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Das Einsteiger Special

Wie finde ich das richtige Fahrrad?

Jörg Spaniol

 · 10.05.2022

Wie finde ich das richtige Fahrrad?Foto: Bernhard Huber

Die letzten Monate waren für potentielle Fahrradkäufer durch weltweite Lieferschwierigkeiten hart. Wir helfen Ihnen dabei, dennoch ein passendes Fahrrad zu finden.

Die Liste der Argumente fürs Radfahren ist in den vergangenen Jahren immer länger geworden. Angeschubst von Corona oder Klimasorgen haben Viele entdeckt, dass Radfahren auch einfach Spaß machen kann. Das passende Material steigert ihn erheblich. Aber was passt? Das klären wir Schritt für Schritt. Wenn wir alles richtig gemacht haben, rollen Sie mit dem besten aller möglichen Fahrräder oder E-Bikes in eine perfekte Saison.

Welcher Fahrrad-Typ darf's sein? Faltrad, Pedelec, City- oder Gravelbike

Beim Magazin MYBIKE genießen wir die Qual der Auswahl: Das Fachgebiet spreizt sich vom Faltrad bis zum SUV-Pedelec und vom City- bis zum Gravelbike, dazu noch die ganze Vielfalt der Lastenräder, Fitnessbikes, Reiseräder. Der Radkosmos ist durch das E-Bike und die immer weitere Spezialisierung bunter geworden – und er hat sich ausgedehnt: Schon vor Corona lag Deutschland mit einem Bestand von etwa einem Fahrrad pro Kopf statistisch in der weltweiten Spitzengruppe. In den vergangenen Jahren hat die Beliebtheit noch einmal gewaltig zugelegt. Der Zweirad-Industrieverband verzeichnete bei Lastenrädern ein Wachstum von 62 Prozent innerhalb eines Jahres. Fast fünf Millionen Fahrräder gelangten 2021 in den Handel. Ein paar mehr waren es nur 2020. Die oft und lange unterbrochenen Lieferketten zu den Teile- und Fahrradherstellern vor allem in Asien, verknappten das Angebot.

  Die Auswahl ist riesig. Deshalb ist vor dem Kauf zu klären, welche Art von Fahrrad es werden soll. Auf dem Bild ist das Tourenrad 8X Lite Tour von Stevens zu sehen.Foto: Daniel Simon
Die Auswahl ist riesig. Deshalb ist vor dem Kauf zu klären, welche Art von Fahrrad es werden soll. Auf dem Bild ist das Tourenrad 8X Lite Tour von Stevens zu sehen.

Preissteigerung auf dem Fahrradmarkt

Und wie das so ist, wenn das Angebot knapper wird, stiegen die Fahrrad- und E-Bike-Preise für das Modelljahr 2022 – und sie steigen immer noch: Von 2019 bis 2022 wurden vergleichbare Räder um mindestens 20 Prozent teurer. Und wo Modellbezeichnung und Preis sich nicht geändert haben, musste der Hersteller definitiv an der Qualität der Ausstattung sparen. Eine interessante Zahl noch, bevor es in die Details geht, die bei der Kaufentscheidung helfen: Der durchschnittliche Preis für ein Fahrrad hat sich in Deutschland von etwa 500 Euro im Jahr 2011 auf etwa 1.400 Euro im Jahr 2021 gesteigert. Doch das spiegelt nicht die Inflation, sondern die Elektrifizierung – über 40 Prozent der im vergangenen Jahr verkauften Räder waren E-Bikes. Und die sind schnell 1.000 Euro teurer als Fahrräder ohne Akku auf ähnlichem Ausstattungsniveau. Bei Mountainbikes ist das Stückzahlenverhältnis besonders krass: Es wurden fast sechsmal soviele Bikes mit Motor wie ohne verkauft – ein Boom, der an den Siegeszug der "SUV´s" bei den Autos erinnert.

Lieferschwierigkeiten bei Komponenten

Für Radkäufer in der Saison 2022 verändern der Preisanstieg und die Lieferprobleme ein wenig die Perspektive. Bestimmte Bauteile, vor allem Scheibenbremsen und Federgabeln, sind noch immer schwer zu bekommen. Wer sich sehr starr auf eine bestimmte Marke und deren entsprechend ausgestattetes Modell festlegt, muss möglicherweise auch in diesem Jahr warten. Wer flexibler ist und die technischen Alternativen beurteilen kann, kommt schneller an sein Rad. Auch die gestiegenen Preise sprechen dafür, sich ein wenig in die Technik reinzufuchsen – vor allem aber dafür, die eigenen Bedürfnisse realistisch einzuschätzen.

Eine große Auswahl an Fahrrädern gibt es bei den folgenden Online-Shops: Fahrrad XXL*, Fitstore24* oder Lucky Bike*.

Selbsteinschätzung - Was brauche ich wirklich?

Brauche ich angesichts meiner Kilometerleistung wirklich ein Rad mit der edelsten Schaltung, die vor allem Haltbarkeit und Gewicht verbessert? Bin ich bereit, mein Rad zu pflegen oder sollte es vor allem wartungsarm sein? Sauge ich den teuren, großen Akku wirklich leer oder tut es die preiswerte Standardgröße? Welcher der vielen Pedelec-Motoren leistet das, was ich brauche? Und, ganz grundsätzlich: Muss es ein nagelneues Bike vom Händler sein oder kann ich einem Gebrauchtrad vertrauen? Ist der Versandhandel für meine Bedürfnisse geeignet – oder ist eigentlich ein Leasingrad für mich die cleverste Lösung?

Zubehör und Upgrades für das Rad nicht vergessen

Auch jenseits des ganz großen Postens "Komplettrad" stehen Kaufentscheidungen an, die den Spaß am Radfahren erheblich beeinflussen. Wer sein Radbudget komplett in das Bike investiert, ohne ein paarhundert Euro für Funktionsklamotten*, vielleicht einen besseren Sattel* oder sorgenfrei nutzbare Packtaschen* einzuplanen, hat das Thema nicht zuende gedacht.

  Bei der Budgetplanung für den Fahrradkauf sollte immer auch benötigtes Zubehör eingerechnet werden wie zum Beispiel ein Helm, Packtaschen und Fahrradkleidung.Foto: Jan Greune
Bei der Budgetplanung für den Fahrradkauf sollte immer auch benötigtes Zubehör eingerechnet werden wie zum Beispiel ein Helm, Packtaschen und Fahrradkleidung.

Hilfestellung für den Fahrradkauf

Waren das jetzt zuviele Themen auf einen Schlag? Kein Problem: Wir gehen es systematisch an. Und freuen uns am Ende mit Ihnen, wenn sich die großen oder kleinen Investitionen in viele beglückende Radkilometer verwandeln.

In einigen unserer Auftritte verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Diese sind mit Sternchen gekennzeichnet. Wenn Sie auf so einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalten wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter (wie z.B. Rose oder Amazon) eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis dadurch nicht.

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