach Erfrischung und Entspannung in der modernen Allegria- Familientherme, www.allegria-resort.com
Aussichtsturm Wörterberg Schöner Panoramablick auf das Lafnitztal und das dazugehörige Naturschutzgebiet
Tschartake Burgauberg Originalnachbau eines Grenzwachturmes aus der Zeit der Kuruzzenaufstände zu Beginn des 18. Jh. – direkt am Ufer der Lafnitz
Moor von Zickental Kräuterwanderweg mit Schautafeln durchs Moor bei Rohr, wo auch die schwarzbraunen Moorochsen grasen

Tour-Infos

Tourkombinationen Stremtal-Radwanderweg B56, Apfelradwanderweg B62, Lahnbach-Radweg B73, Lafnitztal-Radweg B75
Radfreundliche Unterkunft Solens Land Guesthouse in Stegersbach, www.solensland.com
Auskunft Golf- & Thermenregion Stegersbach, www.stegersbach.at

Tour 9 Uhudler-Radweg, 39 km

Auf dem Weg zum süffigen Wein – eine reizvolle Tagestour durch die Hügel und Uhudler-Gärten oberhalb des Lafnitztales rund um Königsdorf, Poppendorf und Eltendorf

Uhudeln statt hudeln – so lautet das Motto! Typisch südburgenländisch! Deshalb gleich vorneweg der Tipp: die Uhudler-Probe im Heurigenlokal am besten ans Ende der Radrunde legen. Denn die malerischen Weinberge am Hochkogel und darüber hinaus erfordern zumindest an einigen Steigungen durchaus sportlichen Einsatz. Ansonsten bleibt es eher gemütlich. Die Route führt von Königsdorf über Zahling und Eltendorf nach Heiligenkreuz zur ungarischen Grenze, dann entlang der Lafnitz flussaufwärts wieder zurück.

Ein Muss in der Region

Uhudler-Kellerviertel am Hochkogel Der Uhudler gilt als regionale Weinspezialität des Südburgenlandes, der Anbau ist offiziell auch nur hier erlaubt. Charakteristisch ist sein meist kräftiger Duft nach Walderdbeeren und schwarzen Johannisbeeren. Aufgrund der Resistenz der Reben gegenüber Pilzen und der Reblaus brauchen für den Anbau keine Pestizide eingesetzt werden – also ein echtes Naturprodukt. Im Kellerviertel am Hochkogel bei Eltendorf kann man in den Buschenschänken nicht nur Brotzeit machen und Wein probieren, sondern sich auch die verschiedenen Rebsorten zeigen lassen, aus denen der Uhudler, meist rot, aber auch weiß und rosé, gekeltert wird.

Tour-Info

Tourkombinationen Lafnitztal-Radweg B75, Thermen-Radweg B71, Paradiesroute
Radfreundliche Unterkunft Gasthof Gerlinde Gibiser in Heiligenkreuz im Lafnitzal, www.g-gibiser.at
Auskunft Tourismusverband Jennersdorf, www.urlaub-jennersdorf.at

Diese Touren-Tipps waren Bestandteil eines Reise-Spezials Genussradeln im Burgenland in MYBIKE-Ausgabe 4/2019.

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