Sieben Radtourentipps zwischen Donauwörth und Ulm

DeutschlandSieben Radtourentipps zwischen Donauwörth und Ulm

Armin Herb

 2/17/2022, Lesezeit: 5 Minuten

Zwischen Ulm und Donauwörth windet sich die junge Donau durch Wälder und Auen. Radler begegnen in den Städten Kulturgeschichte, die bis in die Zeit der Staufer-Kaiser reicht

1. Donauried und Zusamtal

Die Route führt durchs Zusamtal und in die Stauferstadt Wertingen. Nach so viel Natur können wir uns auch mal wieder etwas der Kultur widmen und uns neben den schmucken Fachwerkhäusern auch das Wertinger Schloss aus dem 14. Jh. und die barocke Martinskirche ansehen. Deutlich moderner zeigt sich dann die Architektur in Form der Mäckler-Kapelle auf freier Flur bei Oberthürheim. Das nicht alltägliche Gotteshaus aus Holz ist Teil des neuen 7-Kapellen-Rundweges. In Höchstädt an der Donau darf sich der Kulturfan noch auf das Fayencen-Museum im Schloss aus dem 16. Jh. freuen.

  Moderne Architektur im Donaumoos: Die Kapelle in Oberthürheim, entworfen von Prof. Christoph Mäckler, ist Teil des 7-Kapellen-Rundweges, gefördert von der Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung.  ©Eckhart Matthäus Denzel-Stiftung
Moderne Architektur im Donaumoos: Die Kapelle in Oberthürheim, entworfen von Prof. Christoph Mäckler, ist Teil des 7-Kapellen-Rundweges, gefördert von der Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung. ©Eckhart Matthäus Denzel-Stiftung

2. Donauauen und Mindelufer

Obwohl die Donau in Günzburg den Wäldern und Auen, den Zuflüssen und Seen ringsum Halt und Orientierung bietet, hat sie sich noch ein Stück Verspieltheit bewahrt – sozusagen herübergerettet aus ihrem Oberlauf, wo sie noch klein und unbekümmert ist. Hier in ihrer Kinderstube mäandert sie immer noch ein um den anderen Bogen. Wer mit dem Rad unterwegs ist, merkt, wie die natürliche Leichtigkeit der Donau auf das Umland bis nach Ichenhausen, Waldstetten oder Autenried abgefärbt hat. Ab dem Mindeltal-Radweg führt unsere Kombi-Tour bergab bis zur Donau. Die steigungsarme Route folgt dem Flüsschen Mindel durch schmucke Dörfer und Kleinstädte. Angekommen an den Ufern der Donau, zeigt sich die Pracht unberührter Natur.

3. Storchennest-Tour durchs Kammeltal und Mindeltal

  Störche im Blick: Entlang der Route kann man rund zwanzig Nester sehen.  ©Tourismusverband Bayerisch-Schwaben
Störche im Blick: Entlang der Route kann man rund zwanzig Nester sehen. ©Tourismusverband Bayerisch-Schwaben

Im Mittelpunkt steht der Storch. Und die Chancen, dass die Radler Exemplare der stolzen Vögel zu Gesicht bekommen, stehen gut. Denn mittlerweile leben Storchenpaare fast das ganze Jahr über in der Region rund um Burgau und Offingen. Die Streckenführung ist so ausgelegt, dass die Radroute an etwa zwanzig „bewohnten“ Nestern vorbeiführt. Deren Anzahl kann sich jedoch von Jahr zu Jahr ändern. Dabei sind die Standorte der Nester recht unterschiedlich. Mal kleben sie auf Funkmasten und Kaminen, manchmal auf großen Werbetafeln oder auf Kirchendächern. Ein Tipp: Mit einem Fernglas oder einem guten Teleobjektiv lassen sich die Störche noch besser beobachten. Die Rundtour führt auf 45 Kilometern überwiegend flach und familienfreundlich durch das Kammel- und Mindeltal.

4. Energie-Quiztour rund um Lauingen

Das Schwäbische Donautal hat für Radler eine sehr zeitgemäße Quiz-Rallye aufgelegt – mobil und multimedial. Das Thema: die Energiewende. Es geht ganz einfach: die Donautal-Quiztouren-App aufs Smartphone herunterladen und losradeln. Aufs Rad steigen kann man überall entlang der beschilderten Rundstrecke zwischen Lauingen, Gundremmingen, Offingen und Gundelfingen. Dort befinden sich auch die Quizpunkte, an denen Wissen vermittelt und gleich wieder abgefragt wird – spielerisch, mit Humor und netten Geschichten. Und weil man meist nicht in ein Atomkraftwerk oder eine Biogas-Anlage hineinschauen kann, gibt es vor Ort kurze Clips zu Technik und Funktion der Unternehmen. Gewonnen hat übrigens, wer zuerst alle Fragen richtig beantwortet hat, nicht, wer die schnellste Zeit radelt.

5. Auf den Spuren der Geschichte im Landkreis Dillingen

  Tour mit sehenswerter Architektur, zum Beispiel in der Altstadt von Dillingen
Tour mit sehenswerter Architektur, zum Beispiel in der Altstadt von Dillingen

„Rund ums schwäbische Rom“ heißt eine geschichtsträchtige Radtour von Dillingen ins nördliche Donauried. Als „schwäbisches Rom“ wurde wohl einst die Stadt Dillingen bezeichnet. Sie war vom 15. bis zum 18. Jahrhundert auch Residenzstadt der Bischöfe von Augsburg. Neben sehenswerten Kirchen in Donaualtheim, Mörslingen und Wittislingen lohnt sich auch ein Blick auf Schloss Haunsheim und den römischen Apollo-Granus-Tempel in Faimingen. Der Tempel, von dem heute nur noch Überreste vorhanden sind, zählt zu den größten römischen Tempelbauten nördlich der Alpen.

6. See, Seele und selig – eine Rundtour ab Krumbach

Auf dieser 66 Kilometer langen Rundtour ab Krumbach ist einiges geboten für Groß und Klein, das heißt wer viel sehen und erleben möchte, muss sich den Tag gut einteilen. Schon im Startort Krumbach lockt eine interessante Lauschtour per App vom Fluss Kammel durch das jüdische Viertel zum Heilbad Krumbad. Selbst für Nichtgläubige lohnt sich ein Blick in die im Rokoko-Stil gebaute Wallfahrtskirche Maria Vesperbild bei Ziemetshausen. Aber noch weitere Prachtbauten liegen am Weg, wie etwa das Schloss und Kloster Edelstetten bei Neuburg und das ehemalige Wasserschloss Hürben in einem Stadtteil von Krumbach. Wer im Sommer mit Kindern unterwegs ist, wird kaum um den beliebten Wasserpark Turncable in Thannhausen herumkommen

7. Via-Danubia-Lauschtour

  Einer von vielen Lauschtour-Stopps: der Apollo-Granus-Tempel ©Donautal-Aktiv
Einer von vielen Lauschtour-Stopps: der Apollo-Granus-Tempel ©Donautal-Aktiv

Im Mittelpunkt dieser 55 Kilometer langen beschilderten Radrunde stehen die alten Römer. In den 400 Jahren, in denen diese sich hier in der Provinz Rätien aufhielten, haben sie viele überraschende Spuren hinterlassen, nicht nur die Via Danubia, die Römerstraße durchs Donautal. Wir radeln ab Lauingen oder Günzburg im Uhrzeigersinn. Am Weg liegen die durchaus sehenswerten Städtchen Gundelfingen, Offingen und Aislingen. Wer etwas mehr in die Geschichte der Via Danubia eintauchen möchte, lädt sich dazu die entsprechende App aufs Smartphone. Die App mit allen Audios, Karten und Fotos steht kostenlos im App Store sowie Google Play Store zum Download bereit – Stichwort „Bayerisch-Schwaben-Lauschtour“. Außerdem können an vier Verleihstationen kostenlos programmierte Lauschtour-iPods inklusive Lautsprecher ausgeliehen werden.

Den kompletten Urlaubsplaner Schwäbisches Donautal mit allen Infos finden Sie als kostenpflichtigen PDF-Download unter dem Artikel.

GPX-Daten

Sie können die GPX-Tracks zu den 7 Tourentipps im Schwäbischen Donautal hier kostenlos herunterladen:

oder finden sie in der MYBIKE Collection auf komoot

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