Advertorial: Radfahren in Sachsen

Elbland Radtour

  • Moritz Cehak

Im Reich der Fasanen: Das Sächsische Elbland ist ein Paradies für Genussradler. Die Genüsse sind vielfältig und die Fahrradstrecken himmlisch. Und manchmal endet ein Tag im Sattel anders als geplant

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Der Morgentau glänzt noch draußen im Gras, als Roland Taubinger in der Gaststube duftende Semmeln serviert. „Noch hausgemachte Marmelade?“, fragt er und stellt Schälchen mit bunter Konfitüre auf den Tisch. Ein kurzer Blick durch die morgenleere Gaststube, dann setzt er sich für einen Moment an den Tisch. In einer halben Stunde wird dafür keine Zeit mehr sein, denn dann wird in seinem „Gut Wildberg“ Frühstückshochbetrieb herrschen. „Sie haben sich die schönste Startzeit für die Radtour ausgesucht“, sagt er, obwohl der Tipp für die frühe Runde durch das Elbland natürlich von ihm stammte. Taubinger freut sich sichtlich, wenn Gäste seine Begeisterung für Fahrradausflüge teilen. „Wenn der Tag erwacht und sich der Nebel über den Teichen hebt – das ist der Traum“, sagt er und wiederholt die wichtigsten Orientierungspunkte. Von Seerosen ist dabei die Rede, auch von Fasanen und einem Leuchtturm – der Tag verspricht unterhaltsam zu werden.

Pläne für den Abend

Die erste Etappe führt vom gepflasterten Gutshof bergab, immer in Richtung Elbe. Im Rücken erheben sich sanft die Hügel der linkselbischen Täler und 20 Minuten flussabwärts erhebt sich stolz der Meißner Dom auf dem Burgberg über der Porzellanstadt. Doch diese Pracht liegt hinter der Flussbiegung verborgen und die Elblandschaft regiert das Bild. Der Radweg quert den Strom auf einer stählernen Eisenbahnbrücke, neben der sich ein schlanker Pfeiler gen Himmel reckt, der die Drahtseilkonstruktion der benachbarten Straßenbrücke hält und heute das einzige markante Bauwerk neueren Datums bleiben wird.

Der Elberadweg ist zur frühen Stunde fast menschenleer

Ein paar Jogger sind unterwegs und ein junger Vater mit Kinderwagen. Die frische Morgenluft ist ein Geschenk und nur langsam steigt die Sonne hinter den Weinbergen am rechten Flussufer auf. Himmlisch. Auf dem Weg zur Schmalspurbahn hatte Roland Taubinger einen kleinen Abstecher empfohlen: Altkötzschenbroda. Der Straßenzug in einer der schönsten Ecken Radebeuls ist gesäumt von liebevoll restaurierten Giebelhäusern in bunten Farben. Fast jedes beherbergt ein kleines Lokal, eine Gartenwirtschaft oder ein Lädchen mit individuellem Angebot. Es braucht nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, wie dieser Ort im Lauf des Tages erwacht und dann bis in den späten Abend voller Leben pulsieren wird. Das Ziel eines zünftigen Abendausflugs von Gut Wildberg steht fest.

Volldampf am Morgen

Ein Blick auf die Uhr mahnt zur Eile, dieses eine Mal am Tag. In zehn Minuten soll der „Lößnitzdackel“ vom Radebeuler Haltepunkt „Weißes Roß“ starten und zweifellos wird die historische Dampfeisenbahn das auch ohne zwei trödelnde Radfahrer tun. Schon lange bevor der Zug mit lautem Schnaufen und Quietschen am Bahnsteig hält, ist er zu hören und zu spüren. Freundliches Personal hilft beim Verladen der Fahrräder und wenige Augenblicke später beginnt eine nostalgische Fahrt durch Sachsens Weinland – hinein in die einstigen Jagdgründe der Wettiner, deren Fürstengeschlecht hier über Jahrhunderte das Zepter schwang. Waldgebiete ziehen am Fenster vorbei, immer wieder Wasser, dazu die Dampfschwaden der schnaufenden Lok. Viel zu kurz erscheint die Fahrt, als in Bärnsdorf die Räder das Gepäckabteil verlassen. Doch nun geht es mitten durch den historischen Friedewald, der ein morastiger Forst gewesen war, bis die jagdwütigen Fürsten das Wasser in Teichen und Tümpeln sammeln ließen. So entstand ein famoses Jagdrevier, das bis heute als Reiterparadies gilt und auch von Naturradlern geliebt wird.

Breite Wege durch schattiges Grün machen das Radeln zum Vergnügen

Die Natur öffnet sich immer wieder für barocke Momente. So auch am „kleinsten Königsschloss Sachsens“ neben dem Niederen Großteich. Und wie es der Name des Fasanenschlösschens verspricht, sind hier auch tatsächlich zum ersten Mal die Schreie der Fasane zu hören. Danach Stille. Märchenhafte Stille. Wahrscheinlich werden hier später am Vormittag die ersten Spaziergänger und Radfahrer auftauchen und das Seeufer neben dem Schloss in ein buntes Treiben verwandeln. Bis dahin ist der einsame Teich der vielleicht romantischste Ort in der Gegend. Der originellste sowieso, denn neben dem Barockschlösschen zieht ein weiteres Bauwerk die Aufmerksamkeit auf sich: ein Leuchtturm.

Adelsspiele und Rebensaft

Man muss kein Seemann sein, um die nautische Nutzlosigkeit des adretten Türmchens zu erkennen. Dennoch verleiht er dem Teich einen ganz besonderen Charme, besonders wenn man sich seine Geschichte vor Augen führt. Denn wenn der Dresdner Hof des Jagens müde war, suchten die Edelleute nach anderen Vergnügungen. Eine davon war es, Seeschlachten nachzuspielen, und ein Teich mit Leuchtturm schien für derlei Budenzauber die perfekte Kulisse. So wurde aus dem fürstlichen Spleen eine reizvolle architektonische Besonderheit. Doch das größte Architekturhighlight wartet noch. Ein paar Waldkilometer später lugt es erstmals durch die Blätter: das Jagdschloss Moritzburg.

Feinste Barockarchitektur in traumhafter Lage

Zum Glück führt die Route rund um den ganzen Teich und über die Schlossinsel, sodass die Radler das Schmuckstück aus vielen Perspektiven genießen können. Durch den Wald geht es zurück in Richtung Elbe. Auf halber Strecke, meinte Roland Taubinger, dürfe man den Seerosenteich nicht verpassen. Tatsächlich öffnet sich – gar nicht weit abseits vom breiten Radweg – ein wunderbar verwunschener Ort. Aus der geplanten Rast werden ungestörte Stunden im Angesicht zarter Seerosen, wie sie Monet nicht schöner hätte malen können. Und weil die verlängerte Pause den Proviant schwinden ließ, ist ein weiterer Halt nötig. as Weingut Matyas in Neucoswig scheint aus diesem Grund die perfekte Adresse, und der Eindruck trügt nicht. Die Liebenswürdigkeit der Bedienung setzt sich offenkundig in der Küche bei der Verarbeitung frischer Zutaten fort. Die Speisen der kleinen Karte werden wirklich meisterhaft zubereitet und dazu ein Weißburgunder aus den umgebenden Hügeln... ohne Worte. Noch einmal ändern sich die Pläne und diese Radtour war gewiss nicht die erste, die im Weingut ein überraschendes Ende fand.

Informationen

Unterkunftsempfehlung
• Landhotel Gut Wildberg,  www.gut-wildberg.de
• Hotel Goldener Anker,  www.goldener-ankerradebeul.de
• Gästehaus Hoflößnitz,  www.hofloessnitz.de
• Churfuerstliche Waldschaenke Moritzburg,  www.waldschaenkemoritzburg.de

Sehenswert
• Schloss Moritzburg mit Fasanenschlösschen und Leuchtturm
• Lößnitzgrundbahn
• Radebeul Altkötzschenbroda, Karl-May-Museum Radebeul, Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth, Weingut Hoflößnitz mit Informations- und Besucherzentrum zur Sächsischen Weinstraße

Einkehr unterwegs
• Altkötzschenbroda - Radebeuls schönster Dorfkern,  www.altkoetzschenbroda.de
• Weinkeller "Am Goldenen Wagen"
• Gutsrestaurant im Weingut Schloss Wackerbarth
• Weingut Matyas

Aktiv in der Region
• Hochseilgarten und Kletterwald in Moritzburg: www.hochseilgarten-moritzburg.de
• Abenteuerpark Moritzburg,  www.abenteuerparkmoritzburg.de
• Segway-Touren durch Radebeul,  www.radebeul.de
• Freizeitbad "Wellenspiel" Meißen,  www.wellenspiel.de

Weitere Routenvorschläge
Elberadweg, Sächsische Städteroute, Zille-Radweg, Teichroute Moritzburg, Röderradroute, Meißner 8,
Elbe-Moritzburg-Lößnitzgrund-Radroute

Veranstalter für Fahrrad- und Wanderreisen
• Corso…die reiseagentur, www.corso-reisen.de
• Augustus Tours,  www.augustustours.de

Weitere Informationen
Tourismusverband Sächsisches Elbland e. V.
Fabrikstraße 16
01662 Meißen
+49 (0)3521 76350
www.elbland.de

Schlagwörter: Sachsen Sächsisches elbland


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