Zwei Tagestouren zwischen Weser und BerglandFoto: Henning Angerer

DeutschlandZwei Tagestouren zwischen Weser und Bergland

Sven Bremer

 4/20/2022, Lesezeit: 4 Minuten

Der Weser-Radweg ist beliebt bei Radtouristen. Auf der Tour durch die Berge hat man die Straßen fast für sich allein und tolle Ausblicke über das Weserbergland.

Der Plan war und ist gut, das steht schon mal fest. Die Idee war nämlich die: einen Tag auf dem Weser-Radweg von Hameln nach Höxter zu fahren und den zweiten Tag durch die Hügel des Weserberglands zurück in die RattenfängerStadt zu radeln. Ganz easy mit dem E-Bike, ohne Stress und ohne allzu große Anstrengungen – so der Plan.

Doof war nur, dass wir aufgrund einer Umleitung hinter Bodenwerder schon am ersten Tag in den Hügeln gelandet sind und schon da reichlich klettern mussten. Denn der Plan, quer durch die Mittelgebirgslandschaft zu fahren, ist nur ein guter Plan, solange man den Akku am E-Bike ausreichend aufgeladen hat. Wir aber hatten an dem Tag bereits ganz schön viel Power verballert – „Turbo“ fahren macht halt mehr Spaß als „Tour“ oder „Eco“.

Die Balken auf dem Display des Radcomputers wurden weniger und weniger, aber die Steigung wollte einfach nicht enden. Bis deutlich über 350 Meter mussten wir hinaufklettern. Im Turbo-Modus hätte der Akku noch knappe zwanzig Kilometer gereicht, und uns ging schon bald ein wenig die Muffe, dass uns irgendwann der Saft ausgehen würde. Also haben wir runtergeschaltet und sind im Eco-Modus die Berge hinauf, was ungefähr genauso anstrengend ist, als würde man mit einem Tourenrad ohne Unterstützung fahren.

Aber immerhin wussten wir so schon mal, dass es eigentlich ein wirklich guter Plan war. So schön es auf dem Weser-Radweg auch sein mag, auf der abseitigen Strecke hat man wirklich wunderbare Ausblicke. Und das mit der Sorge, dass die Akkuleistung schon bald bei null landen könnte, hat sich dann auch bald gelegt. Erstens hätten wir ja noch irgendwo Pause machen und die Akkus aufladen können, und zweitens gibt es ja die Abfahrten, auf denen man den Bike-Motor einfach ausschalten und so sparen kann. Und außerdem macht es verdammt gute Laune, die Serpentinen von der Ottensteiner Hochebene hinunter nach Brevörde an der Weser zu rauschen. ...

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Bildergalerie

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Die MYBIKE-Tourentipps fürs Weserbergland

Tour 1: Auf dem Weser-Radweg, 69 km, 200 Hm, max. Steigung 4 %

Oberfläche: am Anfang häufig Verbundstein, dann überwiegend Asphalt und nur ganz selten gut befahrbarer Schotter

Die Beschilderung vom Bahnhof Hameln bis Bodenwerder ist picobello, häufig rollt man mit Blick auf den Fluss dahin. In Bodenwerder dann fehlen auf der östlichen Flussseite die Hinweisschilder nach Holzminden; offensichtlich will man, dass die Leute Bodenwerder und das Münchhausen-Museum besuchen. Auf der Westseite der Weser führt der Radweg dann entlang der Landstraße Richtung Polle und Holzminden. Schöner ist es, westlich der Weser zu bleiben (siehe GPX-Track), ansonsten kann man in Polle wieder mit der Fähre über­setzen. Von Holzminden bis Höxter empfiehlt sich der Weg westlich des Flusses.

Tour 2: Durch die Berge, 63 km, 800 Hm, max. Steigung 10 %

Oberfläche: fast ausschließlich Asphalt, hinter Welsede führt der Radweg für kurze Zeit durch den Wald und ist bei Regen sehr aufgeweicht

Aus Höxter auf Schleichwegen heraus bis auf den Bremerberg. Bis zum Anstieg hinauf in den Ort Köterberg geht es rauf und runter auf kleinen, kaum befahrenen Landstraßen mit schönen Ausblicken. Ab Köterberg folgt eine richtig lange Abfahrt durch den Wald, hinter Glesse ebenfalls –und von Lichtenhagen geht es sogar in Serpentinen ins Tal. Ab Welsede fährt man wieder auf einem ausgeschilderten Radweg Richtung Hameln, hinter Emmerthal rollt man die letzten Kilometer dann wieder auf dem Weser-Radweg.

GPS-Daten

Sie können den GPX-Track zu den Touren im Weserbergland hier kostenlos herunterladen

oder finden ihn in der MYBIKE Collection auf komoot

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