Tourenplanung: App Komoot

Komoot ans Ziel – Tourenplanung per App

Als Spezial-App für Radfahrer schlägt „komoot“ die eingebauten Kartenprogramme auf dem Smartphone deutlich. Darüber hinaus ist das Programm eine tolle Planungshilfe für die schöne Tour.

Matthias Schwindt am 14.11.2016
Desktop-GPX-Tourplaner
Matthias Schwindt

Um in der Stadt sein Ziel zu finden, reicht meist ein Griff zum Smartphone. Sowohl Google als auch Apple versorgen ihre mobilen Betriebssysteme mit Kartenprogrammen. Auch für die Fahrradnavigation? Apple hat Maps bislang noch nicht an die Bedürfnisse von Radfahrern angepasst. Bei Googles Android schaut das zwar deutlich besser aus; wirklich gut ist aber keines der beiden Programme. Es muss also ein Spezialist her. Ganz weit vorne liegt dabei komoot, eine Kombination aus Smartphone-App und Online-Portal im Web.

Radfahrer haben bei komoot die Auswahl zwischen fünf verschiedenen Profilen

Fahrrad, Fahrrad (mit Schotter), Mountainbike, Mountainbike (alpin) und Rennrad. So funktioniert’s: In der übersichtlich und modern gestalteten App einen Zielpunkt angeben – und eine für das Fahrrad optimierte Strecke wird vorgeschlagen. Entspricht diese nicht den eigenen Vorstellungen, kann die Routenführung mit Zwischenzielen angepasst werden. Und fällt einem kein eigenes Ziel für eine Radtour ein, hilft komoot mit Touren-Vorschlägen aus.

Einmal geplante Routen lassen sich für die Offline-Nutzung sichern.

Hier machen sich die bezahlten In-App-Käufe nützlich. Das spart unterwegs Mobilfunkdaten.
Während der Fahrt führt die App auf der sehr klar gezeichneten Karte mit Unterstützung von Pfeilen zum nächsten Abbiegepunkt. Das Verlassen der vorgeschlagenen Route stellt kein Problem dar. Die flexible App passt den Tourverlauf nach kurzer Zeit automatisch an. Wahlweise ist auch eine Sprachansage der kommenden Abzweigung möglich. Dezenter geht der Hinweis mit Signaltönen.

Bei ausgeschaltetem Display sorgt komoot mit Sprachansagen für eine gute Orientierung.

Für gestresste Smartphone-Akkus ist das natürlich die beste Alternative. Als Mittelweg bietet sich an, das Display nur kurz vor der Kreuzung zu aktivieren und anschließend wieder stromsparend auszuschalten. Während der Navigation ist immer eine Routenaufzeichnung aktiv. Am Ende der Tour lädt komoot jede zurückgelegte Strecke in den eigenen Cloud-Speicher hoch. So baut man sich mit der Zeit ein schönes Tourenarchiv auf. Wer möchte, kann die eigenen Touren auch mit Freunden über die sozialen Netzwerke teilen. Diese Cloud-Komponente ermöglicht auch die nahtlose Verbindung zum großen Bildschirm. Gerade bei der Planung langer Touren ist das vorteilhaft.

Zu einer funktionierenden Navigation mit dem Smartphone gehört mehr als die hier vorgestellte App. Das Smartphone muss sicher am Lenker befestigt werden. Display und GPS benötigen viel Strom. Da muss unterwegs schon mal Nachschub her. Wie diese Probleme zu lösen sind, zeigt unser GPS-Experte auf seinem Blog.

Video-Tutorial

Im Video lassen sich die Finessen von komoot leichter verstehen. Fans haben auf Youtube sogar einen "komoot-channel". Für Trekkingbike hat der GPS-Radler ein eigenes Tutorial erstellt.


Der Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 5/2016. Sie können die Ausgabe in der Trekkingbike-App (iTunes und Google Play) laden oder im DK-Shop bestellen.

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Matthias Schwindt am 14.11.2016

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